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Erkältungsbad: Wann es sinnvoll ist und wann nicht


Wann man besser nicht in die heiße Wanne steigt

  • Ann-Kathrin Landzettel
Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 09.11.2023Lesedauer: 2 Min.
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Wer unter Bluthochdruck, Asthma oder Herz-Kreislauf-Beschwerden leidet, sollte bei einer Erkältung besser nicht in die Badewanne steigen.Vergrößern des Bildes
Wer unter Bluthochdruck, Asthma oder Herz-Kreislauf-Beschwerden leidet, sollte bei einer Erkältung besser nicht in die Badewanne steigen. (Quelle: Sam Edwards / Getty Images)

Das Erkältungsbad gilt als Geheimtipp gegen Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Doch die Hitze kann für das Immunsystem auch zur Belastung werden.

Das Erkältungsbad ist vor allem dann wohltuend für den Körper, wenn es vorbeugend angewendet wird oder sich erste Erkältungsbeschwerden wie Halskratzen, Niesreiz, verspannte Muskeln oder Kopfschmerzen zeigen. Die Wärme regt die Durchblutung an, die Muskeln entspannen sich. Das warme Bad unterstützt die Abwehrkräfte und nimmt das innere Frösteln.

Bei Fieber auf das Erkältungsbad verzichten

Allerdings warnen Experten: Wer unter Bluthochdruck, Asthma oder Herz-Kreislauf-Beschwerden leidet oder Probleme mit den Venen hat, sollte zuerst seinen Hausarzt fragen, ob das heiße Bad für ihn geeignet ist. Auch wer bereits unter starkem Schnupfen, Husten oder Fieber leidet, sollte besser nicht in die Wanne steigen. Denn das Baden ist für das Immunsystem zusätzlich Stress.

Besser nicht zu heißes Wasser

Zudem schlägt ein zu heißes Bad schnell auf den Kreislauf: es weitet die Blutgefäße und lässt den Blutdruck sinken. Da der Kreislauf bei einer Erkältung meist aus der Balance gerät und man sich sowieso schlapp und schwach fühlt, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass der Kreislauf beim Verlassen der Wanne wegsackt und man stürzt oder das Bewusstsein verliert. Daher gilt: Auch wenn als Richtwert für das Badewasser meist 38 Grad empfohlen werden, sollte man immer nur so warm baden, wie man es als angenehm empfindet. Und: Langsam aus der Wanne steigen und dabei gut festhalten.

Dreiviertelwanne schont den Kreislauf

Generell ist es empfehlenswert, die Wanne nicht komplett zu füllen, sondern Schultern und Knie noch etwas aus dem Wasser ragen zu lassen, sodass sie etwas abkühlen können. Diese sogenannte Dreiviertelwanne ist Experten zufolge wesentlich kreislaufschonender als ein Vollbad.

Maximal 20 Minuten in der Wanne liegen

Wer weiß, dass er mit dem Kreislauf Probleme hat, sollte nicht länger als zehn Minuten in der Wanne verweilen. Mit einem stabileren Kreislauf sind 20 Minuten das Maximum für das angeschlagene Immunsystem. Wichtig ist: Wer schon früher merkt, dass ihm die Hitze nicht guttut, sollte das Bad abbrechen und sich ins warme Bett legen.

Ätherische Öle wirken wohltuend

Besonders wirkungsvoll wird das Erkältungsbad, wenn ätherische Öle zum Einsatz kommen. Thymian, Pfefferminze Eukalyptus, Salbei und Latschenkiefer beispielsweise wirken wohltuend auf die Atemwege. Der Wasserdampf befeuchtet die trockenen und gereizten Schleimhäute, die so leichter abschwellen können. Die eingeatmeten Öle wirken desinfizierend. Wer eine empfindliche Haut hat oder zu Allergien neigt, sollte die Öle allerdings zuerst auf einer kleinen Hautstelle testen.

Erkältungsbad selbst zubereiten

Es gibt bereits fertige Erkältungsbäder zu kaufen. Doch man kann das Bad auch selbst ansetzen. Hierfür gibt man die gewünschten getrockneten Kräuter in eine Schüssel und übergießt sie mit einem Liter kochendem Wasser. Nach 15 bis 20 Minuten siebt man den Sud ab und gibt ihn ins Badewasser. Wer mag, kann noch einen Esslöffel Olivenöl hinzu geben, damit die Haut nicht zu sehr austrocknet. Nach dem Erkältungsbad legt man sich am besten ins warme Bett, trinkt eine Tasse Tee und gönnt seinem Körper viel Schlaf. So erholt er sich am besten.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • stiftung-gesundheitswissen.de: "So können Sie Erkältung und Grippe vorbeugen". Online-Information der Stiftung Gesundheitswissen. (Stand: 17. Oktober 2022)
  • infektionsschutz.de: "Tröpfcheninfektion". Online-Information der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Stand: Aufgerufen am 18. Oktober 2022)
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