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Schilddrüsenunterfunktion: Symptome, Ursachen, Behandlung

Schwächelnde Schilddrüse  

Woran sich eine Unterfunktion erkennen lässt

Schilddrüsenunterfunktion: Symptome, Ursachen, Behandlung. Eine Ärztin tastet die Schilddrüse ab: Wenn es um die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion geht, wird häufig auch die Schilddrüse abgetastet. (Quelle: Getty Images)

Eine Ärztin tastet die Schilddrüse ab: Wenn es um die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion geht, wird häufig auch die Schilddrüse abgetastet. (Quelle: Getty Images)

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion stellt die Schilddrüse zu wenig Hormone her. Das verlangsamt den Stoffwechsel und macht sich zum Beispiel durch Anzeichen wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, trockene Haut oder auch Haarausfall bemerkbar.

Von einer Unterfunktion der Schilddrüse sind in Europa etwa 5 von 100 Menschen betroffen, davon Frauen etwa vier- bis fünfmal häufiger als Männer. Erfahren Sie, woran man die Erkrankung erkennt und was hilft.

Definition: Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist eine meist chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die Schilddrüse nicht genug Hormone produziert. Der Fachausdruck lautet Hypothyreose.

Im Anfangsstadium macht sich eine Schilddrüsenunterfunktion oft kaum durch Beschwerden bemerkbar. Später kann sie jedoch eine Vielzahl an Symptomen hervorrufen, denn die Schilddrüse beeinflusst zahlreiche Prozesse im Körper. Unbehandelt kann die Erkrankung bei Erwachsenen auf Dauer zu Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Schilddrüsenunterfunktion: Mögliche Symptome

Welche Symptome bei einer Schilddrüsenfunktion auftreten, kann sich von Fall zu Fall unterscheiden. Teilweise sind die Anzeichen einer Hypothyreose eher allgemeiner Natur, weshalb sie nicht immer sofort als solche wahrgenommen werden, sofern nicht weitere Beschwerden auftreten.

Wenn die Schilddrüse allmählich weniger Hormone produziert und sich in der Folge der Stoffwechsel zunehmend verlangsamt, können die Symptome im Laufe der Zeit zunehmen. An der Schilddrüse selbst, also im vorderen Halsbereich, sind dabei jedoch in der Regel keine Anzeichen zu spüren.

Mögliche Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können sowohl bei Frauen als auch bei Männern zum Beispiel sein:

  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • niedriger Puls
  • Kurzatmigkeit
  • Gewichtszunahme (ohne veränderte Ernährung)
  • Verstopfung
  • erhöhte Kälteempfindlichkeit, Frieren
  • verringertes Schwitzen
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • verändertes Blutbild mit erniedrigten Werten, etwa bei roten Blutkörperchen oder Hämoglobin
  • trockene Haut
  • trockene Haare
  • Haarausfall
  • Muskelschwäche
  • teigig geschwollenes Gesicht
  • geschwollene Augen
  • steife Muskeln
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Durchblutungsstörungen
  • Missempfindungen wie "Ameisenlaufen", Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • heisere Stimme
  • Schwerhörigkeit

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich außerdem auch auf die Psyche auswirken und zu einer Wesensveränderung führen. Mögliche Symptome sind dann:

  • depressive Verstimmungen bis hin zu Depressionen
  • Gedächtnisprobleme, Konzentrationsprobleme
  • Antriebslosigkeit, Lethargie

Symptome bei Frauen

Durch die Schilddrüsenunterfunktion können sich bei Frauen Symptome wie Menstruationsstörungen einstellen, also Unregelmäßigkeiten bei der Regelblutung. Auch starke Regelblutungen können bei Frauen als Anzeichen auftreten.

Die Unterfunktion der Schilddrüse beeinträchtigt zudem unter Umständen die Fruchtbarkeit. Das kann bei Frauen mit Kinderwunsch zu Problemen führen, wenn diese schwanger werden wollen.

Symptome beim Mann

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich beim Mann ebenfalls ungünstig auf die Fruchtbarkeit auswirken und auch Symptome wie Erektionsstörungen hervorrufen.

Schilddrüsenunterfunktion: Das sind die Ursachen

Zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es, wenn die Schilddrüse nicht mehr genug Hormone herstellt. Das kann eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im Körper stören und verlangsamen. Denn die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) regeln zahlreiche Abläufe in unserem Organismus.

