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Wie oft am Tag zur Toilette ist noch normal?

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 30.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Harndrang: Wer viel trinkt, muss natürlich auch häufiger auf die Toilette.
Harndrang: Wer viel trinkt, muss natürlich auch häufiger auf die Toilette. (Quelle: Ivan-balvan/getty-images-bilder)
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Der eine rennt auf die Toilette, wenn er Wasser sieht, der andere trinkt Unmengen Kaffee und muss trotzdem nicht. Woran liegt das?

Die Blase meldet sich meist dann, wenn man es nicht gebrauchen kann, etwa auf der Autobahn oder in einem wichtigen Meeting. "Wenn die Blase erst mal drückt, haben Sie keine Möglichkeit mehr, das zu ignorieren", sagt Dr. Wolfgang Bühmann, Urologe und Pressesprecher beim Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU). "Sie will den 'flüssigen Abfall' loswerden und gibt erst dann Ruhe, wenn Sie auf der Toilette waren."


7 Hausmittel gegen Blasenentzündungen

Wasser wird in ein Glas eingeschüttet
Tasse Tee mit Kamillen im Hintergrund
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Harndrang hat viele Auslöser

Häufig ist die Psyche schuld an dem Harndrang. Der Gedanke, dass keine Toilette in der Nähe oder die Situation ungünstig ist, macht viele nervös. Und sie müssen, obwohl sie eigentlich nicht müssen. "Wer erst kürzlich auf der Toilette war, hat nicht zehn Minuten später schon wieder eine gefüllte Blase. Die Flüssigkeit, die getrunken wird, braucht etwa zwei Stunden für den Weg dorthin", erklärt der Urologe.

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Bei vielen wird der Harndrang auch ausgelöst, wenn sie Wasser plätschern hören oder ein Glas Wasser sehen. Dabei handelt es sich laut dem Experten um eine Fehlinterpretation zwischen Ohr, Auge, Gehirn und Blase. "Die Reize, die auf Augen und Ohren treffen, werden mit einer vollen Blase assoziiert", weiß Bühmann. "Gehirn und Blase senden dann das Signal: Bitte leeren. Machen können Sie dagegen nichts. Das ist eine Störung im System. Manche haben diesen Reflex, andere nicht."

Harndrang ist eine ganz individuelle Sache

Auch die Blasensensoren spielen eine wichtige Rolle beim Harndrang. Laut dem Experten fasst die weibliche Blase etwa 400 Milliliter, die männliche hingegen 500 Milliliter Harn. Wer am Tag um die zwei Liter trinkt, muss im Schnitt also vier bis fünf Mal auf die Toilette. Wer mehr trinkt, muss öfter.

Doch häufig schlagen die Sensoren in der Blase schon deutlich früher Alarm. Das kann bereits bei einer Füllmenge von 200 Millilitern der Fall sein. "Je empfindlicher die eigenen Blasensensoren sind, desto schneller muss man wieder rennen", sagt Bühmann. "Das ist eine ganz individuelle Sache."

Wie nervig das sein kann, weiß vor allem das weibliche Geschlecht. "Diese Erscheinung betrifft zu 70 Prozent Frauen. Warum so viel mehr Frauen unter der sogenannten überaktiven Blase leiden, ist allerdings unklar", so der Urologe. Wen das belastet, der sollte einen Arzt aufsuchen. Es gibt Medikamente, die die Empfindlichkeit der Blasensensoren reduzieren und den Harndrang so lindern können.

Den Urin hingegen absichtlich einzuhalten, um die Blase zu "trainieren", bringt laut Meinung des Experten keinen Erfolg. "Harndrang ist ein Reflex, den können Sie nicht beeinflussen." Wer den Harn krampfhaft zurückhalte, riskiere Schmerzen und Übelkeit bis hin zu einem Beckenbodenkrampf.

Wer nicht geht, wenn er muss, belastet die Nieren

Wer die Signale seiner vollen Blase regelmäßig ignoriert, läuft sogar Gefahr, dass der Harn über die Harnleiter in die Nieren zurückgepresst wird. "Kommt das immer wieder vor, können die Nieren mit den Jahren Schaden nehmen. Der ständige Druck greift das Nierengewebe an", warnt Bühmann. "Die Schäden können Sie dann nicht mehr rückgängig machen. Gehen Sie auf die Toilette, wenn die Blase drückt."

Häufiger Harndrang: Meist kein Grund zur Sorge

Sorgen machen muss man sich auch bei häufigem Harndrang in der Regel nicht. Solange keine Warnzeichen wie Blut, Schmerzen oder Fieber die volle Blase begleiten, ist laut dem Urologen alles normal. Aufmerksam sollte man allerdings werden, wenn man bisher nie Probleme mit häufigem Wasserlassen hatte. Kommt ein anhaltendes starkes Durstgefühl hinzu, kann dies ein Hinweis auf einen Diabetes mellitus sein. Dann sollte man die Symptome zeitnah abklären lassen.

Übrigens: "Kaffee wirkt nicht harntreibend", widerlegt Bühmann einen beliebten Mythos. "Das Koffein kommt in der Blase gar nicht erst an, um dort auf die Sensoren einwirken zu können. Sie müssen einzig und allein auf Toilette, weil die Blase die Flüssigkeit loswerden will. Alkohol hingegen wirkt tatsächlich harntreibend, da er das Hormon ADH, das den Wasserhaushalt reguliert, beeinflusst."

Blasenschmerzsyndrom bleibt häufig unerkannt

Leiden Betroffene unter ständigem Harndrang – vor allem nachts – und Unterleibsschmerzen, kann es sich um ein Blasenschmerzsyndrom handeln. Es ähnelt von den Symptomen her einer Blasenentzündung. Antibiotika bleiben jedoch wirkungslos. Denn die interstitielle Cystitis (IC) wird nicht durch Bakterien, sondern durch eine Schädigung der inneren Schutzschicht der Blase ausgelöst, so Experten.

Hören die Beschwerden nicht auf, sollten Patienten in ein Beckenbodenzentrum gehen, das sich mit IC-Patienten auskennt, rät Urologe Thomas Bschleipfer vom Klinikum Weiden. Dort können die Ärzte mittels einer Blasenspiegelung feststellen, ob eine IC hinter den Schmerzen steckt.

Zur Behandlung kommen verschiedene Optionen infrage: Bei der Blasenspiegelung können Schleimhauteinrisse und winzige Geschwüre abgetragen werden, sofern diese vorhanden sind. In einem frühen Stadium hilft manchen Patienten ein Medikament, das eine neue Schutzschicht in der Blase aufbauen soll. Auch Antidepressiva kommen zum Einsatz. Letzter Ausweg ist eine Operation.

Manchen Patienten helfe es auch, bestimmte Nahrungsmittel wegzulassen, die entweder viel Histamin enthalten oder im Körper freisetzen wie Erdbeeren, Ananas, Tomaten, Sauerkraut, Parmesan oder Rotwein. Jeder müsse selbst ausprobieren, ob er auf Lebensmittel reagiert oder nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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