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Offenes Bein: Symptome und Behandlung von Wunden


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Offenes Bein: Was tun, wenn Wunden nicht heilen?

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 11.11.2019Lesedauer: 3 Min.
Ein Bein wird verbunden: Offene Beine können mit Bandagen oder medizinischen Kompressionsstrümpfen behandelt werden.
Ein Bein wird verbunden: Offene Beine können mit Bandagen oder medizinischen Kompressionsstrümpfen behandelt werden. (Quelle: miriam-doerr/getty-images-bilder)
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Das offene Bein ist ein Geschwür am Unterschenkel und oftmals Folge einer chronischen Venenschwäche. Die Behandlung ist schwierig. Wie die Wunde abheilen kann und welche Pflege vonnöten ist, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was sind offene Beine?
  • Risikofaktoren für offene Beine
  • Ulcus-cruris-Symptome: Warnzeichen für ein offenes Bein
  • Offene Beine: Behandlung mit Bandagen
  • Offenen Beinen vorbeugen: Das können Sie tun

Ein offenes Bein – medizinisch Ulcus cruris genannt – entsteht meist im Bereich über dem inneren Fußknöchel. Venöse Wunden wie das offene Bein sind häufig Folge einer chronischen Venenschwäche (venöse Insuffizienz). Das Blut kann nicht mehr richtig zum Herzen zurückfließen und staut sich. In Folge schwellen Waden und Knöchel an. Die Haut spannt, ist gerötet und schmerzt.


Diese fünf Arten von Narben gibt es

Fibröse Narben: Diese unauffälligen Narben sind nicht abgesunken oder erhaben, sondern unterscheiden sich nur farblich von der umliegenden Haut.
Atrophe Narben: Sie entstehen durch eine mangelnde Produktion an Bindegewebe und Kollagen. Es kommt zu einer Narbenvertiefung, die wie eine eingesunkene Narbe aussieht. Atrophe Narben treten häufig bei Akne oder Windpocken sowie kleineren Platz- oder Schürfwunden auf.
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Was sind offene Beine?

Der Blutstau wiederum führt dazu, dass die kleinen Gefäße abgedrückt werden und das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff, Nährstoffen und Zellen der Wundheilung versorgt werden kann. Zudem ist die Immunabwehr der Haut geschwächt und Gewebe stirbt ab.

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Ab einem gewissen Grad der Gewebeschädigung wird eine Wunde sichtbar. Ulcus cruris kann bei den Betroffenen starke Schmerzen hervorrufen und den Alltag deutlich einschränken. Zudem ist die Wundpflege intensiv und zeitaufwendig.

Risikofaktoren für offene Beine

Eine chronische Venenschwäche, verursacht durch eine Störung der Venenklappen, ist der Hauptrisikofaktor für die Entwicklung eines Ulcus cruris und zu etwa 80 Prozent der Auslöser. Laut der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) ist bei schätzungsweise fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine relevante Venenschwäche vorhanden. Die Experten gehen davon aus, dass mindestens eine halbe Million erwachsene Bundesbürger ein Ulcus cruris venosum haben oder schon einmal hatten. Mit fortschreitendem Lebensalter steigt das Risiko.

Zu den selteneren Ursachen einer venösen Wunde gehören:

  • Durchblutungsstörungen der Arterien
  • langjähriger Diabetes (diabetischer Fuß)
  • verschiedene andere Krankheiten wie rheumatische Erkrankungen, Infektionen und Tumore

Ulcus-cruris-Symptome: Warnzeichen für ein offenes Bein

Das offene Bein ist meist das Endsymptom. Davor gibt es eine Reihe weiterer Symptome, die darauf hindeuten, dass das Risiko, ein offenes Bein zu entwickeln, besteht:

  • schwere, müde Beine, vor allem am Abend
  • geschwollene Beine
  • verhärtetes Unterhautfettgewebe
  • verstärkte Pigmentierung der Haut, etwa braune Flecken
  • spinnengewebsartige Gefäßabbildungen am inneren Fußrand und am Innenknöchel