Die Schilddrüse ist ein kleines, lappig gebautes Organ, das von seiner Form her einem Schmetterling ähnelt. Sie liegt vorne am Hals unterhalb des Schildknorpels des Kehlkopfs. Die beiden Lappen der Drüse sind durch eine Gewebebrücke vor der Luftröhre miteinander verbunden.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann unterschiedliche Ursachen haben – nicht immer lassen sich diese jedoch genau feststellen.

Ursache: Hashimoto-Thyreoiditis

Mit am häufigsten verursacht eine Autoimmunerkrankung namens Hashimoto-Thyreoiditis eine Unterfunktion der Schilddrüse. Bei dieser Erkrankung produziert das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe. Als Folge kommt es dort zu entzündlichen Prozessen, welche die Schilddrüse allmählich zerstören.

Ursache: Schilddrüsenoperation

Muss die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt werden, kann sie keine Hormone mehr produzieren und es kommt zu einer dauerhaften Unterfunktion. Nach solch einem Eingriff müssen die fehlenden Hormone in Tablettenform lebenslang eingenommen werden.

Ursache: Strahlentherapie

Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich können eine Strahlenbehandlung erfordern. Das kann die Schilddrüse in Mitleidenschaft ziehen und eine Unterfunktion hervorrufen.

Ursache: Medikamente

Eine weitere mögliche Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion können bestimmte Medikamente sein. Ein Beispiel dafür ist der Wirkstoff Lithium, der bei manchen psychischen Erkrankungen zum Einsatz kommt. Aber auch Mittel gegen eine Schilddrüsenüberfunktion (sogenannte Thyreostatika), jodhaltige Kontrastmittel sowie die Wirkstoffe Amiodaron und Sunitinib können eine Unterfunktion der Schilddrüse hervorrufen.

Seltenere Ursachen

Seltener ist die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion

  • eine angeborene Erkrankung, die bereits bei Babys auftritt,
  • eine Schwangerschaft,
  • ein starker Jodmangel oder
  • eine Störung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) im Gehirn, etwa durch einen Tumor.

Diagnose: Wie man eine Schilddrüsenunterfunktion feststellt

Der Verdacht auf eine Schilddrüsenunterfunktion kann vorliegen, wenn zum Beispiel typische Symptome wie Müdigkeit, trockene Haut, Verstopfung oder auch eine unerklärliche Gewichtzunahme auftreten.

Halten solche Beschwerden bereits länger an, sollte man sie beim Arzt oder bei der Ärztin abklären lassen. Erste Anlaufstelle dafür ist meist die hausärztliche Praxis. Gegebenenfalls folgen später weitere Untersuchungen in einer endokrinologischen Praxis.

Zuerst wird die Ärztin oder der Arzt in der Regel einige Fragen zu den Beschwerden stellen. Daran schließt sich häufig eine körperliche Untersuchung an, bei der sie oder er auch den vorderen Hals abtastet, um einen ersten Eindruck vom Zustand der Schilddrüse zu bekommen.

Ob es sich tatsächlich um eine Schilddrüsenunterfunktion handelt, kann jedoch nur eine Blutuntersuchung zeigen. Besteht der Verdacht auf eine Hypothyreose, veranlasst der Arzt oder die Ärztin einen entsprechenden Test, um die Schilddrüsenwerte festzustellen. Häufig wird dabei im ersten Schritt nur der TSH-Wert bestimmt.

TSH ist ein Hormon, das im Gehirn von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert wird. Es regt die Schilddrüse an, die Schilddrüsenhormone T3 und T4 herzustellen. TSH ist damit ein wichtiger Teil des Regelkreislaufs der Schilddrüsenhormone. Die Abkürzung TSH steht für Thyroidea-stimulierendes Hormon.

Ist der TSH-Wert erhöht, folgt eine weitere Blutuntersuchung, um die Werte für Thyroxin und gegebenenfalls auch Schilddrüsen-Antikörper zu bestimmen.

Sind die Werte für (freies) Thyroxin (fT4) niedrig und der TSH-Wert (TSH basal) hoch, spricht das für eine Unterfunktion. Der TSH-Wert ist bei einer Unterfunktion erhöht, weil die Hirnanhangsdrüse mehr TSH ausschüttet, um die schwächelnde Schilddrüse anzuregen, mehr Hormone herzustellen.

Gut zu wissen
Ab wann TSH-Werte als erhöht gelten, ist unter Fachleuten ein Streitthema. Je nachdem, welche Quelle man zurate zieht, gelten Werte über 4 bis 5 mU/L (Milli-Einheiten pro Liter) als erhöht oder auch schon Werte über 2,5 mU/L.

