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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Warum Diabetiker auf ihre Knochen achten sollten

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 26.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Fraktur des Unterarms in einer Röntgenaufnahme: Osteoporose fĂŒhrt dazu, dass die Knochen brĂŒchig werden und oft schon bei geringem Anlass brechen.
Fraktur des Unterarms in einer Röntgenaufnahme: Osteoporose fĂŒhrt dazu, dass die Knochen brĂŒchig werden und oft schon bei geringem Anlass brechen. (Quelle: Peter Dazeley/getty-images-bilder)
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Millionen Menschen in Deutschland haben Osteoporose und somit ein erhöhtes Risiko fĂŒr KnochenbrĂŒche. Diabetiker sind besonders gefĂ€hrdet. Deshalb sollten sie sich frĂŒhzeitig auf Knochenschwund untersuchen und behandeln lassen.

Wie stabil das menschliche Skelett ist, hĂ€ngt von erblicher Veranlagung ab. Auch Umweltfaktoren können die StabilitĂ€t beeinflussen. Im frĂŒhen Erwachsenenalter ist die Knochendichte am höchsten. Dann nimmt sie langsam ab.


Lebensmittel fĂŒr starke Knochen

Greifen Sie bei Mineralwasser zu Sorten mit einem Kalziumgehalt von mehr als 150 Milligramm pro Liter. So decken Sie mit anderthalb Litern etwa ein Viertel Ihres Tagesbedarfs.
DunkelgrĂŒne GemĂŒsesorten sind nicht nur reich an Kalzium, sondern liefern auch viel Vitamin K. Das Vitamin unterstĂŒtzt die Kalziumeinlagerung in die Knochen. Als bestes KnochengemĂŒse gilt der GrĂŒnkohl mit mehr als 200 mg Kalzium pro 100 Gramm.
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Erhöhtes Risiko fĂŒr KnochenbrĂŒche

Ein Diabetes mellitus kann den Knochenabbau beschleunigen und infolgedessen KnochenbrĂŒche begĂŒnstigen. "Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Menschen mit Diabetes sich nur wenig bewegen und zudem ihre Stoffwechselerkrankung schlecht eingestellt ist", sagt Professor Thomas Haak, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Hilfe und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim.

Etwa jeder vierte Patient mit KnochenbrĂŒchen, die durch Osteoporose bedingt wurden, ist auch zuckerkrank. Die ZusammenhĂ€nge zwischen Diabetes und Osteoporose spiegeln sich auch in den Leitlinien zur Behandlung der Stoffwechselkrankheit wider. So wird bei Frauen mit Typ-2-Diabetes ab einem Alter von 60 Jahren, bei MĂ€nnern ab 70 Jahren eine Knochendichtemessung empfohlen.

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Vitamin D- und Kalziummangel vorbeugen

Auch ein Vitamin-D-Mangel kann Ursache von Osteoporose sein. Dieses Vitamin sorgt dafĂŒr, dass Kalzium aus der Nahrung leichter ĂŒber den Darm aufgenommen und in die Knochen eingelagert wird. "Vitamin-D-Mangel findet man hĂ€ufig bei Ă€lteren Menschen, aber unabhĂ€ngig vom Alter auch bei Menschen mit Diabetes", sagt Haak. Ein Bluttest beim Hausarzt könne den Mangel rasch feststellen und eine frĂŒhzeitige Behandlung kann SpĂ€tschĂ€den vermeiden.

Zum Schutz der Knochengesundheit kann es empfehlenswert sein, Vitamin D in Form von Tabletten besonders wÀhrend der Herbst- und Wintermonate einzunehmen. Betroffene sollten dies jedoch in jedem Fall mit ihrem Arzt absprechen, auch um die Dosierung festzulegen und Nebenwirkungen zu vermeiden.

Struktur eines gesunden Knochens (links) und die Auflösung der Knochensubstanz bei Osteoporose (Mitte und rechts)
Struktur eines gesunden Knochens (links) und die Auflösung der Knochensubstanz bei Osteoporose (Mitte und rechts) (Quelle: cosmin4000/getty-images-bilder)

Der Körper stellt einen großen Teil von Vitamin D in Verbindung mit Sonnenlicht ĂŒber die Haut selbst her. "Deshalb empfehlen wir Menschen mit Diabetes, regelmĂ€ĂŸig draußen aktiv zu sein. Das fördert sowohl die Vitamin-D-Bildung als auch die KnochenstabilitĂ€t", sagt Haak.

Wichtig sei darĂŒber hinaus, auf eine ErnĂ€hrung zu achten, die reich an Vitamin D und Kalzium ist. Der Experte empfiehlt Seefisch wie Hering oder Lachs, aber auch Eier, Pilze und Leber. Kalzium sei unter anderem in Milch- und Sojaprodukten, Obst, GemĂŒse und NĂŒssen, aber auch in Mineralwasser enthalten. Bereits ein halber Liter kalziumreiches Mineralwasser decke die HĂ€lfte des Tagesbedarfs.

Warum bekommen Diabetiker brĂŒchige Knochen?

Die ZusammenhĂ€nge zwischen Diabetes und Osteoporose sind noch nicht ausreichend wissenschaftlich geklĂ€rt. Experten vermuten, dass hormonelle Prozesse und EntzĂŒndungen im Körper eine wichtige Rolle spielen. Sie fĂŒhren wahrscheinlich dazu, dass weniger knochenaufbauende Zellen (Osteoblasten) gebildet werden und die vorhandenen schneller absterben. Erschwerend kommt eine schlechtere Heilung bei Diabetikern hinzu, wenn Knochen brechen.

Auch Folgekrankheiten von Diabetes wie NierenschĂ€den und Durchblutungsstörungen könnten Osteoporose begĂŒnstigen. Zudem gibt es Hinweise, dass bestimmte blutzuckersenkende Medikamente das Risiko fĂŒr KnochenbrĂŒche weiter erhöhen. Bei Diabetikern sollten Nutzen und Risiko dieser Wirkstoffe daher sorgfĂ€ltig abgewogen werden.

Osteoporose kann schwere Folgen haben

Menschen mit Osteoporose haben ein hohes Risiko fĂŒr KnochenbrĂŒche. Solche Frakturen, die oft schon bei geringem Anlass auftreten, können im Verlauf der Krankheit zu starken Schmerzen fĂŒhren und die Beweglichkeit enorm einschrĂ€nken.

Besonders gefĂŒrchtet ist der Oberschenkelhalsbruch. Er kann zum Beispiel Folgen wie LungenentzĂŒndungen, Langzeitbehinderung und PflegebedĂŒrftigkeit nach sich ziehen. Diabetiker sollten gerade im Alter nicht warten, bis es zu Frakturen kommt, sondern ihren Knochenstoffwechsel frĂŒhzeitig vom Arzt checken lassen und darauf achten, dass ihr Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel ausreichend hoch ist.

Um StĂŒrze mit bösen Folgen zu vermeiden, ist fĂŒr Senioren ein gezieltes Kraft- und Balance-Training sinnvoll. Es schult den Gleichgewichtssinn und stĂ€rkt die Muskeln. Dadurch werden indirekt auch die Knochen gestĂ€rkt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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