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Darmpilz: Ist er gefährlich oder nicht?

Darmpilz: Wie gefährlich ist er?

28.06.2013, 16:37 Uhr | tw (CF)

Darmpilz: Ist er gefährlich oder nicht?. Darmpilz: Eine ausgewogene, gesunde Ernährung kann vorbeugen (Quelle: imago images/CTK/CandyBox)

Darmpilz: Eine ausgewogene, gesunde Ernährung kann vorbeugen (Quelle: CTK/CandyBox/imago images)

Beschwerden bei der Verdauung und Bauchschmerzen sind weit verbreitet, einige Lebensmittel führen sogar verstärkt dazu. Ein Darmpilz kann aber auch die Ursache sein. Was viele nicht wissen: Pilze befinden sich bei fast jedem Menschen im Verdauungstrakt. Je nach Gesundheitszustand der Person, kann ein Darmpilz sehr gefährlich werden und sogar andere Organe befallen. Mit einer gesunden Ernährung können Sie aber vorbeugen.

Darmpilze sind keine Seltenheit

Ein Pilzbefall im Darmtrakt des Menschen ist nichts Ungewöhnliches. "Pilze im Darm sind sehr häufig. Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung sind vorübergehend mit Pilzen besiedelt", erklärt Dr. Christoph Spinner vom Darmzentrum am Klinikum rechts der Isar in München in einer Gesundheitssendung der ARD. Der Pilz soll für mehrere Krankheiten verantwortlich sein. Verschiedene Mediziner und Naturheilkundler betrachten ihn nämlich als Ursache für Symptome wie Blähungen, Alkohol- oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Herzbeschwerden oder auch Migräne.

Die Schulmedizin hingegen kann den Zusammenhang von Darmpilzen und den genannten Symptomen nicht bestätigen. Gesunde Menschen haben trotz Befall normalerweise keine Beschwerden. "Ein normales Immunsystem kann diese Pilze ohne Mühe in Schach halten. Das heißt: Es kommt nicht zu einer Erkrankung oder Infektion", so Spinner weiter.

Schwaches Immunsystem als Risiko

Anders sieht es mit einem Pilzbefall bei kranken Menschen aus, etwa bei Personen mit einem schwachen Immunsystem. Krebs- und HIV-Patienten gehören zum Beispiel zur Risikogruppe. Auch auf der Intensivstation müssen Ärzte Vorsicht walten lassen, da die Patienten hier ebenfalls besonders anfällig sind.

Ein schwaches Immunsystem ermöglicht es den Pilzen nämlich, sich übermäßig zu vermehren und sich auf andere Organe auszubreiten. Und in dem Fall ist eine Behandlung des Darmpilzes notwendig. "Sonst kann es zu schweren Entzündungen an Mundhöhle, Speiseröhre, Enddarm und auch im Scheidenbereich kommen, schlimmstenfalls sogar zu einer Pilzsepsis, einer Pilzvergiftung des Blutes, die auch die inneren Organe angreift und sogar zu Organversagen führen kann" warnt Richard Raedsch, Internist am St. Josefs-Hospital Wiesbaden, in der "Augsburger Allgemeinen". 

Gesunde Ernährung ist wichtig

Damit sich der Darmpilz nicht vermehrt und ausbreitet, können Sie sich selbst mit einer gesunden Ernährung helfen. Das bedeutet, dass auf den Speiseplan idealerweise Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und wenig Zucker oder Fett gehören. Denn so versorgen Sie die "guten Keime" des Verdauungstraktes.

Es gibt nämlich mehr als 400 unterschiedliche Keime im Darm, die für die Instandhaltung einer gesunden Darmflora sorgen. "Und die müssen gepflegt werden. Die brauchen Nahrung genau wie der Körper", weist Olaf Adam, Ernährungsexperte der Universität München in der Dokumentation der ARD hin. Fett in Maßen, Eiweiß und Kohlenhydrate sind für die Keime besonders wichtig.

Um Ihren Darm und die "guten Keime" zu pflegen, empfehlen sich besonders lösliche Ballaststoffe. Sie sind vor allem in Gemüse oder in Äpfeln vorzufinden. Auch Probiotika mit ihren Mikroorganismen erfüllen den Zweck einer angemessenen Darmpflege. Allerdings sollten Sie hier eher zu Tabletten oder Kapseln greifen. Bei probiotischen Milchprodukten ist nämlich nicht erwiesen, ob sie tatsächlich für eine gesunde Darmflora förderlich sind.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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