Offene Beine: Behandlung mit Bandagen

Zur Basisbehandlung eines Ulcus cruris gehört die Kompressionstherapie. Mit Bandagen oder medizinischen Kompressionsstrümpfen wird das Bein zusammengepresst, sodass der Blutfluss in den Venen erleichtert wird. Regelmäßige Bewegung ist ebenfalls eine wichtige Behandlungssäule. Beim Gehen pumpen die Wadenmuskeln das Blut aus den Beinen in Richtung Herz. Nur wenn sich die Durchblutungssituation verbessert, kann das offene Bein heilen.

Weitere Therapiemöglichkeiten wie Lymphdrainagen, Entfernung der betroffenen Venen sowie andere Kompressionsverfahren ergänzen das Behandlungsspektrum. Zu den eingesetzten Medikamenten gehören unter anderem Schmerzmittel und Blutverdünner. Salben, etwa mit Zink, senken das Risiko, dass sich die Wunde vergrößert. Der Arzt erklärt genau, wie die Wunde gepflegt werden muss und welche Präparate dafür geeignet sind. Es kann Monate bis Jahre dauern, bis ein offenes Bein heilt.

Hauttransplantation bei schweren Fällen

Ist die Versorgungssituation der Haut so schlecht, dass sich kein neues Gewebe bildet, kann in ausgeprägten Fällen eine Operation notwendig werden, bei der eine Hauttransplantation durchgeführt wird. Das Hautgewebe wird häufig von einer anderen Körperstelle entnommen. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass bei 21 von 100 Menschen die Wunde nach einer Hauttransplantation schneller heilt als bei einer herkömmlichen Behandlung.

Offenen Beinen vorbeugen: Das können Sie tun

Das offene Bein entsteht durch eine Minderversorgung mit Blut der betroffenen Hautbereiche. Laut der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie gehören unbehandelte Krampfadern, zunehmendes Alter und Übergewicht zu den wichtigsten Auslösern. Auch die erbliche Veranlagung spielt bei der Entstehung eine Rolle.

Um einem Ulcus cruris vorzubeugen, hilft es, Maßnahmen zu ergreifen, welche die Durchblutung in den Beinen unterstützen:

  • Sind die Beine häufiger müde, schwer und geschwollen, ist das ein Hinweis, dass die Durchblutungssituation verschlechtert ist. Lassen Sie von einem Arzt untersuchen, was die Ursache dafür ist. Das kann beispielsweise eine tiefe Beinvenenthrombose sein.
  • In Folge einer Venenschwäche bilden sich Krampfadern aus. Sind diese stark ausgeprägt, sollten sie ebenfalls von einem Arzt untersucht werden. Möglicherweise ist eine Kompressionstherapie oder das Entfernen der Venen ratsam.
  • Nehmen Sie Pigmentstörungen an den Beinen ernst und zeigen Sie diese ebenfalls einem Arzt.
  • Achten Sie auf ausreichende Bewegung. Flottes Gehen, Spaziergänge und Wandern regen die "Pumpe" in den Waden an und unterstützen die Durchblutung.
  • Rauchen Sie nicht. Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Arterienverkalkung. Arteriosklerose führt zu Gefäßverengungen, was den Bluttransport erschwert und das Thromboserisiko erhöht.
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Zu hohe Blutzucker- und Blutfettwerte begünstigen ebenfalls Arteriosklerose.
  • Sind Sie Blutdruckpatient oder haben Sie Diabetes mellitus, achten Sie darauf, dass die Werte richtig eingestellt sind.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • gesundheitsinformation.de
  • Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
  • Dr. med. Arne Schäffler (Hrsg.): Gesundheit heute. Krankheit, Diagnose, Therapie. Das Handbuch für Schulmedizin, Naturheilkunde und Selbsthilfe.
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