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Herz-Kreislauf: Sprung ins kühle Nass ist lebensgefährlich

Herz-Kreislauf  

Der Sprung ins kühle Nass ist lebensgefährlich

19.06.2013, 14:05 Uhr | dpa/tmn

Herz-Kreislauf: Sprung ins kühle Nass ist lebensgefährlich . Sommer: Der Sprung ins kühle Nass kann lebensgefährlich sein.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Sprung ins kühle Nass kann lebensgefährlich sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer im Sommer eine Abkühlung im kühlen See oder Schwimmbad sucht, sollte nicht zu übermütig sein. Denn auch wenn es angesichts der hohen Temperaturen noch so verlockend erscheint: Ein beherzter Sprung ins kühle Nass kann derzeit lebensgefährlich sein.

Wasser noch nicht wärmer als 18 Grad

"Die großen Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser verkraftet der Kreislauf nicht", warnt Martin Janssen, Pressesprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf. Sowohl an den Küsten wie in den Binnengewässern ist das Wasser noch nicht wärmer als 17 oder 18 Grad. 

Die Hitze lässt den Kreislauf verrücktspielen

Vor allem bei älteren Menschen mit vorgeschädigtem Herz-Kreislaufsystem kann der Kreislauf verrückt spielen. Denn durch den Temperaturschock steigt der Blutdruck stark an, zugleich ziehen sich die Gefäße zusammen, und ein gewaltiger Druck lastet auf dem Kreislauf. Mögliche Folge ist ein Herzinfarkt oder Schlaganfall

Den Körper langsam an das kalte Wasser gewöhnen

"Es gilt, sich langsam an die kältere Wassertemperatur zu gewöhnen", sagt Janssen. Grundsätzlich ist es ratsam, den Körper zunächst unter einer Dusche etwas abzukühlen und dann "auf jeden Fall langsam" ins Wasser zu gehen. Dabei sollte der Badende erst seinen Oberkörper benetzen, bevor er ganz untertaucht. Danach ist das Schwimmen unproblematisch. 

Wer friert, sollte raus aus dem Wasser

Zudem sollten Sie nicht zu lange im kühlen Nass bleiben. "Wenn Sie zu frieren beginnen, dann sollten Sie raus aus dem Wasser gehen und nicht warten, bis Ihre Lippen blau verfärbt sind." Denn wer auskühlt, verliert seine Bewegungsenergie und macht schnell schlapp: Der Körper verwendet die restliche Energie dazu, seine Kerntemperatur aufrecht zu erhalten und nur noch die lebenswichtigen Organe zu versorgen. Der Schwimmer hat dann keine Kraft mehr, das rettende Ufer zu erreichen, wenn er weit draußen ist. 

Alkohol vor dem Schwimmen vermeiden

Auch Alkohol ist unmittelbar vor dem Baden keine gute Idee: Das Zellgift führt dazu, dass der Schwimmer die Kälte weniger stark empfindet und deswegen zu lange im Wasser bleibt sagt Janssen. Außerdem neigen alkoholisierte Menschen dazu, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen und die Orientierung zu verlieren. Das kann fatal sein, wenn der Körper im Wasser schlapp macht. Zudem verstärken die hohen Lufttemperaturen die Wirkung des Alkohols.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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