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Muskelfaserriss: Symptome, Behandlung und Dauer

Häufige Sportverletzung  

Muskelfaserriss: Symptome und Behandlung

28.06.2018, 09:10 Uhr | cw (CF), fsch

Muskelfaserriss: Symptome, Behandlung und Dauer. Muskelfaserriss: Ein Mann sitzt auf dem Boden und hält sich die schmerzende Wade. (Quelle: imago/View Stock)

Muskelfaserriss: Besonders oft sind Wade, Oberschenkel oder Schulter betroffen. (Quelle: imago/View Stock)

Der Muskelfaserriss gehört zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Wir klären über Ursachen und Symptome auf und verraten, was Sie über die Behandlung und Therapie eines Muskelfaserrisses wissen sollten.

Ursachen: Wie entsteht ein Muskelfaserriss?

Durch zu starke und ruckartige Belastung kann es schnell zu einem Muskelfaserriss kommen. Bei Sportarten wie Fußball oder Tennis, bei denen sich Sprints und schnelle Stopps abwechseln, ist das Risiko daher besonders hoch. Die meisten Muskelfaserrisse betreffen die Wade, den Oberschenkel, den Oberarm oder die Schulter.

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko für einen Muskelriss außerdem noch erhöhen können. Generell ist ein bereits geschädigter oder überlasteter Muskel sehr viel anfälliger für Muskelverletzungen aller Art. Risikofaktoren sind:

  • mangelhaftes Aufwärmen vor dem Sport
  • Überbelastung der Muskulatur, Belastung nach unzureichender Regeneration
  • schlechte Bodenverhältnisse
  • falsches Schuhwerk
  • Regen und Kälte
  • nicht richtig ausgeheilte, vorangegangene Verletzungen

Muskelzerrung, Muskelfaserriss oder Muskelbündelriss? 
Der Muskelfaserriss, Muskelbündelriss und die Muskelzerrung haben häufig dieselbe Ursache, aber unterscheiden sich im Ausmaß der Muskelschädigung. Bei einer Muskelzerrung reißen weniger als 5 Prozent der Muskelfasern eines Muskels. Bei einem Muskelfaserriss reißen deutlich mehr Muskelfasern und bei einem Muskelbündelriss reißt der gesamte Muskelbündel. Außerdem kommt es meistens zur Einblutung im umliegenden Gewebe. Beim Muskelriss reißt der komplette Muskel, sodass dieser nicht mehr kontrahieren kann. 

Symptome eines Muskelfaserrisses

Beim Muskelfaserriss kommt es nach einer schnellen und heftigen Belastung des Muskels zu einem stechenden Schmerz. Eine weitere Belastung der betroffenen Muskulatur ruft starke Schmerzen hervor und ist oft kaum mehr möglich. Es kommt zu Schwellungen, die aber in der Regel nach ein paar Tagen wieder zurückgehen. Je mehr Muskelfasern reißen, desto schwerer ist die Verletzung und desto ausgeprägter sind die Symptome. 

Im Gegensatz zu einer Muskelzerrung kommt es beim Muskelriss innerhalb kurzer Zeit zu einem großflächigen Bluterguss (Hämatom) infolge einer Einblutung im Muskelgewebe. In den meisten Fällen ist der Bluterguss nicht von außen erkennbar, aber der Arzt kann ihn im Rahmen der Untersuchung ertasten. 

Behandlung bei Muskelfaserriss: die PECH-Regel

Erste Hilfe: Die PECH-Regel ist die Abkürzung für die Reihenfolge folgender Behandlungsschritte:
Pause – Eis – Compression – Hochlagern

Pause

Beenden Sie Ihre sportliche Aktivität umgehend.

Eis

Kühlen Sie den betroffenen Muskel schnellstmöglich. Um Erfrierungen zu vermeiden, legen Sie das Eis nicht direkt auf die Haut. Verwenden Sie besser einen feucht-kalten Umschlag.

Compression

Legen Sie einen elastischen Druckverband an. Die Kompression hilft, die Schwellung zu reduzieren. Hilfreich ist es, wenn Sie den Eis-Umschlag in den Verband integrieren, um so langfristig für Kühlung zu sorgen.

Hochlagern

Anschließend lagern Sie die verletzte Stelle – häufig die Wade oder den Oberschenkel – hoch.

 
Nach der Ersten-Hilfe-Versorgung durch die PECH-Regel sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Mithilfe von Ultraschall oder einer Kernspintomographie die genaue Art der Muskelverletzung erkennen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen der Behandlung ergreifen.

Therapie: Wann ist eine Operation notwendig?

Je nachdem wie schwer die Verletzung des Muskels ist, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Hierbei wird der Bluterguss, der mit einem Muskelfaserriss einhergeht, entfernt und, wenn nötig, die Muskelfasern genäht. Ein solcher Eingriff kann den Heilungsprozess beschleunigen.

In einigen Fällen ist die Operation sogar unumgänglich, damit die Verletzung überhaupt heilen kann. Dies gilt dann, wenn der Muskel so erheblich beschädigt wurde, dass er nicht von selbst heilen kann und bleibende Funktionsschäden drohen.

Muskelfaserriss: Verzichten Sie danach längere Zeit auf Sport oder ähnlichen Anstrengungen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Muskelfaserriss: Verzichten Sie danach längere Zeit auf Sport oder ähnlichen Anstrengungen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Regeneration nach einem Muskelfaserriss: Wann ist Sport wieder erlaubt?

Selbst wenn Sie mit der PECH-Regel die richtigen Sofortmaßnahmen ergreifen, kommen Sie nicht darum herum, längere Zeit auf Sport zu verzichten. Bei einem Muskelfaserriss kann die vollständige Regeneration einige Wochen, manchmal sogar mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wie lange die Pause im Einzelfall dauert, muss der Arzt entscheiden.

Beeinflusst wird der Heilungsprozess bei einem Muskelfaserriss unter anderem von Ihrem Alter und davon, welche Muskelpartie betroffen ist. Belasten Sie den Muskel zu früh, drohen Folgeschäden. Pausieren Sie nicht lange genug, können beispielsweise eine Verkalkung der Muskulatur oder ein kompletter Muskelabriss entstehen.

Sobald Sie keine akuten Beschwerden mehr im betroffenen Muskel verspüren, können Sie mit vorsichtiger Belastung beginnen. Achten Sie darauf, nicht über die Schmerzen hinweg zu trainieren. In dem Fall riskieren Sie ernsthafte Verletzungen. Als Trainingseinstieg eignen sich Sportarten wie Fahrradfahren oder Joggen im gemäßigten Tempo. Schnelle und ruckartige Bewegungsabläufe, wie beispielsweise beim Fußball, sollten Sie unbedingt vermeiden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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