Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Alzheimer: Warum Mittagsschlaf ein Symptom sein kann

Ständig müde?  

Warum Mittagsschlaf ein Krankheitssymptom sein kann

Von Ana Grujić

16.01.2019, 12:03 Uhr
Deshalb sollten Sie kein Mittagsschlaf mehr machen (Screenshot: Bitprojects)
Deshalb sollten Sie keinen Mittagsschlaf mehr machen

Nickerchen können das Demenz-Risiko erhöhen. Das wollen Schlaf-Forscher der Uni Washington herausgefunden haben. Denn der erholsame Tiefschlaf setzt nur während längerer Schlafepisoden ein.

Neue Studie: Schlaf-Forscher der Uni Washington wollen herausgefunden haben, dass Mittagsschlaf negative Folgen haben kann. (Quelle: Bitprojects)


Wenn Sie sich tagsüber hinlegen, kann das ein Symptom für eine gefährliche Erkrankung sein. Mit nur einer Frage könnten Ärzte auf Risikopatienten aufmerksam werden.

In Tiefschlafphasen verarbeitet das Gehirn Erinnerungen, sie lassen Menschen mit einem "erfrischten" Gefühl aufwachen. Die Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis haben nun herausgefunden, dass Menschen, die weniger Tiefschlafphasen erleben, höhere Werte des Tau-Proteins im Blut aufweisen. Das Protein wird in Verbindung gebracht mit Hirnschäden und abnehmenden kognitiven Leistungen. 

Warum Mittagsschlaf auf Alzheimer hindeuten kann

Für die Studie beobachteten die Wissenschaftler eine Woche lang die Schlafgewohnheiten von 119 Menschen, die 60 Jahre alt oder älter waren Ein Großteil (80 Prozent) der Untersuchten wies keine, 20 Prozent leichte kognitive Beeinträchtigungen auf. 

Demenz und Alzheimer werden oft Synonym verwendet. Die Alzheimerkrankheit ist aber eine spezielle Ursache der Demenz, die für rund 60 Prozent der Erkrankungen verantwortlich ist. Demenzsymptome sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, genauso wie Persönlichkeitsveränderungen. 

Jene, die mehr schliefen, hatten dabei keine bessere Schlafqualität. Vielmehr sei es sogar so, dass jene Probanden nachts und tagsüber mehr schliefen, die erhöhte Tau-Werte aufwiesen. Sie hatten aber weniger Tiefschlafphasen, ihre Schlafqualität war also schlechter. 

Eine Frage könnte Alzheimerdiagnose beschleunigen

Mit der einfachen Frage "Wie häufig schlafen Sie tagsüber?" könnten Ärzte deshalb Alzheimerrisikopatienten einfacher und schneller ermitteln. Wenn sich Schlafgewohnheiten verändern, könnte das für die Ärzte ein erster Hinweis auf Alzheimer sein. 

Die Wissenschaftler selbst sagen: Die Frage kann Gehirnscans und weitere klinische Untersuchungen nicht ersetzen, jedoch dazu beitragen, Alzheimer frühzeitig zu erkennen. 

Millionen in Deutschland betroffen

Die Forscher gehen davon aus, dass schon Jahrzehnte bevor Alhzeimersymptome wie Gedächtnisverlust und Verwirrung einsetzen, erste Veränderungen im Gehirn beginnen. 



Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sind in Deutschland etwa 1,7 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Alzheimer ist dabei die Hauptursache für Demenz. Je älter Menschen werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. 

Wenn Sie über längere Zeit an schlechtem Nachtschlaf leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. 

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal