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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Analkrebs: Diese Personen gehören zu den Risikogruppen

Von t-online, lk

Aktualisiert am 19.04.2020Lesedauer: 3 Min.
Computer Illustration des Anus
Analkrebs: Die bösartige Geschwulst tritt im Anus auf. Wird die Erkrankung frĂŒh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. (Quelle: Science Photo Library/imago-images-bilder)
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Krebs kann an allen Stellen des Körpers auftreten – auch im After. Dabei bildet sich ein bösartiges GeschwĂŒr im Analkanal. Wie die Krankheit entsteht, welche Risikofaktoren es gibt und wie sie behandelt wird, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Symptome von Analkrebs
  • Was sind die Risikofaktoren fĂŒr Analkrebs?
  • Wie wird Analkrebs diagnostiziert?
  • Welche Formen von Analkrebs gibt es?
  • Wie wird Analkrebs behandelt?
  • Welche Heilungschancen bestehen bei Analkrebs?
  • Kann man Analkrebs vorbeugen?

Ein Analkarzinom tritt im unteren Ende des Darms, dem Analkanal, und am Analrand auf. Der Analrand verlĂ€uft vom After ausgehend bis fĂŒnf Zentimeter nach außen. Im Vergleich zu Darmkrebs ist diese Krebsart sehr selten. Wer jedoch bereits andere Krankheiten am Analbereich hatte, trĂ€gt ein höheres Risiko und sollte mögliche Symptome kennen.

Symptome von Analkrebs

Die Deutsche Krebsgesellschaft nennt folgende Symptome, die auf ein Analkarzinom hindeuten können:

  • Blut auf dem Stuhl
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Juckreiz im Analbereich
  • FremdkörpergefĂŒhl
  • StuhlunregelmĂ€ĂŸigkeiten
  • Verstopfung
  • Probleme, den Stuhlgang zu kontrollieren
  • VergrĂ¶ĂŸerte Leistenlymphknoten
  • AuffĂ€llig geformter Stuhl, etwa bleistiftdĂŒnner Stuhl oder Einkerbungen im Stuhl
  • Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust
  • Nachtschweiß

Was sind die Risikofaktoren fĂŒr Analkrebs?

Als Auslöser fĂŒr Analkrebs gelten vor allem bestimmte Typen der Humanen Papillomviren. Eine Übertragung der Viren geschieht in erster Linie ĂŒber Sexualkontakte. Vor allem ungeschĂŒtzter Analverkehr gilt als Risikofaktor.

Menschen, bei denen mit Medikamenten das Immunsystem unterdrĂŒckt wird, wie das bei Personen mit einem Spenderorgan der Fall ist, haben eine geschwĂ€chte Abwehr. Auch Personen, die an Aids erkrankt sind, haben ein schwĂ€cheres Immunsystem. Damit ist ihr Erkrankungsrisiko erhöht. Das gilt auch fĂŒr Analkrebs.

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Rauchen erhöht ebenfalls das Risiko, an Analkrebs zu erkranken. Zudem gibt es den Experten der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge chronisch verlaufende Erkrankungen im Anus, wie HĂ€morrhoiden, Fisteln, Fissuren oder Herpes, die parallel mit einem Analkarzinom auftreten können. Patienten mit Infektionen im Analbereich mĂŒssen daher sorgfĂ€ltig Ă€rztlich beobachtet werden.

Wie wird Analkrebs diagnostiziert?

Bei einem Verdacht oder im Rahmen einer FrĂŒherkennungsuntersuchung wird ein Proktologe zunĂ€chst eine Tastuntersuchung vornehmen. Der Proktologe ist ein Facharzt fĂŒr alle Krankheiten im Mastdarm und Analkanal. Dieser prĂŒft auch, ob der Schließmuskel richtig funktioniert, weil das ein Hinweis auf Krankheiten sein kann.

Mittels Enddarmspiegelung (Proktoskopie) kann der Arzt eine gesicherte Diagnose treffen. Bei der Spiegelung wird zudem eine Gewebeprobe aus dem Analkanal genommen und im Labor auf bösartige VerĂ€nderungen hin ĂŒberprĂŒft. Meist wird zusĂ€tzlich eine Ultraschalluntersuchung durchgefĂŒhrt, außerdem tastet der Arzt die Lymphknoten an den Leisten ab.

Lautet die Diagnose tatsĂ€chlich Analkrebs, muss mit einer kompletten Darmspiegelung (Koloskopie) untersucht werden, ob gegebenenfalls auch Tumoren, Krebsvorstufen oder EntzĂŒndungen im Dickdarm, wie beispielsweise Morbus Crohn, vorliegen. Weitere Untersuchungen von Bauchraum und Brustkorb dienen der Beurteilung, ob sich bereits Metastasen gebildet haben.

Welche Formen von Analkrebs gibt es?

Es gibt zwei Formen von Analkarzinomen. Das sind:

  • Plattenepithelkarzinome und
  • Analrandtumoren.

Plattenepithelkarzinome sind die hÀufigere Variante.

Wie wird Analkrebs behandelt?

Welche Therapie vorgenommen wird, hĂ€ngt von der Krebsart ab. So wird ein sogenannter Analrandtumor chirurgisch entfernt. FĂŒr den Fall, dass ebenfalls Nachbarregionen betroffen sind, wird zusĂ€tzlich eine kombinierte Radiochemotherapie durchgefĂŒhrt. Dabei kommen sowohl eine Chemo- als auch eine Strahlentherapie zum Einsatz. Die Lymphknoten im Becken und den Leisten werden hierbei ebenfalls bestrahlt.

Ein Plattenepithelkarzinom im Anus wird in der Regel auch mit kombinierter Radiochemotherapie behandelt. Eine Operation, bei der Teile des Enddarms entnommen werden mĂŒssen, wird nur selten durchgefĂŒhrt.

Welche Heilungschancen bestehen bei Analkrebs?

Beim Plattenepithelkarzinom liegt die Prognose je nach Stadium des Krebses zwischen 50 bis 95 Prozent. Je frĂŒher der Tumor entdeckt wird, desto grĂ¶ĂŸer sind die Heilungschancen.

Die Erfolgsrate, dass ein chirurgisch entferntes Analkarzinom ausheilt und nicht wiederkehrt, sind nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft sehr gut. Hier gebe es eine "exzellente Prognose", heißt es.

Kann man Analkrebs vorbeugen?

Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft könnte ein Großteil der Erkrankungen an Analkrebs durch eine Immunisierung gegen die auslösenden Humanen Papillomviren verhindert werden. Da die Erreger des sogenannten Risikotyps auch GebĂ€rmutterhalskrebs auslösen können, wird die HPV-Impfung fĂŒr MĂ€dchen von den gesetzlichen Krankenkassen ĂŒbernommen. Auch Kondome helfen, das Infektionsrisiko mit HP-Viren deutlich herabzusetzen.

Eine gesunde ErnĂ€hrung, geringer Alkoholkonsum, Bewegung und der Verzicht auf Zigaretten sind sinnvolle Verhaltensweisen zur Vorbeugung von Krankheiten im Allgemeinen. Von Zigaretten geht nachweislich ein erhöhtes Risiko fĂŒr Analkrebs aus.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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