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Schlaganfall: Auch Kinder kann es treffen

Von dpa-tmn, dapd
Aktualisiert am 10.07.2018Lesedauer: 3 Min.
Schlaganfall bei Kindern: Starke Kopfschmerzen können ein Warnsignal sein.
Schlaganfall bei Kindern: Starke Kopfschmerzen können ein Warnsignal sein. (Quelle: DAK/Wigger/dpa-bilder)
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Auch Kinder und Jugendliche können einen Schlaganfall bekommen. JĂ€hrlich werden etwa 300 FĂ€lle in Deutschland registriert – das scheint zwar wenig, doch Experten vermuten, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt, weil ein Schlaganfall bei Kindern oft nicht erkannt wird. Umso wichtiger ist es, die Warnsignale zu kennen, sonst kann es zu

Eric traf es mit elf Jahren auf dem Fußballplatz. Der siebenjĂ€hrige Marc erhielt die Diagnose, nachdem die Ärzte drei Tage nach der Ursache seiner heftigen Kopfschmerzen gesucht hatten. Emma und Max erlitten schon im Mutterleib einen Schlaganfall.

Oft haben die Kinder ihr ganzes Leben unter den Folgen zu leiden. "Die frĂŒhzeitige Erkennung von SchlaganfĂ€llen bei Kindern ist von großer Bedeutung, um EinschrĂ€nkungen in der motorischen und geistigen Entwicklung soweit wie möglich zu verhindern", betont Hans-JĂŒrgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und JugendĂ€rzte.

Symptome: Das sind die Warnzeichen fĂŒr einen Schlaganfall

Ein Schlaganfall wird durch Durchblutungsstörungen im Gehirn ausgelöst. Ursache dafĂŒr ist entweder eine Verstopfung der BlutgefĂ€ĂŸe oder eine Hirnblutung. Wenn das Gehirn in Folge dessen nicht ausreichend mit Sauerstoff und NĂ€hrstoffen versorgt wird, fallen wichtige Funktionen schlagartig aus und Zellen sterben ab.

Anzeichen fĂŒr einen Schlaganfall können LĂ€hmungen, SchwĂ€che oder Zuckungen bei einer KörperhĂ€lfte sein. Auch starke Kopfschmerzen, eventuell mit Erbrechen, eine undeutliche Sprache oder Schluckbeschwerden sind Warnsignale. Außerdem sollten Eltern alarmiert sein, wenn Kinder ĂŒber Sehstörungen, wie Doppelbilder oder verschwommene Sicht, klagen oder ihr Gang unsicher wirkt.

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Schlaganfall bei Kindern: Sehstörungen, einseitige LÀhmungen und Zuckungen sind Warnsignale.
Sehstörungen, einseitige LÀhmungen und Zuckungen können bei Kindern auf einen Schlaganfall hindeuten. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Schlaganfall wÀhrend der Geburt

Ein Drittel aller registrierten SchlaganfĂ€lle bei Kindern tritt wĂ€hrend der Geburt auf, ausgelöst durch den Geburtsstress. TĂŒckisch ist, dass solche SchlaganfĂ€lle oft erst spĂ€t diagnostiziert werden, weil die Kinder erst nach mehreren Monaten Symptome entwickeln. Den Eltern fĂ€llt dann zum Beispiel auf, dass das Kind eine Hand nicht beziehungsweise weniger zum Greifen einsetzt oder beim Krabbeln eine Seite weniger benutzt als die andere.

