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Amöbeninfektion vorbeugen: Hygienetipps, Symptome, Behandlung

Hauptinfektionsquelle Trinkwasser  

Diese Hygienetipps schützen vor einer Amöbeninfektion

28.09.2020, 12:13 Uhr | tl, mwe, t-online

Amöbeninfektion vorbeugen: Hygienetipps, Symptome, Behandlung. Wasser trinken: In einigen Urlaubsländern sollten Sie kein Wasser aus der Leitung trinken. (Symbolbild) (Quelle: Getty Images/SolStock)

Wasser trinken: In einigen Urlaubsländern sollten Sie kein Wasser aus der Leitung trinken. (Symbolbild) (Quelle: SolStock/Getty Images)

Die Amöbeninfektion ist eine typische Reisekrankheit. Doch nicht nur in Gegenden mit schlechten Hygienebedingungen wurden Infektionsfälle bekannt. Wie Sie sich vor einer Erkrankung schützen können.

Die sogenannte Amöbenruhr ist eine tropische Darmerkrankung, die durch verunreinigtes Trinkwasser oder Speisen übertragen wird. Wie Sie sich vor einer Infektion schützen können, lesen Sie hier.

Was ist eine Amöbeninfektion?

Bei der Amöbeninfektion handelt es sich um eine Durchfallerkrankung. Sie wird auch Amöbenruhr genannt und durch den Erreger Entamoeba histolytica hervorgerufen. Die Infektion tritt vor allem in Gegenden mit tropisch-feuchtem Klima auf, in denen die Abwassersysteme nicht ausreichend ausgebaut sind, sodass Fäkalien ins Trinkwasser gelangen – und mit ihnen der Erreger.

Wie werden Amöben übertragen?

Der Erreger Entamoeba histolytica wird über verunreinigtes Trinkwasser oder verschmutzte Nahrung aufgenommen. Aber auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit infizierten Personen ist eine Ansteckung möglich, etwa durch oral-analen Kontakt.

Es handelt sich daher um eine sexuell übertragbare Krankheit (STD), für die es derzeit keine Impfung gibt. Zwar tritt der Erreger vor allem in Entwicklungsländern in Erscheinung, doch ist er weltweit verbreitet.

Was sind Symptome einer Amöbenruhr?

In den meisten Fällen treten erste Symptome zwischen ein und vier Wochen nach Aufnahme des Erregers auf. Leitsymptom ist Durchfall. In schweren Fällen sind diese Durchfälle von krampfartigen Bauchschmerzen begleitet. Auch Schleim- und Blutbeimengungen können auftreten.

Weitere Symptome bei schweren Amöbeninfektionen sind:

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit

Wie kann ich einer Amöbeninfektion vorbeugen?

Auf Reisen sollten Sie unbedingt auf die Hygiene achten – vor allem in gefährdeten Ländern wie Brasilien, Indien, Kenia oder in feuchten Gegenden Südostasiens. Nehmen Sie kein Wasser aus dem Hahn oder aus offenen Gefäßen in den Mund und trinken Sie es nicht. Auch auf Eiswürfel in Getränken sollten Sie verzichten.

Zum Zähneputzen sollten Sie das Wasser zunächst abkochen und filtrieren, um potenzielle Amöben abzutöten. Trinken Sie in Risikogebieten am besten nur Wasser aus industriell abgefüllten Flaschen.

Weitere Tipps zur Vorbeugung

Die Amöbeninfektion kann zudem durch den Verzehr von mit Fäkalien gedüngten Pflanzen übertragen werden. Reisende, die einer Infektion vorbeugen möchten, sollten daher auf Salat und Rohkost verzichten. Das bloße Waschen des Gemüses genügt nicht, um es von Amöben zu befreien. Daher sollten Sie Speisen auch stets gut durch kochen.

Frisches Obst, das Sie schälen, können Sie hingegen bedenkenlos verzehren. Verzichten sollten Sie sicherheitshalber auf unzureichend gegartes Fleisch und Geflügel. Waschen Sie sich vor und nach jeder Mahlzeit am besten prophylaktisch die Hände. Zusätzlich können Sie Ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel einreiben.

Verwendete Quellen:
  • Tropeninstitut
  • Eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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