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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Muskelfaserriss: Symptome und Behandlung

t-online, cw, fsch

Aktualisiert am 17.02.2019Lesedauer: 3 Min.
Muskelfaserriss: Ein Mann sitzt auf dem Boden und hÀlt sich die schmerzende Wade.
Muskelfaserriss: Besonders oft sind Wade, Oberschenkel oder Schulter betroffen. (Quelle: imago/View Stock)
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Der Muskelfaserriss gehört zu den hĂ€ufigsten Sportverletzungen ĂŒberhaupt. Wir klĂ€ren ĂŒber Ursachen und Symptome auf und verraten, was Sie ĂŒber die Behandlung und Therapie eines Muskelfaserrisses wissen sollten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ursachen: Wie entsteht ein Muskelfaserriss?
  • Symptome eines Muskelfaserrisses
  • Behandlung bei Muskelfaserriss: die PECH-Regel
  • Therapie: Wann ist eine Operation notwendig?
  • Regeneration nach einem Muskelfaserriss: Wann ist Sport wieder erlaubt?

Ursachen: Wie entsteht ein Muskelfaserriss?

Durch zu starke und ruckartige Belastung kann es schnell zu einem Muskelfaserriss kommen. Bei Sportarten wie Fußball oder Tennis, bei denen sich Sprints und schnelle Stopps abwechseln, ist das Risiko daher besonders hoch. Die meisten Muskelfaserrisse betreffen die Wade, den Oberschenkel, den Oberarm oder die Schulter.

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko fĂŒr einen Muskelriss außerdem noch erhöhen können. Generell ist ein bereits geschĂ€digter oder ĂŒberlasteter Muskel sehr viel anfĂ€lliger fĂŒr Muskelverletzungen aller Art. Risikofaktoren sind:

  • mangelhaftes AufwĂ€rmen vor dem Sport
  • Überbelastung der Muskulatur, Belastung nach unzureichender Regeneration
  • schlechte BodenverhĂ€ltnisse
  • falsches Schuhwerk
  • Regen und KĂ€lte
  • nicht richtig ausgeheilte, vorangegangene Verletzungen

Muskelzerrung, Muskelfaserriss oder MuskelbĂŒndelriss?
Der Muskelfaserriss, MuskelbĂŒndelriss und die Muskelzerrung haben hĂ€ufig dieselbe Ursache, aber unterscheiden sich im Ausmaß der MuskelschĂ€digung. Bei einer Muskelzerrung reißen weniger als 5 Prozent der Muskelfasern eines Muskels. Bei einem Muskelfaserriss reißen deutlich mehr Muskelfasern und bei einem MuskelbĂŒndelriss reißt der gesamte MuskelbĂŒndel. Außerdem kommt es meistens zur Einblutung im umliegenden Gewebe. Beim Muskelriss reißt der komplette Muskel, sodass dieser nicht mehr kontrahieren kann.

Symptome eines Muskelfaserrisses

Beim Muskelfaserriss kommt es nach einer schnellen und heftigen Belastung des Muskels zu einem stechenden Schmerz. Eine weitere Belastung der betroffenen Muskulatur ruft starke Schmerzen hervor und ist oft kaum mehr möglich. Es kommt zu Schwellungen, die aber in der Regel nach ein paar Tagen wieder zurĂŒckgehen. Je mehr Muskelfasern reißen, desto schwerer ist die Verletzung und desto ausgeprĂ€gter sind die Symptome.

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Im Gegensatz zu einer Muskelzerrung kommt es beim Muskelriss innerhalb kurzer Zeit zu einem großflĂ€chigen Bluterguss (HĂ€matom) infolge einer Einblutung im Muskelgewebe. In den meisten FĂ€llen ist der Bluterguss nicht von außen erkennbar, aber der Arzt kann ihn im Rahmen der Untersuchung ertasten.

Behandlung bei Muskelfaserriss: die PECH-Regel

Erste Hilfe: Die PECH-Regel ist die AbkĂŒrzung fĂŒr die Reihenfolge folgender Behandlungsschritte:
Pause – Eis – Compression – Hochlagern

Pause Beenden Sie Ihre sportliche AktivitÀt umgehend.
Eis KĂŒhlen Sie den betroffenen Muskel schnellstmöglich. Um Erfrierungen zu vermeiden, legen Sie das Eis nicht direkt auf die Haut. Verwenden Sie besser einen feucht-kalten Umschlag.
Compression Legen Sie einen elastischen Druckverband an. Die Kompression hilft, die Schwellung zu reduzieren. Hilfreich ist es, wenn Sie den Eis-Umschlag in den Verband integrieren, um so langfristig fĂŒr KĂŒhlung zu sorgen.
Hochlagern Anschließend lagern Sie die verletzte Stelle – hĂ€ufig die Wade oder den Oberschenkel – hoch.


Nach der Ersten-Hilfe-Versorgung durch die PECH-Regel sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Mithilfe von Ultraschall oder einer Kernspintomographie die genaue Art der Muskelverletzung erkennen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen der Behandlung ergreifen.

Therapie: Wann ist eine Operation notwendig?

Je nachdem wie schwer die Verletzung des Muskels ist, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Hierbei wird der Bluterguss, der mit einem Muskelfaserriss einhergeht, entfernt und, wenn nötig, die Muskelfasern genÀht. Ein solcher Eingriff kann den Heilungsprozess beschleunigen.

In einigen FĂ€llen ist die Operation sogar unumgĂ€nglich, damit die Verletzung ĂŒberhaupt heilen kann. Dies gilt dann, wenn der Muskel so erheblich beschĂ€digt wurde, dass er nicht von selbst heilen kann und bleibende FunktionsschĂ€den drohen.

Muskelfaserriss: Verzichten Sie danach lÀngere Zeit auf Sport oder Àhnlichen Anstrengungen
Muskelfaserriss: Verzichten Sie danach lÀngere Zeit auf Sport oder Àhnlichen Anstrengungen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Regeneration nach einem Muskelfaserriss: Wann ist Sport wieder erlaubt?

Selbst wenn Sie mit der PECH-Regel die richtigen Sofortmaßnahmen ergreifen, kommen Sie nicht darum herum, lĂ€ngere Zeit auf Sport zu verzichten. Bei einem Muskelfaserriss kann die vollstĂ€ndige Regeneration einige Wochen, manchmal sogar mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wie lange die Pause im Einzelfall dauert, muss der Arzt entscheiden.

Beeinflusst wird der Heilungsprozess bei einem Muskelfaserriss unter anderem von Ihrem Alter und davon, welche Muskelpartie betroffen ist. Belasten Sie den Muskel zu frĂŒh, drohen FolgeschĂ€den. Pausieren Sie nicht lange genug, können beispielsweise eine Verkalkung der Muskulatur oder ein kompletter Muskelabriss entstehen.

Sobald Sie keine akuten Beschwerden mehr im betroffenen Muskel verspĂŒren, können Sie mit vorsichtiger Belastung beginnen. Achten Sie darauf, nicht ĂŒber die Schmerzen hinweg zu trainieren. In dem Fall riskieren Sie ernsthafte Verletzungen. Als Trainingseinstieg eignen sich Sportarten wie Fahrradfahren oder Joggen im gemĂ€ĂŸigten Tempo. Schnelle und ruckartige BewegungsablĂ€ufe, wie beispielsweise beim Fußball, sollten Sie unbedingt vermeiden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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