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Ja, die Redaktion hat für diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Diagnose Krebs: Diese Fragen helfen für die ersten Arztgespräche

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 08.02.2022Lesedauer: 4 Min.
Junge Ärztin zeigt Krebspatientin ein Röntgenbild: Um Unsicherheiten zu klären, können sich Krebspatienten mit einer Checkliste auf das Arztgespräch vorbereiten.
Um Unsicherheiten zu klären, können sich Krebspatienten mit einer Checkliste auf das Arztgespräch vorbereiten. (Quelle: eggeeggjiew/getty-images-bilder)
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Die Diagnose Krebs ist für die meisten ein Schock wirft viele Fragen auf. Um gut informiert zu sein, sind Arztgespräche wichtig. Eine Onkologin erklärt, wie Sie sich darauf optimal vorbereiten können.

Das Wichtigste im Überblick


  • Diese Fragen helfen für die ersten Arztgespräche
  • Auf mögliche Fragen des Arztes vorbereiten
  • Untersuchungsergebnisse sammeln

In der Arztpraxis ist die Nervosität oft groß. Daher vergessen viele Patienten ihre Fragen oder überhören wichtige Informationen. Erfahren Sie hier, wie Sie gut vorbereitet ins Gespräch gehen und die Informationen erhalten, die Sie benötigen.


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Nach der Krebsdiagnose Unterstützung holen

Die Diagnose Krebs ist ein Schock. Für viele Betroffene ist es eine große Herausforderung, neben den emotionalen Herausforderungen, die auf sie einwirken, die weiteren Schritte zu organisieren. Das Wichtigste nach der Diagnose Krebs ist daher, Unterstützung zu suchen. So können zum Beispiel Familienangehörige oder enge Freunde emotional begleiten und helfen, den Überblick über anstehende Termine zu behalten.

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Bei starker psychischer Belastung ist es ratsam, zusätzlich psychoonkologische Hilfe anzufragen. Unter anderem können Krebsberatungsstellen hierbei helfen. Manchen Krebskranken tut auch der Kontakt zu anderen Betroffenen gut – dies können Selbsthilfeorganisationen vermitteln. Fachkliniken für Krebsbehandlungen bieten ebenfalls Hilfe durch psychoonkologisches Fachpersonal und psychosoziale Betreuungsangebote an – auch für Angehörige.

"In den meisten Fällen ist die Krebsdiagnose kein medizinischer Notfall. Das heißt, es ist keine sofortige Behandlung notwendig. Die weiterführende feingewebliche Diagnostik und die Ausbreitungsdiagnostik erstrecken sich über eine gewisse Zeit und erst danach wird der Behandlungsplan erstellt", sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

"Betroffene haben nach der Erstdiagnose daher zumeist ausreichend Zeit, die Schock zu verdauen und erste Fragen zu klären. So bietet unter anderem der Krebsinformationsdienst individuelle Beratung an."

(Quelle: Privat)


Dr. Susanne Weg-Remers ist Leiterin des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Nach ihrem Abschluss hat die Expertin in der Inneren Medizin sowie in der klinischen Grundlagenforschung gearbeitet. Sie steht in engem Kontakt mit Krebspatienten und unterstützt diese auf dem Weg ihrer Krebserkrankung.

Krebsbehandlung: Einen Arzt des Vertrauens finden

Da zu Beginn die Diagnostik oft über den Hausarzt oder einen niedergelassenen Facharzt koordiniert wird, bis eine Fachklinik für die weitere Behandlung gefunden ist, können Betroffene mit diesem ins Gespräch gehen und fragen, welche Erfahrungen er mit welchen Kliniken gemacht hat und ob er eine Empfehlung hat. Auch die Krankenkassen können Empfehlungen aussprechen.

"Die Betroffenen können aber auch selbst aktiv werden und einen Arzt oder eine Klinik ihrer Wahl aussuchen", erklärt die Krebsexpertin. "Patienten haben ein Recht auf eine freie Arztwahl. Es ist ratsam, die Krankenkasse in eigene Wünsche einzubeziehen und zu klären, ob möglicherweise Kosten auf einen zukommen, etwa Fahrtkosten oder ob die Differenz bei Behandlung in einer teureren Klinik selbst übernommen werden muss."

Die richtige Vorbereitung auf die Arztgespräche

Für die anstehenden Arztgespräche ist eine gute Vorbereitung ratsam. Hilfreich ist es, wenn sich Betroffene mit nahestehenden Personen zusammensetzen und vorab notieren, welche Fragen sie klären möchten. Diese Fragen-Liste sollten sie mit zum Arzt nehmen. Sie ist ein guter Leitfaden und hilft, dass in der Aufregung nichts vergessen geht.

