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Blasenentzündung: Kondome sind oft an einer entzündeten Blase schuld

Blasenentzündung  

Kondome sind oft an einer entzündeten Blase schuld

18.04.2016, 09:26 Uhr | akl

Blasenentzündung: Kondome sind oft an einer entzündeten Blase schuld. Blick auf eine Toilette: Ist die Blasenentzündung doch wiedergekommen, müssen Frauen nicht immer zu Antibiotika greifen. (Quelle: Getty Images/yipengge)

Blick auf eine Toilette: Ist die Blasenentzündung doch wiedergekommen, müssen Frauen nicht immer zu Antibiotika greifen. (Quelle: yipengge/Getty Images)

Viele Frauen leiden immer wieder unter schmerzhaften Harnwegsinfektionen. Die Ursachen sind vielfältig und manchmal ist ein Auslöser schuld an den Beschwerden, an den man zuerst nicht denkt. So kann es beispielsweise vorkommen, dass Kondome das Risiko für wiederkehrende Infekte erhöhen. Wie Frauen am besten vorbeugen und wann sie um Antibiotika nicht herum kommen.

Nur wer ausreichend trinkt, sorgt dafür, dass Bakterien und Keime aus den Harnwegen gespült werden und sich dort nicht festsetzen. Zwei Liter Flüssigkeit sollten es am Tag sein. Am besten sind Wasser und ungesüßte Tees geeignet. Experten raten, so viel zu trinken, bis der Urin klar oder zumindest hellgelb gefärbt ist. Eine dunkle Färbung hingegen weist darauf hin, dass zu wenig getrunken wurde.

Kondome können Infektionsrisiko erhöhen

Wichtig ist auch, dass auf der Toilette immer von vorne nach hinten abgeputzt wird, damit Darmkeime keine Chance haben, sich in der empfindlichen Intimregion auszubreiten. Auch nach dem Sex ist es zu empfehlen, die Toilette aufzusuchen. Denn so werden Bakterien ausgeschwemmt, die beim Liebesakt in die Harnröhre gelangt sind.

Bei Frauen, die häufig unter der brennenden Infektion leiden, könnten auch beschichtete Kondome oder Spermien abtötende Substanzen zur Empfängnisverhütung das Infektionsrisiko erhöhen, erklärt Dr. Winfried Vahlensieck von der Kurpark-Klinik Bad Nauheim gegenüber der Ärzte-Zeitung. Durch die eingesetzten Wirkstoffe kann es passieren, dass die natürliche Schutzbarriere, die Keime abwehrt, geschwächt wird. Dann haben die Erreger leichtes Spiel. Wer den Verdacht hegt, dass Verhütungsmittel mit den Infektionen in Zusammenhang stehen, sollte mit seinem Frauenarzt sprechen und sich über mögliche Alternativen beraten lassen.

Bei Fieber und starken Schmerzen schnell zu Arzt

Ist die Blasenentzündung doch wiedergekommen, müssen Frauen nicht immer zu Antibiotika greifen. Milde Krankheitsverläufe lassen sich oft auch ohne Chemie behandeln. Blasentees, viel Wärme und Tipps vom Arzt verschaffen meist Linderung. Vorsicht geboten ist allerdings, wenn Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen, Blut im Urin oder Übelkeit und Erbrechen auftreten. Dies kann darauf hindeuten, dass sich die Entzündung auf das Nierenbecken ausgebreitet hat.

Daher gilt: Nehmen die Beschwerden zu, sollten Frauen schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Die Einnahme von Antibiotika ist dann unumgänglich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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