TSH-Wert allein nicht aussagekräftig

Der TSH-Wert für sich genommen hat wenig Aussagekraft. Man schätzt, dass etwa 5 bis 10 von 100 Menschen einen leicht erhöhten TSH-Wert haben. Dies kann bei gleichzeitig ausreichend hohen T4-Werten auf eine beginnende Unterfunktion hindeuten, aber auch ohne Bedeutung sein.

Solange die Schilddrüse ausreichend Thyroxin produziert, liegt noch keine Unterfunktion im eigentlichen Sinn vor. Auch Beschwerden treten dabei in der Regel noch nicht auf. Fachleute sprechen dann von einer "latenten Hypothyreose". Ob diese behandlungsbedürftig ist, ist umstritten.

Ist nur der TSH-Wert erhöht, ist es ratsam, den Bluttest nach einer Weile noch einmal zu wiederholen. Denn in manchen Fällen normalisiert sich der Wert von allein.

Tabelle: Interpretation der Schilddrüsenwerte

TSH (TSH basal)Thyroxin (frei, fT4)Deutung
erhöhtzu niedrigmanifeste Hypothyreose
erhöht normal latente Hypothyreose

Was den TSH-Wert verfälschen kann

Bei der Bestimmung des TSH-Werts gibt es einige Fallstricke. Je nachdem, welche anderen Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel der Patient oder die Patientin etwa einnimmt, kann das denn TSH-Wert verfälschen. Der TSH-Wert kann dann nicht korrekt als Marker dienen.

Das gilt zum Beispiel für die Einnahme von Biotin als Nahrungsergänzungsmittel. Biotin ist auch Bestandteil vieler Multivitamin- oder Vitamin-B-Komplex-Präparate. Betroffene sollten mit der Einnahme von Biotin deshalb am besten 2 bis 5 Tage vor der Blutabnahme pausieren.

Zu den Medikamenten, die den TSH-Wert verfälschen können, zählen außerdem

  • Dopamin,
  • Metformin,
  • Glukokortikoide wie Kortison,
  • Acetylsalicylsäure (ASS),
  • Johanniskraut,
  • entwässernde Mittel mit dem Wirkstoff Furesomid sowie
  • Octreid.

Zur Sicherheit sollten Betroffene ihren Arzt oder ihre Ärztin daher immer darüber informieren, welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sie regelmäßig einnehmen.

Ultraschalluntersuchung zeigt Struktur der Schilddrüse

Je nach Situation untersucht der Arzt oder die Ärztin die Schilddrüse außerdem mit Ultraschall. Die Untersuchung zeigt, wie das Organ beschaffen ist, und macht eventuell vorhandene Knoten sichtbar. Sie gibt jedoch keinerlei Aufschluss darüber, wie gut die Schilddrüse funktioniert.

Angeborene Unterfunktion bei Neugeborenen erkennen

Etwa eines von 3.400 Neugeborenen in Deutschland kommt mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion auf die Welt. Dank einer Untersuchung im Rahmen des Neugeborenen-Screenings kann diese jedoch meist bereits in der ersten Lebenswoche erkannt und eine Therapie begonnen werden.

Therapie: Eine Schilddrüsenunterfunktion behandeln

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion mangelt es dem Körper an Thyroxin. Die Behandlung besteht darin, den Mangel auszugleichen und die Schilddrüsenwerte zu normalisieren.

Der Arzt oder die Ärztin verschreibt Betroffenen das fehlende Schilddrüsenhormon in Form des Wirkstoffs Levothyroxin (L-Thyroxin). Diese Tabletten müssen von nun an täglich eingenommen werden, in den meisten Fällen lebenslang.

Wie viel L-Thyroxin Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion einnehmen müssen, kann individuell unterschiedlich sein. Um die richtige Dosierung herauszufinden, erhalten Betroffene anfangs in der Regel eine niedrige Dosis, die dann langsam gesteigert wird. Bis die passende Dosierung feststeht, können einige Wochen bis Monate vergehen.

Im Laufe der Jahre kann sich der Bedarf an Thyroxin außerdem verändern. Deshalb ist es ratsam, die Schilddrüsenwerte in regelmäßigen Abständen zu überprüfen (meist einmal jährlich) und die Dosis gegebenenfalls anzupassen. Am Tag der Blutabnahme ist es wichtig, nüchtern und ohne Einnahme von Thyroxin zum Termin zu erscheinen.

Schilddrüsentabletten gibt es von unterschiedlichen Herstellern. Wer einmal Tabletten einer Marke verschrieben bekommen hat, sollte möglichst bei dieser bleiben.

