Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Wechseljahre >

Schlafstörungen in den Wechseljahren – was tun?

Tipps gegen Schlaflosigkeit  

Schlafstörungen in den Wechseljahren – was tun?

22.08.2019, 12:45 Uhr | je, t-online.de

Schlafstörungen in den Wechseljahren –  was tun?. Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sorgen für einen veränderten Schlafrhythmus. Daher kommt es in dieser Phase häufig zu Schlafstörungen.  (Quelle: Getty Images/monkeybusinessimages)

Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sorgen für einen veränderten Schlafrhythmus. Daher kommt es in dieser Phase häufig zu Schlafstörungen. (Quelle: monkeybusinessimages/Getty Images)

Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, leiden sie oft unter Schlafstörungen und klagen über Einschlafprobleme. Schuld sind die Hormone, die den Körper nachts nicht zur Ruhe kommen lassen. Doch es gibt wirksame Mittel, die dagegen helfen.

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, bezeichnen den Übergang zwischen dem fruchtbaren und dem unfruchtbaren Lebensabschnitt einer Frau. Sie sind von verschiedenen Beschwerden geprägt, die durch den Abfall der Sexualhormone Östrogen und Progesteron (körpereigenes Gestagen) hervorgerufen werden. Setzt dann mindestens ein Jahr lang die Blutung aus, ist die Menopause erreicht.

Hitzewallungen können zu Schlafstörungen führen

Etwa jede zweite Frau in den Wechseljahren, so schätzen Experten, ist betroffen von Schlafstörungen. Insbesondere die Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüche, die die Hormonumstellung begleiten, machen einen erholsamen Schlaf in vielen Fällen unmöglich. Die Hitzewallungen lassen die betroffenen Frauen zunächst schwitzen und anschließend frösteln. Es liegt auf der Hand, dass das denkbar schlechte Voraussetzungen sowohl für das Einschlafen als auch für das Durchschlafen sind.

Wenn Schlafstörungen zusammen mit Hitzewallungen auftreten, sind in der Regel die Hormone daran schuld: Zur Eireifung ist Östrogen erforderlich, das durch Steuerungshormone aus dem Gehirn aktiviert wird. Sind im Laufe der Wechseljahre keine Eier mehr vorhanden, benötigt der Körper auch kein Östrogen mehr. Das Hormonzentrum im Gehirn reagiert verzögert auf diese Veränderungen und schüttet zunächst einmal wie gewohnt Steuerungshormone aus, um den Östrogenspiegel hochzutreiben und so die Eiproduktion anzukurbeln. Diese sinnlose Hormonausschüttung kann mehrere Jahre andauern und zu Schlafstörungen führen.

In den Wechseljahren gerät der Schlafrhythmus durcheinander

In den Wechseljahren bringen die Hormone häufig den gesamten Schlafrhythmus der Frau durcheinander. Das ist ein weiterer Grund dafür, warum Frauen im mittleren Alter in der Nacht oft nicht die Erholung finden, die sie sich wünschen und die sie brauchen. Die Folge sind Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und mitunter auch Depressionen am Tag.

Durch die Neigung vieler Frauen zum Grübeln werden die Probleme noch verschärft. Denn psychische Belastungen verstärken Schlafprobleme noch einmal deutlich.

Tipps für erholsamen Schlaf in den Wechseljahren

Frauen in den Wechseljahren sollten vor allem versuchen, sich zu entspannen. Geeignete Methoden, mit denen sich mehr innere Ruhe erreichen lässt, sind Autogenes Training und Yoga. Mit einem Schlaftagebuch lässt sich herausfinden, wann der Schlaf besonders erholsam ist und welche Faktoren für die nächtliche Erholung eine Rolle spielen.

Zwischen der letzten Mahlzeit des Tages und dem Gang ins Bett sollten mindestens drei Stunden vergehen. Wer auf Alkohol und Nikotin verzichtet, schläft besser in der Nacht und vermeidet Schlafstörungen. Außerdem soll ein Glas warme Milch mit einem Löffel Honig am späten Abend Wunder wirken.

Wann zum Arzt mit Durchschlafstörungen?

Wenn die genannten Maßnahmen keine Besserung bringen und der Schlaf weiterhin gestört ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn Schlafmangel ist auf Dauer gefährlich und begünstigt zahlreiche Krankheiten. Möglicherweise kann eine Hormontherapie helfen, das Ungleichgewicht der Hormone auszugleichen. Dadurch können zahlreichen Wechseljahresbeschwerden gelindert werden. Allerdings ist die Therapie nicht  frei von Nebenwirkungen und birgt ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs und Herzinfarkt. Die Vor- und Nachteile der Hormontherapie in den Wechseljahren sollten daher gründlich mit dem Arzt besprochen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal