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Wann sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt

dpa, Sabine Meuter

Aktualisiert am 19.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Zahnarzt: Zahnersatz kann teuer werden. Gesetzlich Versicherte k├Ânnen hier mit einer Zusatzversicherung vorsorgen.
Zahnarzt: Zahnersatz kann teuer werden. Gesetzlich Versicherte k├Ânnen hier mit einer Zusatzversicherung vorsorgen. (Quelle: Christin Klose/dpa)
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Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich f├╝r gesetzlich Krankenversicherte vor allem, wenn sie aufw├Ąndigen Zahnersatz w├╝nschen. Interessierte sollten sich fr├╝hzeitig k├╝mmern und Leistungen vergleichen.

Ob Krone, Br├╝cke, Implantat oder Inlay: Zahnersatz ist teuer. Gesetzlich Krankenversicherte m├╝ssen oft einen Teil der Kosten aus eigener Tasche aufbringen ÔÇô je nach Bundesland bis zu 1.228 Euro f├╝r Zahnersatz, wie eine Statistik der Barmer Krankenkasse zeigt.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt Versicherten einen festen Zuschuss ÔÇô sie ├╝bernimmt aber meist nur die H├Ąlfte der Kosten f├╝r die sogenannte Regelversorgung.

F├╝r wen sich die Zahnzusatzversicherung lohnt

"F├╝r alle, die mit den Regelleistungen der GKV, etwa eine Metallkrone ohne Verblendung, zufrieden sind, rechnet sich eine Zahnzusatzversicherung oft nicht", erkl├Ąrt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW. Wer keine Zusatzversicherung hat und die Kassenleistung w├╝nscht, sollte seinen Zahnarzt darauf hinweisen.

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem f├╝r Menschen, die Wert auf hochwertigen Zahnersatz legen, erkl├Ąrt Ren├ę Neumann vom Verband der Privaten Krankenversicherung. "Mit der Police k├Ânnen Kassenpatienten ihre Eigenbeteiligung senken und bis zu 100 Prozent abdecken", sagt Neumann.

Diese Voraussetzungen m├╝ssen erf├╝llt sein

Damit der Vertrag ├╝berhaupt zustande kommt beziehungsweise der Versicherte den regul├Ąren Beitrag zahlt, sollte der Zahnarzt jedoch noch keinen Zahn als behandlungsbed├╝rftig eingestuft haben.

Deshalb r├Ąt Weidenbach: "Mit circa Mitte 30 sollte der Schutz im Idealfall bestehen." Sie verweist auf Statistiken, nach denen Zahnersatz h├Ąufig erst ab Mitte 30 bis Anfang 40 n├Âtig ist.

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Wer eine Zahnzusatzversicherung abschlie├čen will, muss meist einige Gesundheitsfragen beantworten. "Die Fragen sollten Verbraucher korrekt beantworten, sonst riskieren sie ihren Versicherungsschutz", erkl├Ąrt Weidenbach.

Preise und Leistungen genau vergleichen

Die Beitragsh├Âhe richtet sich unter anderem nach dem Eintrittsalter des Versicherten, aber auch nach den Leistungen und dem Zustand des Gebisses. Daher sind Angaben, wie teuer eine solche Police ist, pauschal nicht m├Âglich. Zudem gibt es Vertr├Ąge, bei denen der Beitrag mit dem Alter steigt.

Verbraucher sollten sich vor einem Vertragsabschluss ├╝berlegen, welche Leistungen die Zahnzusatzversicherung genau abdecken soll. Einige Tarife ├╝bernehmen neben den Kosten f├╝r Zahnersatz etwa zus├Ątzlich Kosten einer professionellen Zahnreinigung oder f├╝r Kieferorthop├Ądie. Ein Vergleich der Leistungen und Preise lohnt.

Verschiedene Optionen bei der Kosten├╝bernahme

Auch bei der Kosten├╝bernahme gibt es verschiedene Optionen. "Zum Beispiel, der Versicherte bekommt einen pauschalen Prozentsatz, etwa 30 Prozent des gesamten Rechnungsbetrags erstattet", erkl├Ąrt Neumann. Der pauschale Prozentsatz sei meistens auf maximal 80 oder 90 Prozent des Rechnungsbetrags begrenzt. Wobei der Anteil anderer Kostentr├Ąger eingerechnet wird, also der GKV-Anteil.

Eine andere Option: Der Versicherte bekommt einen pauschalen Prozentsatz der verbleibenden Kosten nach Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet.

Die Versicherung sollte immer den 2,3-fachen Satz der Regelh├Âchsts├Ątze der Geb├╝hrenordnung f├╝r Zahn├Ąrzte (GOZ) erstatten. "Eine Begrenzung bis zu dem H├Âchstsatz der GOZ, dem 3,5-fachen Satz, reicht meist aus", sagt Weidenbach.

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Zudem sollte der Vertrag die H├Âhe der j├Ąhrlichen Erstattung nicht begrenzen. Denn liegt diese etwa bei maximal 10.000 Euro, bleibt der Versicherungsnehmer bei einer gr├Â├čeren Zahnbehandlung auf Kosten sitzen, die diesen Rahmen ├╝bersteigen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
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