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Ab wann ist man ein Messie?

dpa-tmn, Julia Felicitas Allmann

Aktualisiert am 26.08.2021Lesedauer: 3 Min.
Messie-Syndrom: Die Zwangserkrankung tritt hÀufig mit anderen Krankheiten auf, zum Beispiel mit Depressionen.
Messie-Syndrom: Die Zwangserkrankung tritt hÀufig mit anderen Krankheiten auf, zum Beispiel mit Depressionen. (Quelle: Kai Remmers/dpa-tmn-bilder)
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Ein unordentliches Zimmer spricht nicht gleich fĂŒr das Messie-Syndrom. Betroffenen fĂ€llt es oft schwer, die Krankheit bei sich zu erkennen. Was verbirgt sich dahinter? Und was können Angehörige tun?

Wer am Messie-Syndrom leidet, kann nicht entscheiden, welche Dinge wertvoll sind und welche in den MĂŒll gehören. Die Ursachen liegen oft tief im Inneren verborgen – und mĂŒssen ergrĂŒndet werden.

ÜberfĂŒllte RĂ€ume, Stapel von Dokumenten, im schlimmsten Fall ganze MĂŒllberge in der Wohnung: Menschen mit dem Messie-Syndrom sind nicht fĂ€hig, die Lage im eigenen Zuhause in den Griff zu bekommen.

"Es ist etwas ganz anderes, als wenn Menschen einfach sehr unordentlich sind oder eine Familie mit drei Kindern mal an ihre Grenzen kommt", sagt die GrĂŒnderin des Messie-Kompetenz-Zentrums in Stuttgart, Veronika Schröter. "Betroffene haben das BedĂŒrfnis, dass auf existenzieller Ebene alles bleiben muss, was sie besitzen."

Experten sprechen auch vom pathologischen Horten. "Man erkennt es daran, dass Menschen sich nicht von Dingen trennen können, weil sie nicht die herkömmlichen Entscheidungskriterien entwickelt haben, was fĂŒr den Wohnraum und das Leben wichtig ist und was nicht", erlĂ€utert Schröter. In der Regel betrifft das vor allem das eigene Zuhause.

Messie-Syndrom gehört zu den Zwangserkrankungen

Ein Messie-Syndrom kann viele Ursachen haben. "Oft kommt es zu immer wiederkehrenden Gedankenkreisen, aus denen die Betroffenen nicht herauskommen", erklÀrt Sabine Köhler. Sie ist Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher NervenÀrzte mit Sitz in Krefeld.

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"Sie können keine Entscheidung treffen, etwas aufzuheben oder wegzuwerfen – und so fĂŒllt sich die Wohnung." Das Messie-Syndrom wird der Expertin zufolge den Zwangserkrankungen zugeordnet und trete oft zusammen mit anderen Krankheiten auf, zum Beispiel mit Depressionen.

Auch Menschen, die im Alter eine Demenz entwickeln, können ein Messie-Syndrom ausbilden. "Wenn die Nervenzellen im Gehirn nicht mehr gut miteinander kooperieren können, fÀllt es auch viel schwerer, aktuelle Situationen adÀquat einzuordnen", sagt Köhler.

Ursache liegt oft in der Kindheit

Veronika Schröter hat in ihrer Arbeit mit Betroffenen erlebt, dass die Wurzel fĂŒr pathologisches Horten oft in der Kindheit liegt. "Eine hĂ€ufige Ursache ist es, dass Menschen sehr frĂŒh die Erfahrung gemacht haben, zu etwas gezwungen worden zu sein", erklĂ€rt sie. Diese Personen haben frĂŒh gelernt, alles in vorgegebenen Bahnen zu regeln und haben keine eigenen Strategien fĂŒr den Alltag entwickelt.

"Es kommt auch vor, dass die Familie des Betroffenen materiell sehr gut aufgestellt war, aber die emotionale Zuwendung fehlte", erlÀutert Schröter. "Sie wurden emotional tief im Stich gelassen und haben dies durch materielle Dinge kompensiert." Deshalb fÀllt es noch Jahrzehnte spÀter schwer, sich von GegenstÀnden zu trennen. Auch Menschen, die einen Krieg erlebt haben, können ein Messie-Syndrom entwickeln.

Wie Angehörige helfen können

Teilweise suchen Betroffene selbst nach Hilfe, weil sie feststellen, dass sie ein Problem mit dem Aufbewahren und Wegwerfen haben. Doch es gibt auch andere VerlÀufe: "Es kommt oft vor, dass Patienten zunÀchst wegen anderer Beschwerden zu uns kommen", sagt Sabine Köhler. Wenn es nach GesprÀchen zu einem Besuch der Wohnung komme, stelle man dann fest, wie es dort aussehe.

Therapeuten oder Sozialarbeiter haben in diesem Fall die schwere Aufgabe, die Betroffenen auf ihr Problem aufmerksam zu machen. Dabei ist es wichtig, behutsam vorzugehen – das gilt auch fĂŒr Angehörige, die feststellen, dass zum Beispiel die Mutter oder der Onkel am Messie-Syndrom leiden könnten.

"Es macht keinen Sinn, bei Betroffenen einfach mit dem AufrĂ€umen der Wohnung zu beginnen", sagt Köhler. "Wenn derjenige es selbst nicht möchte, ist das eine Verletzung der IntimsphĂ€re und es kommt zu Konflikten." Wenn Angehörige dabei helfen möchten, etwas zu verĂ€ndern, sollten sie vorsichtig und freundlich ein GesprĂ€ch suchen – und nicht einfach ĂŒber die Unordnung schimpfen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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