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Corona-Impfung: Kinder und Jugendliche sollen geimpft werden

In Schulen und Arztpraxen  

Kinder und Jugendliche sollen geimpft werden

12.05.2021, 17:06 Uhr | AFP

Corona-Impfung: Kinder und Jugendliche sollen geimpft werden. Corona-Impfung: Europa könnte noch in diesem Monat den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder zulassen. (Quelle: Getty Images/Cavan Images)

Corona-Impfung: Europa könnte noch in diesem Monat den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder zulassen. (Quelle: Cavan Images/Getty Images)

Können bald auch jüngere Personen ihre Corona-Impfung erhalten? Spahn zeigt sich optimistisch – bis zum Ende der Sommerferien sollen Schüler ein Angebot bekommen. Doch daran gibt es Zweifel.

Kinder über zwölf Jahren sollen schon bald in Schulen und von Hausärzten gegen das Coronavirus geimpft werden. "Je nachdem, ob man eine große oder eine kleine Schule hat, gibt es ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen", sagt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dem Sender RTL/ntv.

Entsprechend könnten unterschiedliche Angebote gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte, dass es auch für Schüler keinen Impfzwang geben werde.

Impfangebot bis zum Ende der Sommerferien

Für viele Eltern sei es wichtig, dabei zu sein, wenn ihre Kinder geimpft werden, sagt Karliczek. "Von daher ist es dann vielleicht sogar einfacher, das beim Hausarzt zu machen." Spahn hatte angekündigt, dass bis zum Ende der Sommerferien den zwölf- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll. Er bekräftigte, dass es eine "freiwillige Entscheidung" der Kinder und Eltern bleiben werde.

Nach Kanada und den USA könnte auch Europa noch in diesem Monat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder zulassen. Die europäische Arzneimittelbehörde (Ema) arbeitet an einer beschleunigten Zulassung für 12- bis 15-Jährige.

Zeitpläne werden in Frage gestellt

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte zweifelte am Zeitplan für die Impfungen bei den Jüngsten. Verbandspräsident Thomas Fischbach sagt der Düsseldorfer "Rheinischen Post", die Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde Ema zu den Impfstoffen für die zwölf- bis 16-Jährigen stehe noch aus – und dann müsse auch noch die Ständige Impfkommission zustimmen. "Deswegen halte ich die derzeit verkündeten Zeitpläne mit Terminen im Spätsommer für überambitioniert."

In einer Presserklärung betonte Fischbach zugleich: "Wir Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte stehen bereit. Wir wollen die Jugendlichen in unseren Praxen sobald wie möglich gegen Covid-19 impfen." Gleiches gelte zur gegebenen Zeit für die Kinder.

Generelle Impfempfehlung für Kinder steht noch aus

Die Ständige Impfkommission dämpfte Erwartungen an eine schnelle generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. "Wir wollen in jedem Fall die Daten zur Impfung von Kindern genau prüfen, bevor eine generelle Impfempfehlung für Kinder gegeben werden kann", sagt der Vorsitzende Thomas Mertens der "Welt". "Das ist das richtige Vorgehen: Erst die Evidenz schaffen und dann empfehlen."

Im Moment gebe es noch keine detaillierten Daten der Impfstudie bei Kindern. "Derzeit diskutierte Argumente wie Urlaub können nicht die primären entscheidungsrelevanten Argumente der Stiko sein", sagt Mertens. Wenn die Zulassung für Kinder von zwölf bis 15 Jahren erteilt sei, "dann sollten tatsächlich Kinder mit schweren Vorerkrankungen zuerst geimpft werden".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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