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Brustkrebs: Welche Faktoren entscheidend für die Überlebenschancen sind

Brustkrebsstudie zeigt  

Wovon die Überlebenschancen abhängen

12.10.2021, 14:13 Uhr
Brustkrebs: Welche Faktoren entscheidend für die Überlebenschancen sind. Darstellung eines Brusttumors in einer 3-D-Grafik. Brustkrebs kann heimtückisch sein und auch nach vielen Jahren erneut auftreten. (Quelle: Getty Images/Mohammed Haneefa Nizamudeen)

Darstellung eines Brusttumors in einer 3-D-Grafik. Brustkrebs kann heimtückisch sein und auch nach vielen Jahren erneut auftreten. (Quelle: Mohammed Haneefa Nizamudeen/Getty Images)

Rechtzeitig erkannt und richtig behandelt sind die Heilungschancen bei Brustkrebs gut. Vorausgesetzt der Tumor wird früh erkannt und entfernt. Manchmal kehrt der Krebs jedoch Jahre oder Jahrzehnte nach überstandenen Ersterkrankung wieder zurück. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, haben schwedische Forscher untersucht.

Die Behandlung von Brustkrebs hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Die Zahl der Sterbefälle sinkt kontinuierlich, obwohl mehr Frauen erkranken. Nach Auskunft der Deutschen Krebsgesellschaft sind fünf Jahre nach der Diagnose etwa 87 Prozent der Patientinnen noch am Leben. Allerdings kehrt Brustkrebs nicht selten nach Jahren oder Jahrzehnten wieder und bildet Rezidive ("Rückfälle") oder Metastasen (Tochtergeschwülste).

Mediziner wissen, dass die die sogenannte "Fünf-Jahre-Überlebensrate" von der Größe, der Art und der Lage des Tumors abhängig ist und dass bestimmte molekulare Merkmale sowie die Hormonempfindlichkeit des Tumors eine Rolle spielen. Ob diese Kriterien auch die Langristheilung ausschlaggebend sind, war jedoch wissenschaftlich bislang noch nicht erforscht. Dieser Frage widmete sich jetzt Forscher am Karolinska Institut und am Universitätsklinikum in Stockholm.

Krankheitsverlauf über 25 Jahre betrachtet

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 565 Patientinnen, bei denen vor 25 Jahren Brustkrebs festgestellt worden war. Alle Frauen hatten die Wechseljahre bereits hinter sich und waren zum Zeitpunkt der Erstdiagnose an hormonempfindlichem Östrogenrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs erkrankt. Diese Krebsart ist aggressiv und hat ein erhöhtes Risiko für Metastasen.

Als der Krebs entdeckt wurde, hatte er sich noch nicht in die Lymphknoten ausgebreitet. Die Patientinnen erhielten eine Therapie mit dem Antiöstrogen Tamoxifen. Diese antihormonelle Therapie wurde zwei oder fünf Jahre lang durchgeführt. 

Langzeitüberleben hängt von Art und Größe des Tumors ab

Nach Auswertung der Daten stellten die Forscher fest: Einen erheblichen Einfluss auf die Langzeitprognose hatten die Tumorgröße und der Tumorgrad. Sie beeinflussten zum signifikant das Risiko dafür, einen Rückfall in Form von Metastasen, in anderen Organen zu erleiden. Bei kleinen Tumoren (maximal 10 Millimeter) und niedrigem Tumorgrad war das Risiko erheblich niedriger. Wiederum profitierten Patientinnen mit größeren Tumoren mehr von der antihormonellen Therapie mit Tamoxifen als Patientinnen mit kleineren Tumoren.

Keinen Einfluss auf das Risiko für einen Rückfall mit Metastasen hatten die Frage, ob Rezeptoren für Progesteron vorlagen oder nicht, und bestimmte molekulare Tumoreigenschaften, die für die Kurzprognose eine Bedeutung haben. Allerdings  profitierten wieder mehr Patientinnen mit zum Beispiel Progesteron-positivem Tumor und niedrigerem Tumorgrad von der antihormonellen Therapie mit Tamoxifen.

Verwendete Quellen:


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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