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Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Einfache Mittel und Tipps

Was bei Hämorrhoiden zu tun ist  

Diese Hausmittel helfen bei Hämorrhoiden

17.06.2019, 13:40 Uhr | me (CF), t-online.de

Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Einfache Mittel und Tipps . Hämorrhoiden können unangenehme Beschwerden bereiten. Diese Hausmittel helfen. (Quelle: Getty Images/Elenathewise)

Hämorrhoiden können unangenehme Beschwerden bereiten. Diese Hausmittel helfen. (Quelle: Elenathewise/Getty Images)

Hämorrhoiden bereiten zwar nicht immer Schmerzen, können aber unangenehme Beschwerden mit sich bringen. Was kann man dagegen tun? Das sind die besten Tipps und Hausmittel gegen die lästigen Gefäßpolster. 

Was tun bei Hämorrhoiden?

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Zu einem Problem werden sie erst, wenn sie Beschwerden wie Juckreiz und Brennen im Analbereich, Nässen oder Blutungen während des Stuhlgangs verursachen.

Leichte Formen von Hämorrhoidalleiden kann man mit einfachen Mitteln gut selbst behandeln. Dabei braucht man keine Salben aus der Apotheke, sondern kann auch zu einfachen Hausmitteln und Maßnahmen greifen. Wichtig ist jedoch, die Ursache der Erkrankung zu finden. Auslöser sind oftmals eine schlechte VerdauungDurchfallVerstopfung oder zu starkes Pressen. Diese Faktoren können Hämorrhoidalleiden und Blut im Stuhl hervorrufen. 

Welche Creme bei Hämorrhoiden? 

Viele Menschen mit Hämorrhoiden-Beschwerden suchen zunächst Hilfe in der Apotheke. Dort gib es spezielle Hämorrhoiden Cremes zu kaufen. Die Salben sollen, die Entzündungen und kleinen Verletzungen am After beruhigen und heilen. Allerdings sollten die Produkte pH-neutral und frei von Duft- und Konservierungsstoffen sowie Alkohol sein. Aggressive Zusätze reizen den empfindlichen Analbereich unnötig und können die Entzündungen und Symptome wie Jucken am After sogar noch verstärken.

Dass die Produkte aus der Apotheke helfen ist auch nicht immer gesagt, denn: "Es gibt keine Daten, dass Hämorrhoiden-Salben deutliche Vorteile gegenüber anderen Salben haben. Sie können genauso gut Vaseline oder Zinksalbe oder eine andere pflegende Creme nehmen." sagt Professor Thomas Frieling, Direktor der Abteilung Innere Medizin am Helios Klinikum in Krefeld. So können einfache Vaseline oder Zinksalben aus der Hausapotheke ebenso effektiv gegen die Beschwerden vorgehen.

Natürliche Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Ringelblumensalbe und Bananen

Auch die Ringelblumensalbe (Calendula Salbe) hat sich als eine gute Heilsalbe bewährt. Bei Hämorrhoidalleiden kann sie auf die entsprechende Stelle aufgetragen werden, um den Juckreiz zu lindern.

Ein weiteres natürliches Hausmittel gegen Hämorrhoiden sind Bananen. Sie wirken ebenfalls entzündungshemmend und können die Symptome lindern. Dazu wird eine reife Banane zerdrückt und wie eine Salbe auf die Hämorrhoiden aufgetragen. Auch die Schale der Banane kann genutzt werden.

Sitzbäder, Quarkkompressen und Teebeutel bringen Erleichterung

Ein Sitzbad mit Eichenrinden- oder Kamilleextrakt kann ebenfalls eine Linderung der Schmerzen verschaffen. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, da sonst die Haut zu sehr aufweicht. Danach empfiehlt es sich eine kühle Quarkkompresse oder einen erkalteten Schwarztee-Beutel gegen die Entzündung auf den Analbereich zu legen.

