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Stress: Symptome und körperliche Auswirkungen von Dauerstress

Krank durch Dauerstress  

Stress: Ursachen, Symptome und Auswirkungen

09.04.2021, 12:59 Uhr | th (CF), mw, t-online

Stress: Symptome und körperliche Auswirkungen von Dauerstress. Gestresster Mann: Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit zählen zu den typischen Stresssymptomen. (Quelle: imago images/HalfPoint)

Gestresster Mann: Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit zählen zu den typischen Stresssymptomen. (Quelle: HalfPoint/imago images)

Stress hat jeder mal. Gefährlich wird er erst dann, wenn die Situation zur Dauerbelastung wird  und der Körper die ausgeschütteten Stresshormone nicht wieder abbauen kann. Das Immunsystem wird dann entscheidend geschwächt. Bevor dieser Punkt erreicht ist, reagiert der Körper mit Stresssymptomen.

Mediziner unterscheiden zwischen körperlichen und psychischen stressbedingten Symptomen. Beides sind Warnzeichen, die nicht auf die Schulter genommen werden werden sollten. Sonst drohen ernsthafte Krankheiten.

Wie macht sich Stress bemerkbar?

Stresssymptome spiegeln die Alarmreaktion des Körpers bei einer plötzlich eintretenden belastenden Situationen wieder. Der Körper weist eine gesteigerte körperliche Aktivität aus. Der Organismus führt hierbei eine Anpassungsleistung durch, die in einer kurzzeitigen Belastungsphase der Gesundheit nicht schadet. Ein Stresssymptom wird erst dann gefährlich, wenn dem Körper keine Entwarnung gegeben wird und die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin nicht abgebaut werden kann. Der Körper befindet sich dann in einem chronischen Anspannungs- und Aktivierungszustand, der für die Gesundheit gefährlich werden kann.

Zusammengefasst: Stress ist aus medizinischer Sicht eine körperliche Reaktion, die den Organismus in den "Gefahr"- und "Flucht-Modus" versetzt kurzfristig besonders leistungsfähig machen soll – und ihm zunächst nicht schadet. Andauernder Stress hingegen kann sich negativ auf Körper und Seele des Menschen auswirken.

Stressoren: Was verursacht Stress?

Stress kann unterschiedliche Ursachen haben. Was als psychischer Stress empfunden wird und wie intensiv diese Wahrnehmung ist, ist individuell unterschiedlich. So kann Überforderung auf der Arbeit ein Stressfaktor sein oder Termindruck in der Freizeit. Ist einer Person Pünktlichkeit sehr wichtig, wird Unpünktlichkeit als besondere Stressbelastung empfunden. Stress resultiert aus den äußeren Umständen und der Bewertung dieser durch den Betroffenen.

Eine Stress-Studie der Techniker Krankenkasse von 2016 gibt Aufschluss darüber, was die größten Stressoren für die Deutschen sind. 46 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich durch Schule, Studium und Arbeit gestresst fühlten. Platz zwei belegen die eigenen hohen Ansprüche mit 43  Prozent. Mit 33 Prozent auf Platz drei nannten die Befragten zu viele Verpflichtungen und Aufgaben in der Freizeit. Diese drei Faktoren machen deutlich, welch unterschiedliche Ursachen Stress haben kann: Sowohl externe als auch interne Faktoren können Gründe sein.

Warnsignale des Körpers: Stresssymptome sind vielfältig

Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin werden in der Nebenniere gebildet und bei "Gefahr" ausgeschüttet. Dadurch rufen sie vielfältige Symptome hervor. Die meisten davon sind bei Dauerbelastung äußerst gefährlich und können Krankheiten begünstigen.

Zu den häufigsten körperlichen Symptomen für Stress gehören:

  • Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, Schwindelgefühle, Herzrasen und Atembeschwerden
  • Kopf-, Nacken-, Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall, Verstopfung, Reizdarm und Sodbrennen
  • unkontrollierbare Symptome wie Zuckungen und Muskelkrämpfe
  • Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Erschöpfung
  • Reaktionen der Haut

Anhaltende Belastung: Dauerstress und seine Folgen

Die Ausschüttung der Hormone bei Stress sind dann gefährlich, wenn Sie wie bei Dauerstress zu häufig ausgeschüttet werden und sich der Körper daran gewöhnt. In Folge entwickelt sich ein Stresssymptom nach dem anderen. Doch irgendwann ist das Maß voll. Stresshormone wie Kortisol schwächen die Immunabwehr und Erschöpfung, die sogar in einer Depression enden kann, wird zum Dauerzustand.

Dauerhafter und belastender Stress schaden Körper und Seele und können Krankheiten auslösen. Beispiele für Erkrankungen durch Stress sind:

  • Burnout
  • Depressionen
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
  • Angst und Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit
  • Suchterkrankungen
  • Essstörungen
  • Hoher Blutdruck

Stressbewältigung: Stressoren erkennen und abmildern

Wer seine Stress-Grenzen nicht kennt, lebt gefährlich. Jedes Stresssymptom - von Bluthochdruck bis Kopfschmerzen - sollten Sie daher ernst nehmen und entsprechend handeln. Nur so bleiben Sie auf Dauer gesund.

Da Stress von Person zu Person unterschiedlich empfunden wird, ist auch die Stressbewältigung individuell verschieden. Einigen Menschen kann es helfen, mit vertrauten Personen über den Stress zu reden und sich auszutauschen. Andere ziehen Entspannungstechniken, Bewegung an der frischen Luft oder Musik vor, um den Stressoren entgegenzuwirken.

Eu-Stress: Gibt es "guten" Stress?

Wissenschaftler unterscheiden zwei verschiedene Stressarten: Dis- und Eu-Stress. Dis-Stress bezeichnet den negativen Stress und geht oftmals mit unangenehmen Stressreaktionen und Stresssymptomen einher. Daneben gibt es den positiven oder guten Stress, auch Eu-Stress genannt. Diese Art von Stress geht nicht mit Überforderung einher und wird nicht als beschwerlich empfunden.

Eu-Stress entsteht meist dann, wenn man etwas mit besonders viel Spaß und Begeisterung macht. Hier kann Stress die Leistungsfähigkeit sogar fördern.

Verwendete Quellen:
  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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