• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Infektionskrankheiten
  • Windpocken-Impfung f√ľr Kinder und Erwachsene


Nachrichten
Ist dieser Text objektiv?

Ja, die Redaktion hat f√ľr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

F√ľr wen die Windpocken-Impfung wichtig ist

Von Wiebke Posmyk

Aktualisiert am 26.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Impfspritzen, im Hintergrund eine Mutter mit Baby und eine √Ąrztin.
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt, dass alle Babys ab einem Alter von 11 bis 14 Monaten erstmals gegen Windpocken geimpft werden sollten. (Quelle: SDI Productions/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f√ľr einen TextRussland droht NorwegenSymbolbild f√ľr einen TextTexas: Neue Details zu toten MigrantenSymbolbild f√ľr einen TextW√§rmepumpen f√ľr alle? Neue OffensiveSymbolbild f√ľr einen TextFahrer erleidet Verbrennungen: VW-R√ľckrufSymbolbild f√ľr einen TextUS-Senator legt sich mit Sesamstra√üe anSymbolbild f√ľr einen TextTennis: Deutsche attackiert PartnerinSymbolbild f√ľr einen TextBritney Spears' Mann spricht √ľber EheSymbolbild f√ľr einen TextWerder Bremen mit Transfer-DoppelschlagSymbolbild f√ľr einen Text"Bauer sucht Frau"-Paar erwartet BabySymbolbild f√ľr einen TextZDF-Serienstar von Freundin getrenntSymbolbild f√ľr einen TextLeipzigerin von Scientology verschleppt?Symbolbild f√ľr einen Watson TeaserLena Meyer-Landrut plant radikalen SchrittSymbolbild f√ľr einen TextSchlechtes H√∂ren erh√∂ht das Demenzrisiko

Im Alter von elf Monaten sollten Babys ihre erste Windpocken-Impfung erhalten. In bestimmten Fällen wird auch Erwachsenen eine nachträgliche Impfung empfohlen. Lesen Sie, wie die Impfung abläuft, welche Nebenwirkungen sie hat und ob die Windpocken trotz Impfung auftreten können.

Das Wichtigste im √úberblick


Seit 2004 empfiehlt die St√§ndige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine Windpocken-Impfung f√ľr Babys. Seitdem sind die Windpocken (Varizellen) deutlich seltener geworden. Dennoch z√§hlt die Viruserkrankung immer noch zu den h√§ufigsten Kinderkrankheiten.


Typische Kinderkrankheiten: So erkennen Sie sie

Kinderkrankheit Windpocken
Kinderkrankheit Mumps: Impfen wird empfohlen
+5

Nicht nur Kinder können sich mit dem auslösenden Varizella-Zoster-Virus anstecken. Auch ungeimpfte Jugendliche oder Erwachsene, die noch keine Windpocken hatten, können erkranken. Da Windpocken im Erwachsenenalter oft schwerer verlaufen als bei Kindern, empfiehlt die STIKO bestimmten Personengruppen, die Impfung nachzuholen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Warum Putin nicht verhaftet wird
Wladimir Putin: Der russische Präsident besuchte erstmals nach Beginn des Ukraine-Krieges mit Tadschikistan und Turkmenistan zwei ausländische Staaten.


Wer einmal die Windpocken hatte, kann sich nicht erneut anstecken und benötigt keine Impfung.

Warum wird eine Windpocken-Impfung empfohlen?

Meist klingen Windpocken folgenlos ab. Bis zu 5 von 100 Erkrankten entwickeln jedoch einen schweren Verlauf mit Komplikationen. Dazu z√§hlen zum Beispiel bakterielle Hautinfektionen, Lungenentz√ľndungen oder (sehr selten) Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie zum Beispiel eine Hirnhautentz√ľndung.

Erwachsene haben grunds√§tzlich ein h√∂heres Risiko f√ľr einen schweren Verlauf als Kinder. Gef√§hrdet sind besonders Personen, deren Immunsystem geschw√§cht ist. Schwangere, die an Windpocken erkranken, k√∂nnen das Virus auf das Ungeborene √ľbertragen, was beim Baby zu verschiedenen Fehlbildungen f√ľhren kann. F√ľr Neugeborene kann eine Infektion lebensbedrohlich sein.

Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser sind auch Personen gesch√ľtzt, die sich aus verschiedenen Gr√ľnden nicht impfen lassen k√∂nnen.

Windpocken-Impfung: Welche Empfehlungen gelten f√ľr Babys?

Die STIKO empfiehlt eine Impfung bereits im Babyalter. F√ľr einen vollst√§ndigen Impfschutz sind zwei Impfstoffdosen n√∂tig:

  • Die erste Dosis sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten und
  • die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten gegeben werden.

Zwischen den beiden Teilimpfungen sollten mindestens vier Wochen liegen. Die √Ąrztin oder der Arzt injiziert einen Lebendimpfstoff, der die Viren in abgeschw√§chter Form enth√§lt.

Die erste Impfdosis kann zusammen mit der ersten Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln (MMR-Impfung) verabreicht werden. Bei getrennten Terminen sollten zwischen der Windpockenimpfung und der MMR-Impfung mindestens vier Wochen liegen.

Da im Alter von 15 Monaten auch die zweite Impfdosis gegen Masern, Mumps und R√∂teln f√§llig ist, verwendet die √Ąrztin oder der Arzt beim zweiten Impftermin in der Regel einen sogenannten Kombinationsimpfstoff (MMRV-Impfstoff; das V steht f√ľr Varizellen = Windpocken). In diesem ist der Impfstoff gegen Windpocken enthalten.

Säuglinge, die eine Kita oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung besuchen sollen, können schon ab einem Alter von 9 Monaten erstmals geimpft werden.

Versäumte Impfung nachholen

Wurde die Impfung im S√§uglingsalter vers√§umt oder nur die erste Impfung durchgef√ľhrt, sollten Kinder und Jugendliche die zwei Impftermine bis zum 18. Geburtstag nachholen. Es sei denn, sie hatten in der Zwischenzeit die Windpocken: Dann ist keine Impfung mehr n√∂tig.

Wann Erwachsene zur Windpocken-Impfung sollten

In bestimmten F√§llen empfiehlt die STIKO eine Windpocken-Impfung f√ľr Erwachsene, die noch keine Impfung hatten oder bei denen keine Antik√∂rper im Blut nachweisbar sind. Wie bei Kindern sind dann zwei Impftermine n√∂tig, um einen vollst√§ndigen Impfschutz zu haben.

Impfen lassen sollten sich vor allem Personen mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr einen schweren Verlauf. Dazu z√§hlen

  • Personen, die mit Medikamenten behandelt werden sollen, die das Immunsystem unterdr√ľcken (Immunsuppressiva),
  • Personen, bei denen eine Organtransplantation ansteht,
  • Personen, die an schwerer Neurodermitis erkrankt sind, sowie
  • Frauen mit Kinderwunsch.

Menschen, die engen Kontakt zu gefährdeten Personen haben, sollten sich ebenfalls impfen lassen.

Nicht geeignet ist eine Windpocken-Impfung w√§hrend der Schwangerschaft. Frauen, die schwanger werden m√∂chten, sollten nach der Impfung f√ľr einen Monat verh√ľten, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Schon gewusst?
Ungeimpfte, die Kontakt mit einer infizierten Person hatten, k√∂nnen sich unter Umst√§nden noch nachtr√§glich impfen lassen. Dadurch l√§sst sich die Erkrankung verhindern oder ihr Verlauf abschw√§chen. Zwischen dem Kontakt und der Impfung d√ľrfen dabei h√∂chstens f√ľnf Tage liegen.

Impfungen f√ľr medizinisches Personal

Erwachsene, die im Gesundheitsdienst t√§tig sind und andere, gef√§hrdete Personen anstecken k√∂nnten, sollten die Impfung ebenfalls wahrnehmen. Das gilt vor allem f√ľr Menschen, die in folgenden Bereichen arbeiten:

  • Kinder- und Jugendmedizin
  • Krebsheilkunde
  • Gyn√§kologie und Geburtshilfe
  • Intensivmedizin
  • Betreuung von Menschen mit einem geschw√§chten Immunsystem

Ebenfalls impfen lassen sollten sich Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen f√ľr das Vorschulalter arbeiten wollen.

