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WHO-Prognose: Weltweit werden mehr Menschen schlechte Augen haben

WHO-Prognosen  

Weltweit werden mehr Menschen schlechte Augen haben

09.10.2019, 13:24 Uhr | dpa

WHO-Prognose: Weltweit werden mehr Menschen schlechte Augen haben. Ein Mann mit Brille: Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit müssen nach Angaben der WHO mit Sehbeeinträchtigungen leben. (Quelle: Getty Images/the_burtons)

Ein Mann mit Brille: Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit müssen nach Angaben der WHO mit Sehbeeinträchtigungen leben. (Quelle: the_burtons/Getty Images)

Laut Prognosen werden weltweit zukünftig mehr Menschen an einer schlechteren Sehkraft leiden, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Veränderte Lebens- und Arbeitsgewohnheiten spielen dabei eine Rolle.

Mehr Menschen auf der Welt werden schlechte Augen haben. Diesen Trend sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) voraus. Zum einen wachse der Anteil der Menschen mit Sehbeeinträchtigungen durch die höhere Lebenserwartung, da Sehprobleme mit dem Alter zunehmen. Zum anderen mache aber auch weniger Bewegung im Freien und mehr Zeit an Bildschirmen – Computer, Fernseher, Spielekonsolen, Handys – mehr Menschen kurzsichtig, schreibt die WHO.

Auch die wachsende Zahl der Diabetespatienten sorge für mehr Augenkrankheiten: Zuckerkranke entwickelten oft Schäden an der Netzhaut.

Hohe Zahl an unkorrigierten Sehbeeinträchtigungen

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit müssen nach Angaben der WHO mit Sehbeeinträchtigungen leben, die mit teils simplen Mitteln beseitigt oder durch Eingriffe hätten verhindert werden können. Dabei handelt es sich etwa um Kurz- oder Weitsichtigkeit, einem grauen oder grünen Star. Der Produktivitätsverlust im Jahr allein durch unkorrigierte Kurzsichtigkeit werde auf 244 Milliarden Dollar (222 Milliarden Euro) geschätzt. Viele Kurzsichtige können bestimmte Tätigkeiten ohne Korrektur nicht verrichten.
 

 

In vielen Ländern mit niedrigen Einkommen mangelt es an Augenärzten und Behandlungsmöglichkeiten. Insgesamt haben 2,2 Milliarden Menschen – mehr als jeder vierte – nach dem Bericht Sehbeeinträchtigungen oder sind blind. 65 Millionen sind wegen unbehandeltem grauen Star erblindet, und mindestens 800 Millionen Menschen bräuchten eine Brille, Kontaktlinsen oder andere Sehkorrekturhilfen, damit ihre schlechten Augen ihr Leben möglichst wenig beeinträchtigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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