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Zehn Symptome, die auf Magnesiummangel hindeuten

Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Schwäche  

Zehn Symptome, die auf Magnesiummangel hindeuten

16.03.2020, 09:31 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

. Eine junge Frau hat Schmerzen in den Beinen: Muskelkrämpfe sind ein typisches Symptom für Magnesiummangel.  (Quelle: Getty Images/ Prostock-Studio)

Eine junge Frau hat Schmerzen in den Beinen: Muskelkrämpfe sind ein typisches Symptom für Magnesiummangel. (Quelle: Prostock-Studio/Getty Images)

Magnesium ist für den Körper ein unverzichtbarer Mineralstoff. Ein Magnesiummangel zeigt sich durch unterschiedliche Symptome. Nicht nur Wadenkrämpfe können auf einen Magnesiummangel hindeuten. Zehn Symptome, bei denen Sie an Ihre Magnesiumzufuhr denken sollten.

Magnesiummangel vorbeugen: Wie viel Magnesium brauche ich?

Magnesium (chemisches Kürzel: Mg) gilt als der Muskel-Mineralstoff schlechthin. Und es stimmt: Magnesium ist für die Muskelfunktion (Muskelkontraktion) unverzichtbar. Zudem braucht der Körper Magnesium für die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, für den Energiestoffwechsel sowie für die Herztätigkeit.

Auch in den Knochen und Zähnen ist der Mineralstoff enthalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Frauen täglich 300 Milligramm, für Männer 350 Milligramm und für Stillende 390 Milligramm des Mineralstoffs. Dieser Bedarf wird in der Regel durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit Vollkornprodukten, viel Obst und Gemüse, Nüssen und Samen gedeckt.

Zehn Symptome für Magnesiummangel im Körper

Fehlt dem Körper Magnesium, können bestimmte Warnzeichen auf einen Magnesiummangel hindeuten. Zu den Symptomen, die mit Magnesiummangel in Zusammenhang stehen, gehören:

  1. Muskel- und Wadenkrämpfe
  2. Kribbeln und Taubheitsgefühle
  3. Kopfschmerzen
  4. Konzentrationsstörungen
  5. Verdauungsprobleme wie Verstopfung
  6. Reizbarkeit
  7. Nervosität und Unruhe
  8. Müdigkeit
  9. Schwächegefühl
  10. Herzrhythmusstörungen

Wadenkrämpfe können verschiedene Ursachen haben

Doch nicht jeder Wadenkrampf bedeutet, einen Magnesiummangel zu haben. Muskelkrämpfe sind oftmals auf Überforderung oder Unterforderung des Muskels zurückzuführen, ebenso auf eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder starkes Schwitzen. Auch die anderen Symptome müssen nicht einen Magnesiummangel als Ursache haben. Bei anhaltenden Beschwerden ist daher ein Arztbesuch ratsam.

Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium bergen Risiken

Von einer eigenmächtigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Magnesium raten nicht nur viele Ernährungsexperten und Mediziner ab. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, Nahrungsergänzungen nur dann einzunehmen, wenn ein Arzt einen tatsächlichen Mangel festgestellt hat. Dann sollte die Supplementierung mit Magnesium unter ärztlicher Beobachtung erfolgen.

Zum einen kommt den Verbraucherschützern zufolge ein Magnesiummangel in Deutschland nur selten vor. Zum anderen kann eine Überdosierung unangenehme Folgen haben: "Bei einer zusätzlichen Magnesiumzufuhr ab 300 Milligramm pro Tag kann es zu Durchfällen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Eine Dosis von über 2.500 Milligramm pro Tag kann sogar sehr gefährliche Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder Muskelschwäche haben", so die Warnung der Verbraucherzentrale.

Nahrungsergänzungsmittel sind oft überdosiert

Die Gefahr einer Überdosierung steigt mit der Einnahme von frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln mit Magnesium. Den Verbraucherschützern zufolge ist der Magnesiumgehalt in vielen Nahrungsergänzungen höher dosiert als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlene Tageshöchstdosis in Nahrungsergänzungsmitteln von 250 Milligramm.

Magnesiummangel vorbeugen: Diese Lebensmittel sind reich an Magnesium

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung lässt sich einem Magnesiummangel in der Regel gut vorbeugen. Die folgenden Lebensmittel sind besonders reich an dem Mineralstoff. 100 Gramm enthalten:

  • Sonnenblumenkerne: etwa 420 Milligramm
  • Chiasamen: etwa 335 Milligramm
  • Leinsamen: etwa 325 Milligramm
  • Amaranth: etwa 310 Milligramm
  • Kürbiskerne: etwa 285 Milligramm
  • Quinoa: etwa 275 Milligramm
  • Cashewnüsse: etwa 270 Milligramm
  • Sojabohnen: etwa 220 Milligramm
  • Wildreis: etwa 175 Milligramm
  • Erdnüsse: etwa 160 Milligramm
  • Vollkornmehl: etwa 155 Milligramm
  • Haferflocken: etwa 140 Milligramm
  • Weiße Bohnen: etwa 140 Milligramm
  • Linsen: etwa 130 Milligramm
  • Spinat: etwa 60 Milligramm
  • getrocknete Datteln und Aprikosen: etwa 50 Milligramm
  • Erbsen: etwa 33 Milligramm
  • Banane: etwa 30 Milligramm
  • Himbeeren: etwa 30 Milligramm
  • Brokkoli: etwa 24 Milligramm

Magnesium-Räuber: Was dem Körper den Mineralstoff klaut

Damit der Mineralstoff vom Körper gut verwertet werden kann, sollten Magnesium-Räuber vermieden werden. Ein häufiger Magnesium-Räuber ist Alkohol. Auch Rauchen klaut dem Körper Mineralstoffe.

Bestimmte Medikamente wie Entwässerungsmittel (Diuretika) sowie manche Erkrankungen, beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder eine Schilddrüsenüberfunktion, können ebenfalls einen Magnesiummangel begünstigen. Wer den Verdacht hat, einen Magnesiummangel zu haben, sollte für einen Bluttest seinen Hausarzt aufsuchen.

Verwendete Quellen:



Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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