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Studie: Durchbruch bei Behandlung von Erdnussallergien

Heilung der gefährlichen Allergie  

Durchbruch bei Behandlung von Erdnussallergien

24.08.2017, 20:40 Uhr | csg/cp, AFP

Studie: Durchbruch bei Behandlung von Erdnussallergien. Durchbruch bei Behandlung von Erdnussallergien (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ChesiireCat)

Erdnüsse gelten als einer der größten Risikofaktoren für allergische Schocks – im schlimmsten Fall können diese tödlich enden. (Quelle: ChesiireCat/Thinkstock by Getty-Images)

Australische Wissenschaftler haben einen Durchbruch bei der Behandlung von Erdnussallergien verkündet. 70 Prozent der Kinder, die im Rahmen der Studie behandelt wurden, vertrugen bis heute Erdnüsse.

Die Studie sie "der stärkste Beweis dafür, dass Erdnussallergien heilbar sein könnte", erklärte Wissenschaftlerin Mimi Tang.

Behandlung mit probiotischen Bakterien

Gemeinsam mit ihren Kollegen am Murdoch Childrens Research Institute in Melbourne verabreichte sie Kindern mit Erdnussallergie probiotische Bakterien und ein kleine Dosis Erdnussprotein. Seit dem Ende der Behandlung 2013 vertragen bis heute 70 Prozent der Kinder weiterhin Erdnüsse.

Die Ergebnisse legten nahe, dass die Behandlung auch langfristig noch Wirkung zeige, erklärte Tang. 56 Kinder nahmen an der Studie, die am Mittwoch im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurde. Die Hälfte der Kinder erhielt ein Placebo, die andere Hälfte die Behandlung, die das Immunsystem dazu bringt, Erdnussallergie zu tolerieren.

Ergebnisse können die Heilung anderer Allergien unterstützen

"Die Bedeutung unseres Ergebnisses liegt darin, dass diese Kinder Erdnüsse essen konnten wie Kinder, die keine Erdnussallergie haben und ihre Toleranz immer noch aufrecht erhalten", erklärte Tang. Ihrer Auffassung nach könnte das Resultat der Studie auch für die Behandlung von anderen Allergien von Bedeutung sein: "Das ist ein großer Schritt, um dem Problem mit Lebensmittelallergien in westlichen Gesellschaften zu begegnen."

Erdnussallergien gelten als besonders gefährlich

Erdnüsse gelten als einer der größten Risikofaktoren für allergische Schocks – im schlimmsten Fall können diese tödlich enden. Jedes 20. Kind leidet an einer Lebensmittelallergie. Auch zwei von 100 Erwachsenen sind von Allergien gegen Meeresfrüchte, Kuhmilch, Eier oder Erdnüsse betroffen.
Die australischen Wissenschaftler wollen ihre Untersuchungen nun fortsetzen. Dafür wollen sie als nächstes die Zahl der Studienteilnehmer vergrößern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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