• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Untersuchung & Behandlung
  • Strahlentherapie: Ablauf, Nebenwirkungen, SpĂ€tfolgen


Nachrichten
Ratgeber-Artikel

FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie eine Strahlentherapie funktioniert

mp , Kathrin Rothfischer

Aktualisiert am 23.02.2022Lesedauer: 6 Min.
Senior adult male undergoing radiotherapy for prostate cancer (real people)
Senior adult male undergoing radiotherapy for prostate cancer (real people) (Quelle: BeyondImages)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextGroße Überraschung in WimbledonSymbolbild fĂŒr einen TextOslo: Frau rammt Auto von ExtremistenSymbolbild fĂŒr einen TextFlughafen Frankfurt verhĂ€ngt Tier-EmbargoSymbolbild fĂŒr einen TextÖsterreicherin stirbt nach HaiangriffSymbolbild fĂŒr einen TextSchiff zerbricht: 27 Seeleute vermisstSymbolbild fĂŒr einen TextBundesligist schlĂ€gt auf Transfermarkt zuSymbolbild fĂŒr einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild fĂŒr einen TextZehn Millionen Euro beim Lotto am SamstagSymbolbild fĂŒr einen TextMassenschlĂ€gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild fĂŒr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild fĂŒr einen TextHorror-Crash nach VerfolgungsfahrtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Die Strahlentherapie kommt nicht nur bei Krebs zum Einsatz, sondern auch bei anderen Erkrankungen – zum Beispiel bei Arthrose. Wie die Therapie ablĂ€uft und welche Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Das Wichtigste im Überblick


  • Strahlentherapie: Anwendungsgebiete
  • Externe Strahlentherapie
  • Interne Strahlentherapie (Brachytherapie)
  • Röntgenreizbestrahlung
  • Ablauf einer Strahlentherapie
  • Nebenwirkungen & SpĂ€tfolgen: Wie gefĂ€hrlich ist eine Strahlentherapie?

Bei einer Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Radiatio genannt) werden einzelne Körperbereiche ionisierender Strahlung ausgesetzt. Ziel der Therapie ist, Erkrankungen zu heilen oder einen Krankheitsprozess zu verzögern. Sowohl gut- als auch bösartige Krankheiten können mithilfe einer Strahlentherapie behandelt werden.

Als ionisierende Strahlung bezeichnen Fachleute jede Teilchenstrahlung oder elektromagnetische Strahlung, die so energiereich ist, dass sie aus Atomen oder MolekĂŒlen Elektronen entfernen kann. Dadurch entstehen positiv geladene Ionen oder MolekĂŒlreste. Diesen Vorgang nennt man Ionisation.

Die energiereiche Strahlung, die im Rahmen einer Strahlentherapie Anwendung findet, wirkt auf die Körperzellen. In den Zellen die Strahlung das Erbgut verĂ€ndern, Stoffwechselprozesse beeinflussen und die Zellen dadurch schĂ€digen. In der Folge sterben die beeintrĂ€chtigten Zellen ab. Da ionisierende Strahlung auch gesundes Gewebe zerstören kann, muss eine Strahlentherapie genau geplant und auf die jeweilige Erkrankung und das Behandlungsgebiet abgestimmt werden – damit so wenig gesundes Gewebe wie möglich Schaden nimmt.

Strahlentherapie: Anwendungsgebiete

Eine Strahlentherapie kommt bei verschiedenen Krankheiten infrage. Am bekanntesten ist ihre Anwendung in der Onkologie, also in der Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen (etwa bei Brustkrebs oder Lungenkrebs). Etwa jeder zweite Krebspatient erhĂ€lt im Laufe seiner Erkrankung eine Strahlenbehandlung. Je nachdem, wie weit der Krebs fortgeschritten ist, kann die Strahlentherapie entweder zu einer möglichst vollstĂ€ndigen Heilung fĂŒhren (kurative Strahlentherapie) oder Symptome und Schmerzen lindern beziehungsweise ihnen vorbeugen (palliative Strahlentherapie).

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar"
Ranga Yogeshwar: Der Wissenschaftsjournalist hat einen Appell mit der Überschrift "Waffenstillstand jetzt!" unterschrieben.


Die Bestrahlung bei Krebs kann als alleinige Behandlungsmethode eingesetzt werden. Sie kann aber auch mit einer Chemotherapie kombiniert werden. Dann sprechen Fachleute von einer Radiochemotherapie. Eine weitere Möglichkeit ist, eine Strahlentherapie mit einer Operation zu verbinden:

  • Die neoadjuvante Strahlentherapie wird vor der Operation durchgefĂŒhrt, zum Beispiel, um Tumore zu verkleinern.
  • Die adjuvante Strahlentherapie findet nach der Operation statt, etwa, um verbliebene Krebszellen zu entfernen und so einem RĂŒckfall vorzubeugen.

Die Strahlentherapie wird aber nicht nur bei bösartigen Krebserkrankungen angewendet, sondern auch bei einer Reihe weiterer, gutartiger Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • entzĂŒndliche-degenerative Gelenkerkrankungen (Arthrose)
  • krankhafte Störungen im Bereich der Ansatzstelle einer Sehne am Knochen, etwa an der Achillessehne (Fersensporn) oder am Ellenbogen (Tennisarm)
  • ĂŒberschĂŒssige Zellbildung, etwa bei Morbus Ledderhose, Morbus Dupuytren, bestimmten Narben)
  • gutartige GefĂ€ĂŸgeschwĂŒlste, etwa BlutschwĂ€mmchen in einem Wirbelkörper (WirbelkörperhĂ€mangiom)

Externe Strahlentherapie

Die am hĂ€ufigsten verwendete Form der Bestrahlung ist die externe Strahlentherapie. Hier liegt die Strahlenquelle außerhalb des Körpers und die ionisierende Strahlung dringt von außen ĂŒber die Haut bis zum Zielgewebe ein. Verwendet werden elektromagnetische Strahlen wie zum Beispiel Röntgenstrahlen oder Teilchenstrahlen (zum Beispiel Elektronen).

Die meisten Strahlenbehandlungen werden heutzutage mit sogenannten Linearbeschleunigern durchgefĂŒhrt. Diese GerĂ€te erzeugen die Strahlung mithilfe von ElektrizitĂ€t und nicht ĂŒber radioaktive Stoffe. Eine Sonderform der Strahlentherapie, die Protonenbestrahlung, ist sehr aufwendig. Nur einige wenige, spezialisierte Therapiezentren bieten diese Methode an.

Zudem gibt es die Möglichkeit,

  • wĂ€hrend einer Operation den Tumor durch die geöffnete Körperhöhle direkt zu bestrahlen (Intraoperative Radiotherapie),
  • eine punktgenaue Bestrahlung vorzunehmen (stereotaktische Bestrahlung) oder
  • das Strahlenfeld durch Filter und Blenden möglichst genau an Tumorform und -grĂ¶ĂŸe anzupassen (3-D-Strahlentherapie) und dabei auch die Einstrahlrichtung und StrahlenintensitĂ€t zu verĂ€ndern (intensitĂ€tsmodulierte Strahlentherapie).

Welche Art der externen Strahlentherapie zum Einsatz kommt, hĂ€ngt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Bei Krebs spielen unter anderem die GrĂ¶ĂŸe des Tumors oder die Tumorart eine Rolle bei der Wahl des Verfahrens.

Bei jeder Form der externen Strahlentherapie liegt die Patientin oder der Patient auf einer Liege unter dem BestrahlungsgerÀt. Die Bestrahlung selbst nimmt meist nur wenige Minuten in Anspruch. Da das GerÀt im Vorfeld aber genau eingerichtet und der zu bestrahlende Körperteil in die korrekte Position gebracht werden muss, dauert eine komplette Sitzung insgesamt etwa 15 bis 45 Minuten. Sie kann ambulant erfolgen, sodass die Patientin oder der Patient danach wieder nach Hause gehen kann. Sie kann aber auch mit einem kurzen Klinikaufenthalt verbunden sein.

Die Bestrahlung selbst ist nicht schmerzhaft. Allerdings ist es wichtig, dass die Patientin oder der Patientin wĂ€hrenddessen völlig ruhig liegt. Manchmal wird man daher in einer speziellen Position fixiert. Das kann mitunter unbequem sein. Zudem ist die zu bestrahlende Person meist allein im Bestrahlungsraum. Über ein Fenster steht das Behandlungspersonal aber in Sichtkontakt. Zudem gibt es eine Klingel oder eine Gegensprechanlage, mit der die Patientin oder der Patient bei Problemen auf sich aufmerksam machen kann.

Interne Strahlentherapie (Brachytherapie)

Bei der internen Strahlentherapie wird eine radioaktive Strahlenquelle mithilfe dĂŒnner Röhrchen (Katheter, KanĂŒlen) in die NĂ€he des Zielgewebes oder auch direkt darin eingebracht. Da die verwendeten radioaktiven Stoffe nur eine geringe Reichweite haben, nennt man diese Form der Strahlentherapie auch "Brachytherapie" (vom griechischen Wort "brachys" = "kurz"). Der Vorteil dieser Methode ist, dass man mit einer hohen Dosis bestrahlen kann, gesundes Gewebe aber trotzdem möglichst wenig geschĂ€digt wird.

Es gibt verschiedene Arten der Brachytherapie, je nachdem, wo die Strahlenquelle platziert wird:

  • OberflĂ€chenapplikation: Platzierung direkt auf der Haut,
  • IntrakavitĂ€re Brachytherapie: Platzierung in natĂŒrlichen HohlrĂ€umen des Körpers wie GebĂ€rmutter, Speiseröhre etc.,
  • Interstitielle Brachytherapie: Platzierung direkt im Gewebe, etwa in der Prostata oder der Brust. Dort bleibt die Strahlenquelle entweder dauerhaft oder eine bestimmte Zeit.

