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Neue Kennzeichnung von Lakritze! Warum es jetzt Erwachsenenlakritz gibt

Neue Kennzeichnung  

Warnhinweis für Lakritze beschlossen

10.10.2021, 20:00 Uhr | dpa, t-online

Neue Kennzeichnung von Lakritze! Warum es jetzt Erwachsenenlakritz gibt. Lakritze: Übermäßiger Genuss birgt Gesundheitsrisiken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Juanmonino)

Lakritze: Übermäßiger Genuss birgt Gesundheitsrisiken. (Quelle: Juanmonino/Thinkstock by Getty-Images)

Sie gilt als beliebte Süßigkeit, ist jedoch gesundheitlich nicht unbedenklich. Nun müssen bestimmte Arten von Lakritze speziell gekennzeichnet werden. 

Lakritze mit hohem Salmiak-Gehalt müssen künftig mit Hinweisen zum Schutz vor Gesundheitsrisiken gekennzeichnet werden. Das legt eine Verordnung der Bundesregierung fest, die der Bundesrat am Freitag billigte. Pflicht wird dies ab einem Gehalt an Salmiak (Ammoniumchlorid) von mehr als 20 Gramm pro Kilogramm.

Konkret sollen Hinweise lauten: "Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz".  Bei noch höheren Gehalten muss die Aufschrift noch verschärft werden. Dann lauten die Warnungen: "Extra stark, Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz" und  "Übermäßiger Verzehr kann insbesondere bei Personen mit Nierenerkrankungen die Gesundheit beeinträchtigen".

Risiko der Blutübersäuerung

Die Hinweise seien nötig, da Ammoniumchlorid nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in höheren Dosen unter anderem zu Übersäuerung des Blutes (metabolischer Azidose) führen könne. Auf der Seite des BfR heißt es außerdem: "Ammoniumchlorid führt (...) in höheren Dosen zu Beeinträchtigungen des normalen Ionenhaushalts mit Übelkeit, Erbrechen und neurologischen Störungen."

Noch nicht gekennzeichnete Lakritz-Ware darf zunächst noch abverkauft werden. Die neue Verordnung verbietet außerdem künftig Aromastoffe in Anfangsnahrung für Säuglinge und Lebensmitteln für Babys unter 16 Wochen. Hintergrund ist ebenfalls eine Einschätzung des Bundesinstituts zu solchen Geschmack gebenden Stoffen. Säuglinge in den ersten Lebensmonaten seien besonders empfindlich. Aromastoffe seien weder für eine bessere Akzeptanz dieser Produkte noch zur Förderung der Geschmacksentwicklung notwendig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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