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Alkoholsucht nimmt zu: In Deutschland gibt es immer mehr Alkoholiker

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Beunruhigende Zahlen  

In Deutschland gibt es immer mehr Alkoholiker

10.01.2014, 16:21 Uhr | Basil Wegener, dpa

Alkoholsucht nimmt zu: In Deutschland gibt es immer mehr Alkoholiker. Alkohol: Jeder zehnte Deutsche trinkt zu viel Alkohol. 1,8 Millionen sind bereits anhängig.

Jeder zehnte Deutsche trinkt zu viel Alkohol. 1,8 Millionen sind bereits anhängig.

Die Sucht hat immer mehr Deutsche im Griff. Missbrauch von Alkohol und Tabak und daraus folgende Probleme sind so weit verbreitet, dass Experten dringend bessere Vorbeugung anmahnen. Die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland ist innerhalb weniger Jahre deutlich gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Instituts für Therapieforschung in München hervor.

Angesichts von Kernzahlen des "Epidemiologischen Suchtsurvey" mit Daten aus dem Jahr 2012 schlägt der Drogenexperte der Grünen, Harald Terpe, Alarm: Seit 2006 sei die Zahl der Alkoholabhängigen um 36 Prozent gestiegen. Damals seien es noch 1,3 Millionen gewesen, jetzt gelten rund 1,8 Millionen Deutsche als alkoholabhängig. Immer mehr junge Erwachsene unter 25 betroffen.

Bei weiteren 1,6 Millionen liegt Alkoholmissbrauch vor, sie haben beispielsweise Eheprobleme wegen des Trinkens, gelten aber nach den offiziellen Kriterien nicht als abhängig. Insgesamt 7,4 Millionen Bundesbürger trinken mehr als die von Experten empfohlene Höchstmenge - das ist fast jeder zehnte.

Die größte Sucht wird am wenigsten behandelt

Der Suchtsurvey beruht auf Daten von 9084 Personen zwischen 18 und 64 Jahren. Insgesamt rund 5,6 Millionen sind laut der Studie tabakabhängig. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Tabak von allen Suchtstoffen am weitesten verbreitet ist, aber in der Suchthilfe kaum behandelt wird.

Medikamente ziehen Senioren in den Sog der Sucht

319.000 Erwachsene sind laut dem Survey abhängig von illegalen Drogen. Gravierender ist jedoch das Suchtpotenzial von Medikamenten, denn mindestens 2,3 Millionen Menschen sind von Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln abhängig. Vor allem ältere Menschen liefen verstärkt Gefahr, wegen der Verordnung mehrerer Medikamente parallel und wegen der langen Einnahmedauer Schäden davonzutragen.

Experten fordern: Suchtprävention muss besser funktionieren

Die Autoren der Studie schreiben, dass es angesichts der weiten Verbreitung psychischer Störungen durch Alkohol und Tabak wirkungsvolle Vorbeugemaßnahmen dringend geboten seien. Auch Medikamentenmissbrauch sollte stärker beachtet werden.

"Hinter diesen Zahlen verbergen sich zahlreiche Familientragödien, denn mit den Abhängigen leiden auch ihre Familien und insbesondere die Kinder", sagte Terpe. Häufig warteten Abhängige monatelang auf die Genehmigung einer Therapie. "Auch zwischen Entgiftung und Therapie entstehen oft wochenlange Wartezeiten."

Eindämmen der Alkoholsucht ist ein Regierungsziel

Das Bundesgesundheitsministerium betonte, dass zugleich der durchschnittliche Alkoholverbrauch zurückgegangen sei. Die Reduzierung von Alkoholmissbrauch sei ein vordringliches Ziel der Regierung. Das Gesundheitsressort habe im vergangenen Jahr mit 1,3 Millionen Euro entsprechende Projekte gefördert.

Welche Mengen Alkohol zu viel sind

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nennt Richtwerte für Alkoholkonsum: Männer sollten höchstens zwei kleine 0,3-Liter-Gläser Bier, Wein oder Sekt pro Tag trinken. Für Frauen ist schon nach der halben Menge pro Tag das Maß voll. Außerdem sollte man an nicht mehr als fünf von sieben Tagen Alkohol trinken, weil sich schon unmerklich eine Sucht entwickeln kann. Sind Sie gefährdet? Machen Sie den Alkoholsucht-Test für Männer und für Frauen.

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