Die Bestrahlung von innen erfolgt ambulant, das heißt, dass die Patientin oder der Patient nach der Behandlung nach Hause gehen kann. Auch eine stationĂ€re Behandlung ist möglich, fĂŒr die man ein paar Tage in der Klinik bleiben muss. Heutzutage wird die Brachytherapie meist im sogenannten Nachladeverfahren (Afterloading) durchgefĂŒhrt. Hier setzt eine Art Roboter die Strahlenquelle ein, sodass das medizinische Personal nicht direkt in Kontakt mit der strahlenden Substanz kommt.

Röntgenreizbestrahlung

Bei der Röntgenreiztherapie kommt Röntgenstrahlung zum Einsatz. Ärztinnen und Ärzte behandeln damit vor allem gutartige Erkrankungen wie Gelenkverschleiß (Arthrose) oder EntzĂŒndungen. Die Bestrahlung sorgt dafĂŒr, dass die behandelte Stelle besser durchblutet wird. Eine bessere Blutversorgung kann schmerzlindernd und entzĂŒndungshemmend wirken. Da nur mit einer sehr geringen Dosis und in einem kurzen Zeitraum von drei Wochen bestrahlt wird, ist diese Methode nebenwirkungsarm und bringt in der Regel keine SpĂ€tfolgen mit sich.

Ablauf einer Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie wird im Vorfeld genau geplant. Zum einen soll sie besonders wirksam sein, zum anderen soll dabei allerdings möglichst wenig gesundes Gewebe Schaden nehmen. In der Regel hilft eine Computertomographie, das zu behandelnde Gewebe zuerst genau zu untersuchen und anschließend das Bestrahlungsfeld festzulegen. Mitunter kommen auch andere bildgebende Verfahren zum Einsatz. Mithilfe von speziellen Computerprogrammen können Strahlentherapeutinnen und -therapeuten zudem berechnen, wie hoch die Strahlendosis sein soll.

Oft erhÀlt die Patientin oder der Patient diese Strahlendosis nicht auf einmal, sondern aufgeteilt in mehrere Teildosen, die in genau festgelegten zeitlichen AbstÀnden verabreicht werden. Experten nennen dieses Verfahren Fraktionierung oder fraktionierte Bestrahlung. Vorteil dieser Methode ist, dass sich das gesunde Gewebe zwischen den einzelnen Bestrahlungen regenerieren kann.

Wie lange eine Bestrahlungstherapie dauert, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Am hĂ€ufigsten finden Bestrahlungssitzungen an fĂŒnf Tagen pro Woche (Montag bis Freitag) einmal tĂ€glich und in einem Zeitraum von fĂŒnf bis acht Wochen statt. Es sind aber auch mehrere Bestrahlungen pro Tag oder nur ein bis drei Sitzungen in der Woche möglich.

Nebenwirkungen & SpÀtfolgen: Wie gefÀhrlich ist eine Strahlentherapie?

Gut geplant und fachkundig durchgefĂŒhrt ist eine Strahlentherapie nicht gefĂ€hrlich. Wie bei jeder anderen Behandlung auch kann es aber zu Nebenwirkungen kommen. Wie lange diese Nebenwirkungen anhalten, ist unterschiedlich. GrundsĂ€tzlich gibt es einerseits akute Beschwerden, die wĂ€hrend der Behandlung oder in den ersten Wochen danach auftreten. Andererseits können SpĂ€tfolgen auftreten, die sich frĂŒhestens wenige Monate nach der Strahlentherapie zeigen.

Akute Nebenwirkungen sind oft nur vorĂŒbergehend und beschrĂ€nken sich in der Regel auf den Bereich des Körpers, der bestrahlt wird. Bestrahlungen im Verdauungstrakt können zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen. Eine Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich kann zu Haarausfall oder SchleimhautentzĂŒndungen fĂŒhren. Auch MĂŒdigkeit, Appetitlosigkeit oder Fieber sind typisch. Oft helfen Medikamente, diese Beschwerden zu lindern.

Loading...
Loading...
Loading...

Charakteristische SpÀtfolgen sind zum Beispiel HautverÀnderungen im Bestrahlungsfeld. Eine vermehrte Pigmentierung lÀsst dann die Haut dunkler werden. Auch eine VerhÀrtung des Unterhautfettgewebes ist möglich. Diese VerÀnderungen bleiben dauerhaft.

Generell ist die moderne Strahlentherapie heute viel nebenwirkungsĂ€rmer als noch vor einigen Jahren. Es gibt auch einige vorbeugende Maßnahmen, um das Risiko fĂŒr SpĂ€tfolgen zu minimieren. Hilfreich ist in jedem Fall, mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu sprechen. Er oder sie kann die Patientinnen und Patienten fachgerecht aufklĂ€ren und auch Tipps geben, wie sich das Auftreten von Nebenwirkungen verringern lĂ€sst.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
A
AnalthromboseAtheromAugenzuckenAffenpocken
















t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website