Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Viruserkrankungen >

Gesichtsrose: Wenn die Gürtelrose das Gesicht betrifft

Gefährliche Herpesart  

Gesichtsrose: Wenn die Gürtelrose das Gesicht betrifft

03.08.2020, 15:28 Uhr | t-online, AM

Gesichtsrose: Wenn die Gürtelrose das Gesicht betrifft. VaricellaIllustration des Varicella-Zoster-Virus: Dieses Virus kann eine Gesichtsrose auslösen.zoster virus (Quelle: Getty Images/ iLexx)

VaricellIllustration des Varicella-Zoster-Virus: Dieses Virus kann eine Gesichtsrose auslösen.a zoster virus (Quelle: iLexx/Getty Images)

Die Gesichtsrose ist eine Gürtelrose im Gesicht. Die Krankheit wird durch Viren ausgelöst. Sie kann starke Schmerzen verursachen und ernste Folgen haben. Was Sie über die Gesichtsrose wissen sollten.

Die Gesichtsrose (Herpes zoster ophthalmicus) wird wie die Gürtelrose durch Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht. Sie ist eine Form von Herpes. Viele Menschen tragen das Virus im Körper. Bei einer geschwächten Immunabwehr kann das Virus ausbrechen und sich in Form einer Gürtelrose oder Gesichtsrose zeigen.

Symptome der Gesichtsrose

Bei der Gürtelrose am Kopf treten meist Schmerzen und ein Ausschlag auf. Die Bläschen, die der Ausschlag verursacht, erscheinen zumeist auf der behaarten Kopfhaut, Stirn, Nase und Hals. Gefährlich kann es werden, wenn der Herpes Zoster Augen oder Ohren betrifft.

Herpes Zoster auf der Stirn: Die Gesichtsrose kann schmerzhaft sein. (Quelle: Getty Images/helovi)Herpes Zoster auf der Stirn: Die Gesichtsrose kann schmerzhaft sein. (Quelle: helovi/Getty Images)

Die Zoster-Viren befallen bestimmte Nervenknoten, was mit starken Schmerzen in den betroffenen Hautarealen einhergehen kann. Häufig treten Ausschläge mit Bläschen und Pusteln auf. Auch Fieber und Abgeschlagenheit können Symptome sein. Das verantwortliche Varizellen-Zoster-Virus gelangt in der Kindheit bei einer Windpockeninfektion in den Körper und besteht dann in den Nervenknoten fort. Bei einem geschwächten Immunsystem kann das Virus wieder aktiviert werden.

Gürtelrose am Auge oder Ohr

Gürtelrose am Auge (Zoster ophthalmicus) kann gesundheitliche Folgen haben:

  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Entzündung der Lederhaut des Auges (Skleritis)
  • Hornhautentzündung (Keratitis)
  • Entzündung der mittleren Augenhaut (Uveitis)
  • Sekundärglaukom: Starker Anstieg der Augeninnendrucks (Grüner Star) infolge einer Entzündung der mittleren Augenhaut
  • Schädigung von Netzhaut und/oder Sehnerv, dies kann bis zur dauerhaften Erblindung führen

Bricht die Gürtelrose am Ohr (Zoster oticus) aus, kann dies die Nervenstrukturen des Organs schädigen. Dabei können folgende Symptome auftreten:

  • Hörstörungen, wenn der Hörnerv betroffen ist
  • Gleichgewichtsstörungen,
  • Bei einer Entzündung des Nervus fazialis kann es zu Gesichtslähmungen kommen.

Gesichtsrose kann weitere Beschwerden bringen

Auch ohne, dass Betroffene die entzündeten Stellen aufkratzen, bilden sich bei der Gesichtsrose häufig Narben. Je frühzeitiger eine Gesichtsrose behandelt wird, desto geringer ist das Narbenrisiko.

Die Gesichtsrose führt in manchen Fällen zu anhaltenden Beschwerden. Das Risiko eine postzosterische Neuralgie auszubilden, ist bei der Erkrankung am Kopf erhöht. Das hat zur Folge, dass Patienten auch nach Abklingen des Ausschlags Schmerzen haben – manchmal sogar über Jahre hinweg. Dafür ist meist der Nervus trigeminus verantwortlich. Diese Nervenerkrankung nennt sich Trigeminusneuralgie.

Behandlung der Gesichtsrose

Wenn Sie oben genannte Symptome bei sich entdecken, sollten Sie nicht zögern und einen Arzt aufsuchen. Um die Symptome zu lindern, werden je nach Stadium und Art des Ausschlags Salben oder Tinkturen verschrieben. Bei leichten Schmerzen können Patienten gängige Schmerzmittel einnehmen. Bei starken Nervenschmerzen verschreiben Ärzte auch schwache Opioide. Diese werden zusammen mit sogenannten Co-Analgetika verordnet. 

Um die Ursache der Gesichtsrose zu bekämpfen, muss die Viruserkrankung behandelt werden. Hier können Kortikosteroide mit antiviralen Mitteln kombiniert werden. Diese Therapie sollte am besten frühestmöglich erfolgen.

Ist die Gesichtsrose ansteckend?

In den Bläschen befindet sich Flüssigkeit, die infektiös ist. Insbesondere Kinder, die noch nicht immun sind, können sich durch Kontakt mit Windpocken infizieren. Erkrankte Personen sollten aus diesem Grund Abstand von Kindern, immungeschwächten Personen und Schwangeren halten. Besondere Hygienemaßnahmen sind ebenfalls geboten. Regelmäßiges Händewaschen, vor allem nach Berühren der betroffenen Stellen im Gesicht, ist unbedingt geboten. Die Hände sollten außerdem desinfiziert werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal