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Haben Sie einen Burn-out?

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 28.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein junger, gestresster Mann sitzt Zuhause an seinem Notebook.
Was als vermeintlicher Fleiß bei der Arbeit beginnt, kann spĂ€ter zu einem Burn-out fĂŒhren. (Quelle: imago, Westend61)
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Der Wecker ist der grĂ¶ĂŸte Feind, Arbeit ist eine Strafe und soziale Kontakte eine Qual. Ist das nur ein Stimmungstief oder sollten Sie schnell handeln, um ein Burn-out zu vermeiden? So erkennen Sie, ob Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Die Grenze zwischen Erschöpfung und Burn-out ist fließend. Beides tritt meist nach einer Phase auf, in der Sie sehr motiviert waren und dementsprechend Energie aufgebracht haben. Doch falsche Gewohnheiten können dramatische Folgen wie Burn-out nach sich ziehen. Schnelles Handeln ist nun zwingend erforderlich. Denn die Entstehung der psychischen Erkrankung ist ein schleichender Prozess, der sich mit der Zeit so stark manifestiert, dass er nur noch schwer zu behandeln ist.

Wir haben fĂŒr Sie die wichtigsten Anzeichen wissenschaftlicher Studien zusammengefasst, damit Sie sich einen ersten Überblick verschaffen können. Wenn Sie mindestens vier der folgenden sechs Punkte mit „ja“ beantworten können, sind Sie möglicherweise stark gefĂ€hrdet oder bereits an Burn-out erkrankt. In diesem Fall sollten Sie sich dringend helfen lassen.

a) Ich bin erschöpft!

Trotz ausreichend Schlaf und Ruhe fĂŒhlen Sie sich erschöpft und ausgebrannt. Zwar können diese Symptome auch bei Vitaminmangel, falscher ErnĂ€hrung, geringer Bewegung und zu wenig Tageslicht auftreten, hĂ€ufig ist es ein deutliches Signal einer Unter- oder Überforderung.

b) Ich bin lieber alleine!

Treffen mit Freunden und der Familie sind eine Qual und werden wiederholt von Ihnen abgesagt oder verschoben. Auch Telefonate und andere Kommunikationsarten vermeiden Sie so gut es geht. Stattdessen sind Sie lieber alleine Zuhause. Stecken Sie inmitten einer Phase der Selbstfindung, so gehört das ZurĂŒckziehen dazu. Allerdings kann es auch ein deutliches Verhalten von Burn-out-Erkrankten und Depressiven sein.

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c) Was hat das alles fĂŒr einen Sinn?

Der Sinn von gewohnten TĂ€tigkeiten ist Ihnen ebenso fern wie die Lust, aktiv zu sein. Selbst einst geliebte Hobbys vernachlĂ€ssigen Sie. Auch wenn sich Interessen Ă€ndern, sind allgemeine Lustlosigkeit und Sinnfragen nicht zu verachten. GesprĂ€che mit engen Freunden ĂŒber den Sinn gewohnter TĂ€tigkeiten und Ihren Lustverlust helfen zu erkennen, ob hinter Ihrem Verhalten ein ernstzunehmendes Symptom steckt.

„Wichtig ist, dass mein GegenĂŒber mich gut reflektieren kann, mir nicht automatisch „nach dem Mund“ redet, mich ggf. auch in Frage stellt und ich mich von ihm oder ihr in Frage stellen lasse“, erklĂ€rt Frank Berndt, Experte von Burnout Fachberatung, im Interview mit t-online.de.

d) Ich kann mich nicht konzentrieren und vergesse viel

Ist das Gehirn ĂŒber- oder unterfordert, dann sinkt die Konzentration. Informationen werden vergessen und Fehler hĂ€ufen sich. Halten die Symptome trotz ruhiger und ablenkungsfreier Umgebung an, sollten Sie handeln. Ein ruhigeres Arbeits- und Lebensumfeld, die Reduzierung von Stressfaktoren sowie das Einhalten von Pausen wĂ€hrend der Arbeit können hier bereits helfen.

e) Ich brauche viel Energie und Zeit fĂŒr kleine Dinge

AlltĂ€gliches und kleine Aufgaben erledigen Sie nur mit MĂŒhe und viel Kraftaufwand. Selbst nach kleinen TĂ€tigkeiten wie dem Einkaufen, dem WohnungaufrĂ€umen oder sogar nach dem Abwasch brauchen Sie eine Ruhepause und fĂŒhlen sich ausgebrannt und kraftlos. Neben einer Virusinfektion, durch die der Körper deutlich geschwĂ€cht wird, sind das deutliche Anzeichen fĂŒr ein Burn-out.

f) Trotz Urlaub und Auszeiten bin ich mĂŒde und kraftlos

Der Urlaub oder lĂ€ngere Ruhephasen bringen keine neue Energie oder Kraft zum Meistern Ihres Alltags? Neben einer Erkrankung der Organe kann eine ĂŒber mehrere Monate anhaltende Erschöpfung ein Burn-out-Symptom sein. Ein Rundum-Check beim Arzt schafft hier Gewissheit.

Holen Sie sich Hilfe!

Wenn Sie sich emotional erschöpft fĂŒhlen, weder eine persönliche ErfĂŒllung noch Leistungszufriedenheit erfahren und eine desinteressierte oder zynische Haltung gegenĂŒber Freunden, Kollegen und Mitmenschen haben, liegt eine Erkrankung an Burn-out nahe. Zwar ersetzt der Selbstcheck keine fachliche Diagnose, dennoch sollten Sie sich in diesem Fall zwingend helfen lassen.

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Sprechen Sie am besten zuerst mit engen Freunden ĂŒber Ihre Situation. „Sollte das GesprĂ€ch im Freundes- oder Bekanntenkreis nicht fruchten oder sich mein Zustand gar verschlimmern, ist professionelle Hilfe angesagt“, rĂ€t Berndt. Die Behandlungsart ist dabei individuell verschieden und kann „von einem fachlich fundierten Coaching ĂŒber die ambulante Psychotherapie bis hin zum Klinikaufenthalt“ gehen, erklĂ€rt Berndt. Welche Methode fĂŒr Sie geeignet ist, mĂŒssen Sie selbst herausfinden. Laut Burn-out-Experte sollten Sie sich hierfĂŒr selbst fragen, ob Ihnen die Methode wirklich hilft, Sie weiterbringt und die entsprechenden Werkzeuge zur Verbesserung Ihrer Situation reicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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