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Zungenbrennen: Hausmittel und Behandlung durch den Arzt


Hausmittel und Medikamente
Was bei Zungenbrennen helfen kann


16.05.2025 - 14:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Frau trinkt ein Glas Wasser: Zungenbrennen ist oft schwer zu behandeln.Vergrößern des Bildes
Frau trinkt ein Glas Wasser: Zungenbrennen ist oft schwer zu behandeln. (Quelle: elenaleonova/getty-images-bilder)
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Zungenbrennen kann langwierig sein – und ist schwer zu behandeln. Welche Hausmittel und ärztlichen Behandlungen helfen könnten, lesen Sie hier.

Ein Kribbeln, Stechen, Jucken oder Brennen im Mundraum, auf der Zunge oder den Lippen kann äußerst lästig sein. Das gilt vor allem, wenn es über Wochen oder Monate hinweg anhält.

Um Zungenbrennen loszuwerden, setzen viele Betroffene auf Hausmittel wie zum Beispiel das Kauen von Kaugummi. Darüber hinaus gibt es verschiedene ärztliche und psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Doch welche Methoden helfen wirklich?

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Ausführliche Informationen über die möglichen Ursachen von Zungenbrennen lesen Sie hier.

Zungenbrennen: Oft kein Auslöser erkennbar

Wer Zungenbrennen beseitigen möchte, sollte zunächst den Ursachen auf den Grund gehen. Die Bandbreite der möglichen Auslöser und begünstigenden Faktoren ist groß. Sie reicht von Problemen im Mundraum über bestimmte chronische Erkrankungen bis hin zu Vitaminmangel. Daher empfiehlt es sich, bei anhaltendem Zungenbrennen ärztlichen Rat zu suchen. Lässt sich die Ursache für das Zungenbrennen beseitigen, klingt es meist von allein wieder ab.

Nicht selten bleibt der Grund für das Zungenbrennen jedoch unbekannt. Fachleute sprechen dann von einem primären Burning-Mouth-Syndrom – und dieses lässt sich oft nur schwer mit Hausmitteln und anderen Maßnahmen behandeln.

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Hausmittel gegen Zungenbrennen

Mit Hausmitteln werden betroffene Personen ein Zungenbrennen in der Regel nicht los. Jedoch können manche Maßnahmen vorübergehend Linderung verschaffen. Häufig geht Zungenbrennen mit einem sehr trockenen Mund einher. Empfehlenswert ist dann, für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen.

Hausmittel, die bei Zungenbrennen möglicherweise helfen können, sind:

  • Kauen von zuckerfreien Kaugummis
  • Lutschen von Bonbons
  • Lutschen von Eiswürfeln
  • kalte Getränke, zum Beispiel stilles Wasser
  • Mundspülungen, etwa mit Salzwasser oder kühlem Salbeitee
  • Tee aus Lindenblüten, Eibischwurzeln oder Malvenblättern

Manchen Betroffenen helfen Entspannungsmethoden, um Stress abzubauen. Denn psychische Belastung kann Zungenbrennen auslösen – oder auch bestehendes Brennen verstärken.

Wichtiger Hinweis

Die Wirkung dieser Hausmittel bei Zungenbrennen ist nicht durch Studien belegt. Betroffene Personen müssen daher selbst herausfinden, was die Beschwerden am besten lindert.

Nicht empfehlenswert sind Alkohol und Nikotin. Diese Genussmittel reizen den Mundraum und trocknen ihn aus, was das Brennen noch verstärkt. Ungünstig bei Zungenbrennen ist zudem alles, was eine Reizung auslösen kann, etwa:

  • heiße, scharfe und/oder stark gewürzte Speisen
  • säurehaltige Speisen und Getränke, etwa Tomaten, Orangensaft, Softdrinks mit Kohlensäure, Kaffee
  • Minze, Zimt

Viele Zahnpasten enthalten Stoffe, die Zungenbrennen begünstigen können, etwa Minze. Bei Beschwerden kann es helfen, auf besonders milde Produkte zurückzugreifen. Nicht zuletzt ist eine gründliche Mundhygiene empfehlenswert, um entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken.

Medikamente und Therapiemethoden

Gegen Zungenbrennen, für das sich keine äußere Ursache feststellen lässt, gibt es bislang keine Behandlung, deren Wirksamkeit durch Studien eindeutig belegt ist. Entsprechend lange dauert es häufig, bis Betroffene die Beschwerden wieder los sind.

Die Therapie zielt meist darauf ab, das Zungenbrennen zu lindern – zum Beispiel durch Maßnahmen, welche den Mundraum feuchter machen oder einen betäubenden Effekt haben.

Infrage kommen zum Beispiel:

  • örtlich betäubende und/oder schmerzstillende Mittel, etwa Lidocain, oder Mundspülungen mit Capsaicin (ein Mittel, das aus Chilischoten gewonnen wird)
  • der Wirkstoff Alpha-Liponsäure, der normalerweise bei Nervenschäden zum Einsatz kommt
  • Clonazepam, ein krampflösender und beruhigender Wirkstoff zur Behandlung von Epilepsie
  • Gabapentin, ein Mittel zur Behandlung von Epilepsie
  • bestimmte Antidepressiva (Antidepressiva können allerdings auch Mundtrockenheit begünstigen, welche wiederum das Zungenbrennen verstärken kann)

Welches Medikament tatsächlich hilft, ist von Person zu Person unterschiedlich. Die Präparate können mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein. Der Arzt muss daher Nutzen und Risiken sorgfältig gegeneinander abwägen.

Mehr wissen

Der Wirkstoff Clonazepam zählt zur Gruppe der Benzodiazepine und kann bei längerer Einnahme abhängig machen. Bei Zungenbrennen kann es jedoch ausreichen, Clonazepam als Tablette etwa drei Minuten im Mund zu behalten und anschließend auszuspucken.

Auch eine kognitive Verhaltenstherapie könnte bei Zungenbrennen hilfreich sein. Dabei lernt die oder der Betroffene zum Beispiel, besser mit Stress umzugehen und/oder mit dem Zungenbrennen besser zu leben.

Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Amboss: www.amboss.com (Abrufdatum: 16.5.2025), kostenpflichtig
  • "Zungenbrennen". Online-Informationen des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V.: www.hno-aerzte-im-netz.de (Abrufdatum: 16.5.2025)
  • "Mundbrennen". Online-Informationen von MSD Manual: www.msdmanuals.com (Stand: April 2024)
  • "Burning-Mouth-Syndrom (BMS)". Online-Informationen von Deximed: www.deximed.de (Stand: 15.1.2024), kostenpflichtig
  • "Burning mouth syndrome". Online-Informationen der Mayo Clinic: www.mayoclinic.org (Stand: 22.2.2023)
  • Tan, H., et al.: „A systematic review of treatment for patients with burning mouth syndrome”. Cephalalgia, Vol. 42, Iss. 2, pp 128-161 (2022)
  • "Zungen- und Schleimhautbrennen" (PDF). Patienteninformation des Arbeitskreises Psychologie und Psychosomatik in der Zahnheilkunde (AKPP): www.dgzmk.de (Stand: April 2021)
Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.

Quellen anzeigenSymbolbild nach unten

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