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Raynaud-Syndrom: Welche Blutwerte zur Diagnose beitragen


Raynaud-Syndrom – wie Blutwerte bei der Diagnose helfen


15.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Bei der Diagnose eines Raynaud-Syndroms ziehen Ärztinnen und Ärzte häufig verschiedene Blutwerte zurate.Vergrößern des Bildes
Bei der Diagnose eines Raynaud-Syndroms ziehen Ärztinnen und Ärzte häufig verschiedene Blutwerte zurate. (Quelle: fotoquique/Getty Images)

Das Raynaud-Syndrom kann die Folge einer anderen Erkrankung sein. Erfahren Sie, inwiefern Blutwerte bei der Diagnose helfen.

Wenn sich als Reaktion auf Kälte oder Stress die Finger (oder Zehen) anfallsweise weiß färben, kann es sich um ein Raynaud-Syndrom handeln. Bei dieser Form der Durchblutungsstörung bewirken Gefäßkrämpfe, dass das Blut in den Fingern vorübergehend nicht mehr normal fließt, sodass diese blutleer und blass werden.

Für Diagnose wichtig: Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Form

Tritt das Raynaud-Phänomen bereits in jungen Jahren auf, handelt es sich häufig um das primäre Raynaud-Syndrom. Diese Form hat in der Regel keine krankhaften Ursachen und gilt als harmlos. Zeigt sich die anfallsweise Weißfärbung erst nach dem 40. Lebensjahr, liegt hingegen meist die sekundäre Form des Syndroms vor. Diese entwickelt sich üblicherweise als Folge einer anderen zugrunde liegenden Erkrankung.

Beim Raynaud-Syndrom geht es bei der Diagnose deshalb auch darum, festzustellen, ob es sich um die primäre oder die sekundäre Form der Erkrankung handelt. Denn während die primäre meist keine Therapie im eigentlichen Sinn erfordert, ist die Behandlung der eigentlich zugrunde liegenden Erkrankung bei der sekundären Form ausschlaggebend.

Über Blutwerte allein kein Nachweis

Im Rahmen der Diagnose eines Raynaud-Syndroms wird der Arzt oder die Ärztin daher verschiedene Tests vornehmen – auch Blutuntersuchungen zählen häufig dazu. Zwar lässt sich das Raynaud-Syndrom selbst nicht mit einem Bluttest nachweisen. Die Ergebnisse können dennoch dabei helfen, bestimmte Krankheiten als Ursache für das Raynaud-Syndrom auszuschließen.

Während beim primären Raynaud-Syndrom die Blutwerte meist unauffällig sind, zeigen sich im Falle eines sekundären Raynaud-Syndroms häufiger Abweichungen, die auf auslösende Erkrankungen hinweisen. Meist sind das Blutwerte, die für ein entzündliches Geschehen im Körper sprechen.

Typische Blutuntersuchungen beim Raynaud-Syndrom

Für die Abklärung eines Raynaud-Syndroms sind dabei vor allem folgende Blutwerte von Interesse:

  • kleines oder gegebenenfalls großes Blutbild, inkl. Hämatokrit und Thrombozyten (Blutplättchen)
  • Entzündungswerte wie BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) oder CRP (C-reaktives Protein)
  • Nierenwerte
  • Leberwerte
  • Plasmaviskosität (Zähflüssigkeit des Blutes)
  • Antikörper, die mit einer Kollagenose (einer Bindegewebserkrankung) zusammenhängen können; Kollagenosen zählen zu den Autoimmunerkrankungen.
  • Eiweiße aus dem Blutserum (sog. Serumeiweiße)

Wichtig zu wissen

Zwischen primärem und sekundärem Raynaud-Syndrom anhand der Blutwerte sicher zu unterscheiden ist sogar für Fachleute nicht immer ohne Weiteres möglich. Selbst bei unauffälligen Blutwerten lassen sich andere Erkrankungen so nicht immer eindeutig ausschließen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Noschinski, D.-R.: "Autoimmunerkrankungen". Thieme, Stuttgart 2021
  • "Raynaud-Syndrom". Online-Informationen von Amboss: www.amboss.com (Stand: 22.12.2021)
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