Was kostet die Impfung gegen Windpocken?
Bei gesetzlich Versicherten, f√ľr die die Impfempfehlungen gelten, √ľbernehmen die Krankenkassen die Kosten f√ľr den Windpocken-Impfung. Auch die privaten Krankenkassen zahlen in der Regel.

Welche Nebenwirkungen hat die Windpocken-Impfung?

Die Windpocken-Impfung gilt als gut vertr√§glich. Nach der Impfung kann es vor√ľbergehend zu Impfreaktionen kommen. Sie entstehen, weil das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. Zu m√∂glichen Impfreaktionen nach der Windpocken-Impfung z√§hlen

  • R√∂tung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle
  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit, Unwohlsein
  • √úbelkeit

Diese Reaktionen klingen normalerweise nach ein bis drei Tagen folgenlos wieder ab.

Einige Personen entwickeln etwa ein bis vier Wochen nach der Impfung einen leichten Hautausschlag mit Fieber, der sich von allein wieder zur√ľckbildet. In sehr seltenen F√§llen tritt nach der Impfung eine allergische Reaktion auf.

Windpocken trotz Impfung?

Die Windpocken-Impfung bietet einen sehr hohen Schutz vor einer Infektion. Der Schutz liegt jedoch nicht bei 100 Prozent. In seltenen Fällen kann eine Person also trotz Impfung an Windpocken erkranken. In der Regel ist der Verlauf dann jedoch deutlich milder.

Dem Robert Koch-Institut zufolge kann eine erste Impfdosis die Infektion zu 70 bis 90 Prozent verhindern. Nach der zweiten Impfung beträgt der Impfschutz etwa 95 Prozent: Von 100 Geimpften, die mit dem Virus in Kontakt kommen, erkranken bis zu 5.

Gut zu wissen: Schon ab der ersten Impfung sind Geimpfte zu mehr als 95 Prozent vor einem schweren Verlauf gesch√ľtzt.

Sch√ľtzt die Windpocken-Impfung auch vor G√ľrtelrose?

Wer die Windpocken hatte, kann sp√§ter eine G√ľrtelrose entwickeln. Der Grund: Die Viren verbleiben auch nach Abklingen der Windpocken lebenslang im K√∂rper. Nach Jahren oder Jahrzehnten k√∂nnen sie wieder aktiv werden. Dann entwickelt die Person nicht erneut Windpocken, sondern eine G√ľrtelrose. Dabei entsteht ein schmerzhafter Ausschlag (meist am Rumpf), der in der Regel auf eine K√∂rperseite begrenzt ist.

Aber sch√ľtzt die Windpocken-Impfung automatisch vor eine G√ľrtelrose? Nicht unbedingt. Da es sich bei der Impfung um einen Lebendimpfstoff handelt, k√∂nnen auch Geimpfte an G√ľrtelrose erkranken ‚Äď denn die (abgeschw√§chten) Viren aus dem Impfstoff bleiben ebenfalls im K√∂rper und k√∂nnen zu einem sp√§teren Zeitpunkt wieder aktiv werden.

Aber: Im Vergleich zum nat√ľrlichen Varizella-Zoster-Virus (Wildvirus) ist die Wahrscheinlichkeit, dass die abgeschw√§chten Viren im Impfstoff wieder aktiv werden, deutlich geringer. Bricht dennoch eine G√ľrtelrose aus, verl√§uft die Erkrankung meist milder. Somit sch√ľtzt die Windpocken-Impfung indirekt vor einem schweren Verlauf der G√ľrtelrose. Zudem bietet sie Schutz vor einer G√ľrtelrose, die durch das Wildvirus verursacht wird.

Gut zu wissen
Gegen G√ľrtelrose gibt es eine Impfung. Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren, sich impfen zu lassen. Menschen mit bestimmten Grundkrankheiten oder einer Immunschw√§che sollten sich bereits ab 50 Jahren impfen lassen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Astrid Clasen
Fieber

t-online - Nachrichten f√ľr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website