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Plötzliche Schmerzen: Beim Herzinfarkt zählt jede Minute


Unspezifische Alarmzeichen  

Herzinfarkt: So unterscheiden sich die Symptome bei Frauen und Männern

07.10.2020, 11:04 Uhr | dpa, t-online, AM

Plötzliche Schmerzen: Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Auch Rückenschmerzen können ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Bei Verdacht sollte in jedem Fall schnell gehandelt werden. (Quelle: dpa/Christin Klose)

Auch Rückenschmerzen können ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Bei Verdacht sollte in jedem Fall schnell gehandelt werden. (Quelle: Christin Klose/dpa)

Stechen in der Brust, Atemnot und Übelkeit: Die Anzeichen für einen Herzinfarkt sind vielseitig. Doch was viele nicht wissen: Die Symptome unterscheiden sich bei Frauen und Männern oftmals stark.

Weiß man aber Bescheid, sind die Symptome für einen Herzinfarkt leicht zu erkennen, jedenfalls bei Männern. Bei Frauen sind die Symptome häufig vieldeutiger. Für beide Geschlechter gilt jedoch: Je schneller der Infarkt behandelt wird, umso höher sind die Chancen, diesen ohne gravierende Folgen zu überstehen, sagen Experten der Deutschen Herzstiftung.

Vielseitige Alarmzeichen mit Geschlechtsunterschieden

Typisch für einen Herzinfarkt seien schwere Schmerzen im Brustkorb, die länger als fünf Minuten andauern. Oftmals liegen diese hinter dem Brustbein, teilweise im Rücken zwischen den Schulterblättern. Sie werden als drückend und beengend wahrgenommen. Die Schmerzen können in den Arm, Hals oder Oberbauch ausstrahlen, wo sie schnell mit Magenschmerzen verwechselt werden, erklären die Experten.

Diese Symptome haben Frauen

Bei Frauen kämen öfter als bei Männern noch andere Symptome hinzu, etwa Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Benommenheit oder Schwindel. Auch eine unerklärliche Müdigkeit könne ein Alarmzeichen sein. Aufgrund dieser uneindeutigen Symptomatik werden Frauen häufig deutlich später in die Klinik eingeliefert, so die Ärzte.

Weil die Symptome so unspezifisch sind und auch weil der Herzinfarkt immernoch als typische Männerkrankheit gilt, erkennen Frauen, aber auch ihre behandelnden Ärzte, die Gefahr häufig deutlich später. Das macht einen Infarkt für Frauen gefährlicher.

Oftmals jahrzehntelange Vorerkrankung

Auch bei älteren Menschen sei Wachsamkeit geboten, da die Symptome weniger ausgeprägt oder durch die Beschwerden anderer Krankheiten überlagert sein können.

Einem Infarkt gehe oft jahrzehntelang unbemerkt eine Erkrankung der Herzkranzgefäße voraus. Diese könne sich durch Brustschmerzen und Atemnot bei körperlicher Belastung oder seelischer Erregung zeigen. Treten diese aber schon bei kleinsten Belastungen oder in Ruhe auf, sollte man sofort die 112 anrufen, so der Rat der Experten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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