Sobald sich die Schilddrüsenwerte wieder in einem normalen Bereich befinden, lassen die Beschwerden, die die Unterfunktion der Schilddrüse hervorgerufen hat, meist rasch nach. Bei einer Gewichtszunahme durch die Schilddrüse normalisiert sich das Gewicht also wieder. Auch möglicherweise erhöhte Cholesterinwerte werden allmählich sinken.

Wenn die Beschwerden nicht nachlassen, hängen diese möglicherweise auch nicht mit der Schilddrüsenunterfunktion zusammen.

Was bei der Einnahme von L-Thyroxin zu beachten ist

Damit die Schilddrüsentabletten gut wirken, sind einige Dinge bei der Einnahme zu beachten.

Es empfiehlt sich, L-Thyroxin immer zur selben Zeit und immer auf leeren, das heißt nüchternen Magen einzunehmen – also mindestens 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück. Auch andere Medikamente sollten möglichst nicht gleichzeitig, sondern mit zeitlichem Abstand eingenommen werden. Das soll verhindern, dass es zu Wechselwirkungen kommt, die die Wirkung von L-Thyroxin verringern.

Unter Umständen kann auch eine Einnahme vor dem Schlafengehen infrage kommen. Dann sollte das Abendessen mindestens zwei Stunden zurückliegen oder die Tablette 30 Minuten vor dem Abendessen eingenommen werden. Was im Einzelfall am ratsamsten ist, sollten Betroffene mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen.

Bei der Einnahme von L-Thyroxin ist außerdem zu beachten, dass viele Inhaltsstoffe in Lebensmitteln oder Medikamenten ungünstig wechselwirken, wenn diese gleichzeitig oder zeitnah verzehrt beziehungsweise eingenommen werden. Sie können die Aufnahme des Wirkstoffs im Darm stören und dazu führen, dass die Tabletten schwächer wirken.

Deshalb sollten zum Beispiel säurebindende Mittel für den Magen (Antazida) oder Protonenpumpenhemmer (wie Omeprazol, Pantoprazol), aber auch Nahrungsergänzungsmittel mit Kalzium oder Eisen nur mit ausreichend zeitlichem Abstand eingenommen werden. Ebenso können verschiedene Lebensmittel die Aufnahme von L-Thyroxin stören, wie zum Beispiel Milch oder Kaffee.

Wer einmal eine Schilddrüsentablette vergisst, muss diese nicht nachnehmen, sondern kann am nächsten Tag einfach wie gewohnt weitermachen. Solch ein kurzfristiger Ausfall wirkt sich in der Regel nicht auf die Schilddrüse aus.

Latente Schilddrüsenunterfunktion behandeln oder nicht?

Ob eine latente Hypothyreose behandelt werden muss, darüber sind sich Fachleute bislang uneins. Meist raten Ärzte oder Ärztinnen zu einer Behandlung, wenn der TSH-Wert über 10 mU/L liegt und sich der T4-Wert gleichzeitig im Normalbereich befindet. Denn Studienergebnisse lassen vermuten, dass in solchen Fällen ein leicht erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht.

Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft

Besteht in der Schwangerschaft ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, kann das schwere gesundheitliche Folgen für das sich entwickelnde Kind haben. Frauen mit nachweislicher Schilddrüsenunterfunktion sollten im Falle einer Schwangerschaft die Behandlung deshalb fortführen und weiterhin die Schilddrüsentabletten einnehmen.

Ob die Dosis über den Zeitraum der Schwangerschaft gegebenenfalls erhöht werden muss, sollten Betroffene mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen. Denn der Hormonbedarf steigt während dieser Zeit um etwa 50 Prozent an.

Ob auch Frauen, bei denen in der Schwangerschaft eine latente Hypothyreose festgestellt wird, behandelt werden sollten, ist unter Fachleuten umstritten. Bei den betroffenen Frauen ist nur der TSH-Wert erhöht, die Schilddrüsenhormone liegen jedoch noch im normalen Bereich.

Studienergebnisse deuten zwar darauf hin, dass eine latente Unterfunktion der Schilddrüse mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten und Frühgeburten einhergeht. Allerdings ist bislang unklar, ob der TSH-Wert sinkt, wenn die latente Unterfunktion behandelt und L-Thyroxin eingenommen wird. Ein Vorteil für die Schwangerschaft oder das ungeborene Kind ließ sich in Untersuchungen zu diesem Thema bislang nicht erkennen.

Bei manchen Frauen entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion erst infolge einer Schwangerschaft. Ursache ist in diesen Fällen meist eine Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis). Sie kann nach der Geburt anfangs zu einer Überfunktion und dann zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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