Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Drama in Bremen: Herrchen schmust mit Hund – und stirbt an Infektion

63-Jähriger infizierte sich  

Herrchen schmust mit Hund – und stirbt

29.11.2019, 09:25 Uhr | dpa

 (Quelle: Puls 4)

Hund leckt Herrchen ab: Ein Mann ist gestorben, nachdem er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. (Quelle: Puls 4)

Hund leckt Herrchen ab: Mann stirbt

Ein sonst gesunder Mann aus Deutschland kommt mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus. Aber er wird einfach nicht gesund. Ganz im Gegenteil: Wenige Tage später ist der Mann tot. Der Grund: sein Hund hat ihm übers Gesicht geschleckt. (Quelle: Puls 4)

Hund leckt Herrchen ab: Ein Mann ist gestorben, nachdem er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. (Quelle: Puls 4)


Mit dem eigenen Hund ausgiebig kuscheln und das ein oder andere Küsschen geben – für die meisten Tierbesitzer alltäglich. In Bremen ist dadurch ein Mann verstorben. 

In einem medizinischen Ausnahmefall ist ein Mann in Bremen nach dem Schmusen mit seinem Hund an einer Infektion gestorben. Bei dem 63-jährigen Patienten sei das Bakterium Capnocytophaga canimorsus nachgewiesen worden, das im Hundespeichel vorkommt, berichten die behandelnden Ärzte vom Rotes-Kreuz-Krankenhaus RKK.

Der Fall ereignete sich schon im vergangenen Jahr, wurde aber erst jetzt durch einen Beitrag im Fachmagazin "European Journal of Case Reports in Internal Medicine" bekannt. Der Mann kam demnach im August 2018 mit Anzeichen einer schweren Blutvergiftung ins Krankenhaus. Er starb trotz Behandlung mit Antibiotika rund zwei Wochen später an multiplem Organversagen, schreiben die Ärzte. Der Mann sei zwar zuvor von seinem Hund abgeleckt, aber nicht gebissen worden.

Hundespeichel nicht ungefährlich

Das Infektionsrisiko bei Tierbissen ist bekannt. Die Infektion könne aber auch durch Lecken erfolgen, wenn der Erreger in kleine Hautdefekte eindringt, berichtete das RKK. Wenn es zu einem schweren Verlauf komme, spielten meist Risikofaktoren wie ein geschwächtes Immunsystem, Alkoholkrankheit oder eine Milzentfernung eine Rolle, sagte Martin Langenbeck, Chefarzt der Notaufnahme am RKK. Der Bremer Patient gehörte aber zu keiner dieser Risikogruppen.

Das RKK betont, wie selten dieser spezielle Fall ist. Weltweit sei bislang erst ein weiterer Patient mit einem so schweren Krankheitsverlauf bekannt, der weder gebissen wurde, noch ein geschwächtes Immunsystem aufwies.
 

 

Das Krankenhaus wollte deshalb keine Verhaltensregeln aufstellen, dass man besser nicht mit seinen Haustieren schmust oder sich ablecken lässt. "Wenn man aber Symptome bekommt, die sehr merkwürdig sind, und man hat ein Haustier, dann sollte man das dem Arzt mitteilen", sagte eine Sprecherin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUniceftchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal