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Krebs-Anstieg wegen Klimawandel? Zahl der Hautkrebs-Fälle steigt stark an

Studie der Krankenkasse KKH  

So stark ist die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland gestiegen

02.08.2019, 14:22 Uhr | dpa

Krebs-Anstieg wegen Klimawandel? Zahl der Hautkrebs-Fälle steigt stark an. Ein Hautarzt untersucht die Haut einer Patientin: Seit 1999 gibt es einen starken Anstieg der Hautkrebserkrankungen. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Ein Hautarzt untersucht die Haut einer Patientin: Seit 1999 gibt es einen starken Anstieg der Hautkrebserkrankungen. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Sie führt zu Überschwemmungen, Dürren, Unwettern – bringt die Klimakrise den Menschen jetzt auch noch mehr Hautkrebserkrankungen?

Nach einer Erhebung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse ist die Zahl der Hautkrebserkrankungen in den vergangenen zehn Jahren rapide gestiegen. Im Jahr 2017 erhielten nach KKH-Daten 87 Prozent mehr Männer und Frauen die Diagnose schwarzer Hautkrebs als 2007.

Beim weißen Hautkrebs gab es nach einer KKH-Mitteilung einen Anstieg um 145 Prozent. Die Kasse mit 1,7 Millionen Versicherten nennt dabei die Klimakrise als einen möglichen Grund für den Trend: Mehr warme Sonnentage bedeuteten mehr warme Tage mit hoher UV-Strahlung.

Outdooraktivitäten beeinflussen das Hautkrebsrisiko

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sieht dagegen keinen direkten Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Krebshäufigkeit. "Die Intensität des UV-Lichts hängt nicht von der Temperatur ab, sondern zum Beispiel von der Höhe, in der man ihm ausgesetzt ist, und von der Wolkenbildung", sagt Jochen Sven Utikal, Leiter der Hautkrebseinheit beim DKFZ. Wanderer und Skifahrer hätten deshalb ein besonders hohes Risiko, einen Sonnenbrand und im Verlauf des Lebens Hautkrebs zu bekommen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 2014 in Deutschland fast 11.000 Männer und 10.300 Frauen an schwarzem Hautkrebs erkrankt. 1.800 Männer und knapp 1.300 Frauen starben daran. Seit 1999 gab es einen starken Anstieg dieser Zahlen, der jedoch nach 2011 abflachte und später leicht sank. Das RKI verbindet den Anstieg mit verändertem Freizeitverhalten, etwa mehr Outdooraktivitäten und Sonnenbaden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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