Ebenso kann es wertvoll sein, wenn eine Vertrauensperson zum Arztgesprächen mitkommt. Vier Ohren hören mehr als zwei und vier Augen sehen mehr als zwei. Nach dem Gespräch sollte ein Zeitfenster eingeplant werden, in dem die wichtigsten Fakten des Gesprächs zusammengefasst werden – am besten schriftlich.

"In Zeiten von Corona ist es empfehlenswert, im Vorfeld zu klären, ob eine Begleitperson beim Arztgespräch anwesend sein darf", rät Weg-Remers. "Ich das nicht der Fall, gibt es vielleicht die Möglichkeit, einen Angehörigen oder Freund telefonisch in das Gespräch einzubinden. Dieser kann sich dann während des Gesprächs bereits erste Notizen machen oder nachhaken, wenn etwas unklar ist."

Diese Fragen helfen für die ersten Arztgespräche

  • Was haben die feingewebliche Untersuchung und Ausbreitungsdiagnostik ergeben?
  • Gibt es Hoffnung auf Heilung? Oder hat die Krebstherapie vorrangig das Ziel, das Krebswachstum zu verlangsamen?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich? Welche Therapien sind für mich geeignet?
  • Was sind die nächsten Untersuchungen, die anstehen?
  • Wie lange wird die Krebsbehandlung voraussichtlich dauern?
  • Was kann ich selbst beitragen und wie bereite ich mich am besten auf die Therapie vor?
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  • Welche Langzeitfolgen sind möglich?
  • Was passiert, wenn ich mich gegen eine Krebstherapie entscheide?
  • Wo finde ich weiterführende Unterstützungsangebote?
  • Was muss mit der Krankenkasse geklärt werden?
  • Wie verhalte ich mich gegenüber meinem Arbeitgeber?
  • Kommen Kosten für Behandlungen auf mich zu?

Auf mögliche Fragen des Arztes vorbereiten

Nicht nur die eigenen Fragen wollen gut vorbereitet sein. Auch ist es hilfreich, sich zu überlegen, welche Fragen der Arzt haben könnte, um ein besseres Bild von der Situation des Betroffenen zu bekommen. Mögliche Fragen können sein:

  • Sind Vorerkrankungen bekannt?
  • Welche Medikamente werden wie oft in welcher Dosierung eingenommen? Ein Medikamentenplan hilft dem Arzt.
  • Gibt es Allergien oder Unverträglichkeiten?
  • Gab es in der Vergangenheit bereits Krankenhausaufenthalte? Warum?
  • Sind in der Familie Krebserkrankungen bekannt? Welche?
  • Wann sind welche Symptome aufgetreten, die mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen?
  • Welche Untersuchungen wurden bisher vorgenommen?

Untersuchungsergebnisse sammeln

Um selbst den Überblick zu behalten und um Ärzten, die neu zur Behandlung hinzukommen, einen raschen Einblick in die eigene Krankensituation zu ermöglichen, ist es empfehlenswert, einen Ordner anzulegen, in dem alle Untersuchungsergebnisse und eigene Notizen zusammengefasst sind. So haben Betroffene immer alle wichtigen Unterlagen zusammen.

"Eine Krebsbehandlung ist meist eine interdisziplinäre Behandlung, das heißt, dass mehrere Ärzte eingebunden sind. Es erleichtert es den Ärzten, wenn alle gleichermaßen Zugriff auf Untersuchungsergebnisse haben. Die Mappe hilft dabei", sagt Weg-Remers. "Patienten haben das Recht, sich Krankenhausunterlagen und Untersuchungsergebnisse als Kopie aushändigen lassen."

Koordinieren mehrere Ärzte die Therapie und besteht zu einem Arzt besonderes Vertrauen, können Betroffene diesen fragen, ob die Möglichkeit besteht, dass dieser die weitere Behandlung koordiniert und als therapieführender Arzt fungiert.

Wann eine Zweitmeinung helfen kann

Im Laufe der Diagnosestellung und im Rahmen der Therapieplanung ist es möglich, dass Krebsbetroffene den Wunsch verspüren, sich eine zweite Meinung einzuholen, bevor sie sich für oder gegen eine Behandlung oder eine bestimmte Therapieform entscheiden. Der behandelnde Arzt hat meist Verständnis für bestehende Unsicherheiten.

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Betroffene sollten offen über ihren Wunsch sprechen und Unterlagen zur Dokumentation der aktuellen Diagnostik und Behandlung anfragen. Danach sollten sie auf ihre Krankenkasse zugehen. "Diese unterstützt den Wunsch nach einer zweiten Meinung meist und übernimmt die Kosten in der Regel", sagt Weg-Remers. "Es kann aber sein, dass die Krankenkasse Verträge mit bestimmten Kliniken hat. An diese ist der Patient gebunden, wenn er die Kostenübernahme für die Zweitmeinung wünscht."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
Heidelberg

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