Risikofaktoren: Welche Kinder besonders gefÀhrdet sind

WĂ€hrend bei Erwachsenen vor allem Faktoren, wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen und ĂŒbermĂ€ĂŸiger Alkoholkonsum, das Risiko fĂŒr einen Schlaganfall erhöhen, mĂŒssten bei Kindern mehrere Faktoren zusammenkommen, sagt der Neurologe Matthias Spranger aus Bremen. Dazu gehören genetisch bedingte Blutgerinnungsstörungen, Herzfehler oder Verengungen der GefĂ€ĂŸe (Arteriosklerose). Kinder mit Krebs haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Weitere Risikofaktoren sind:

  • Infektionen: GefĂ€hrdet sind Kinder, die gerade eine Infektion ĂŒberstanden haben. So ereigne sich ein Schlaganfall bei Vorschulkindern hĂ€ufig infolge eines Infekts, vor allem mit Windpocken, erklĂ€rt Kinderarzt Netwich. In LĂ€ndern ohne routinemĂ€ĂŸige Windpockenimpfung ließen sich bis zu einem Drittel aller SchlaganfĂ€lle im Kindesalter auf diese Virusinfektion zurĂŒckfĂŒhren.
  • PubertĂ€t: Auch zu Beginn der PubertĂ€t ist die Gefahr eines Schlaganfalls nach Angaben des "Fördervereins Schlaganfall und Thrombosen im Kindesalter" groß. Das hĂ€ngt mit der Hormonumstellung zusammen, aber auch mit dem Rauchen und der Einnahme der Antibabypille.
  • GefĂ€ĂŸverletzungen: Ein weiterer Risikofaktor sind GefĂ€ĂŸverletzungen, die bei insbesondere bei Jugendlichen beim Sport passieren können. Auch durch ruckartige Halsbewegungen in rasanten FahrgeschĂ€ften auf Volksfesten kann unter UmstĂ€nden die Halsschlagader reißen.
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Folgen: Auswirkungen eines Schlaganfalls bei Kindern

Ein Schlaganfall bei Kindern ist hĂ€ufig zunĂ€chst nicht lebensbedrohlich. Im Unterschied zu Erwachsenen wĂŒrden Kinder nach einem Schlaganfall schneller wieder gesund. Die neurologischen AusfĂ€lle könne das kindliche Gehirn gut ausgleichen, legt eine Langzeitstudie der UniversitĂ€t MĂŒnster, die bundesweite Daten von SchlaganfĂ€llen bei Kindern sammelt. Der Grund: Das kindliche Gehirn ist in gewisser Hinsicht "flexibler". So können die Aufgaben von geschĂ€digten Bereichen des Gehirns von anderen Hirnarealen ĂŒbernommen werden. Dies gilt jedenfalls bei SchlaganfĂ€llen bei jungen Kindern bis zum Jugendalter von etwa 14 Jahren. Im PubertĂ€tsalter nehmen die Möglichkeiten der Kompensation durch andere Hirnregionen dann deutlich ab.

Es gibt allerdings auch Hinweise, dass ein unerkannter Schlaganfall bei Kindern eine bleibende Narbe im Gehirn hinterlĂ€sst, die im weiteren Lebenslauf zu schwerwiegenden Problemen fĂŒhren kann. In der Schule können GedĂ€chtnis-, Aufmerksamkeits- und Lernstörungen auftreten, die wiederum komplexe psychosoziale Probleme verursachen. Das zeigt sich in Verhaltensstörungen, Depressionen, Angst und Aggressionen. "Die Folgen eines Schlaganfalls zeigen sich oft erst viele Jahre spĂ€ter", sagt der Schlaganfallexperte Spranger. Wichtig sei deshalb, betroffene Kinder langfristig zu fördern.

Zudem gilt grundsĂ€tzlich: Bleibt ein Hirninfarkt unerkannt und wird er entsprechend nicht behandelt, besteht ein erhöhtes Risiko von weiteren und folgenreicheren Hirninfarkten, die in der Folge tödlich sein können. Sollten Sie bei Ihrem Kind beschriebene AuffĂ€lligkeiten feststellen, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren. Je schneller die Symptome gedeutet werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit fĂŒr bleibende HirnschĂ€den.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick ĂŒber die hĂ€ufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklĂ€rt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick ĂŒber die von der StĂ€ndigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergĂ€nzend unser Impfkalender.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow
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