Hämorrhoiden-Kissen nehmen den Druck

Hämorrhoiden-Kissen helfen zwar nicht direkt gegen die Erkrankung, doch sie können das  alltägliche Sitzen erleichtern. Oft handelt es sich um aufblasbare Ringe auf deren mittiger Öffnung der schmerzhafte Bereich positioniert wird. Der Druck auf die entzündetet Region wird gelindert und somit ein schmerzfreies Sitzen ermöglicht.

Ernährungsumstellung und regelmäßiger Sport

Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung beugt Verstopfungen, eine der häufigsten Ursachen von Hämorrhoidalleiden, vor und wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit aus. Dazu sollten Sie in Ihrer Ernährung vor allem zu folgenden Lebensmittel greifen:

  • Brot, Nudeln und Reisprodukte aus Vollkorn
  • Frisches Obst, Gemüse sowie Trockenfrüchte: ideal sind fünf kleine Portionen am Tag
  • Müsli, Leinsamen und Kleie
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: mindestens zwei Liter am Tag

Auch Sport und regelmäßige Bewegung helfen, einer Verstopfung vorzubeugen und sorgen für einen weichen Stuhl. 

Richtiges Toilettenverhalten und Analhygiene

Auch beim Stuhlgang gibt es einiges zu beachten. Starkes Pressen und lange Toilettensitzungen sollten Sie vermeiden. Breitbeiniges Sitzen auf der Toilette senkt den Druck auf die Hämorrhoiden und wird häufig als deutlich angenehmer empfunden.

Die richtige Analhygiene unterstützt ebenfalls die Heilung kleiner Entzündungen und Risse im Gewebe. "Lassen Sie auf jeden Fall die Finger von Seifen und feuchtem Toilettenpapier mit Zusätzen. Das trocknet die Haut aus und verstärkt die Hautreaktionen", so Frieling. "Im schlimmsten Fall riskieren Sie ein Analekzem. Das ist nicht nur sehr schmerzhaft, auch die Heilung dauert meist lange."

Unterschied zwischen Hämorrhoiden, Analabszessen und Analekzemen 
Die Symptome für Hämorrhoiden müssen nicht immer auf ein Hämorrhoidalleiden hinweisen. Erkrankungen wie Analabszesse und Analekzeme äußern sind in ähnlichen Beschwerden. Doch worin unterscheiden sich die verschiedenen Erkrankungen am After? Ein Analabszess ist eine akute eitrige Entzündung, die meist operativ behandelt werden muss. Die Anzeichen und Beschwerden ähneln denen von Hämorrhoiden. Dasselbe gilt für ein Analekzem. Hierbei handelt es sich um einen juckenden entzündlichen Hautausschlag am After. Ein Analekzem kann durch Allergien, Bakterien und Keime oder eine Überempfindlichkeit der Haut entstehen. Bei durch Bakterien verursachten Ekzemen reagieren die Hämorrhoiden, indem sie ein aggressives Sekret absondern. Dieses reizt die Haut zusätzlich und kann das Ekzem verschlimmern.

Besser sei es, laut dem Experten, den After nach dem Toilettengang vorsichtig trocken zu tupfen oder einfach etwas Wasser auf das Toilettenpapier zu geben. Auf Reibung sollte man besser verzichten weil auch das zu Reizungen führen kann. "Es sind nicht die Hämorrhoiden selbst, die zu dem Juckreiz und Brennen führen, sondern ihre Verletzungen und Entzündungen", erklärt Frieling. "Eine gute Analhygiene ist deshalb die halbe Miete."

Im Zweifelsfall: Wenn Hausmittel nicht helfen zum Arzt

Professor Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover rät: Suchen Sie besser schon bei den ersten Anzeichen einen Arzt auf. Er warnt: "All diese Hausmittel eignen sich sehr gut zur Behandlung der Symptome, sie beseitigen aber häufig nicht die eigentliche Ursache." 

Sollten die genannten Maßnahmen und Heilmittel die Beschwerden nicht lindern, ist ein Besuch beim Arzt notwendig. Eine operative Entfernung der Hämorrhoiden oder eine Verödung der Gefäße könnte dann die Folge sein. Ihr Arzt kann Sie hierzu individuell beraten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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