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Ja, die Redaktion hat f√ľr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wenn psychische Belastung auf die Blase schlägt

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 21.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Stressblase: Psychische Belastung kann sich negativ auf die Funktion der Blase auswirken.
Stressblase: Psychische Belastung kann sich negativ auf die Funktion der Blase auswirken. (Quelle: RealPeopleGroup/getty-images-bilder)
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Plötzlicher, ungewollter Urinverlust kann verschiedene Ursachen haben. Bei der Dranginkontinenz ist nicht immer eine körperliche Ursache feststellbar. Welche psychischen Belastungen möglicherweise eine Rolle spielen.

Das Wichtigste im √úberblick


  • Was ist Harninkontinenz?
  • Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz: der Unterschied
  • Wenn Stress auf die Blase schl√§gt: Was hilft?
  • Richtig essen und trinken bei Harninkontinenz
  • Wann kann eine Psychotherapie helfen?

Stress ist bekannt daf√ľr, der Ausl√∂ser vieler Krankheiten zu sein. W√§hrend die einen bei Stress Schlafst√∂rungen haben, kann bei anderen die psychische Belastung zu einer schwachen Blase f√ľhren. Wie die Harninkontinenz und Stress zusammenh√§ngen.


Diese Formen von Inkontinenz gibt es

Junge Frau niest in ihren Ellenbogen: Belastungsinkontinenz: Bei dieser Form kommt es bei Belastung zu plötzlichem Urinverlust. Betroffene können beim Niesen oder Treppensteigen ihren Harndrang nicht mehr kontrollieren. Ursache ist meist eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur.
Frau gie√üt Pflanze: Tr√∂pfel-Inkontinenz:Tr√∂pfel-Inkontinenz: Wird die Blase beim Wasserlassen nicht vollst√§ndig entleert, treten bei dieser Inkontinenz-Form Urintropfen aus. Ursache f√ľr das "Nachtr√∂pfeln" ist bei Frauen ist meistens eine schwache Beckenbodenmuskulatur, bei M√§nner eine vergr√∂√üerte Prostata.
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Was ist Harninkontinenz?

Betroffene einer Harninkontinenz, umgangssprachlich auch als Blasenschwäche bezeichnet, verlieren plötzlich und ungewollt geringe bis größere Mengen Harn. Die Ursachen können vielfältig sein. Die häufigsten Formen der Harninkontinenz sind die Belastungsinkontinenz und die Dranginkontinenz. Möglich ist auch eine Mischform aus beiden Inkontinenzformen.

Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz: der Unterschied

"Bei der Belastungsinkontinenz geht Harn, wie der Name bereits verr√§t, unter Belastung verloren. Das kann beim Husten, Niesen, Lachen oder schweren Heben passieren", erkl√§rt Prof. Daniela Schultz-Lampel, Direktorin des Kontinenzzentrums S√ľdwest am Klinikum Schwarzwald-Baar in Villingen-Schwenningen und Mitglied im Expertenrat der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V.

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In sehr ausgeprägten Fällen geht Harn bei jeder Bewegung oder sogar im Stehen ab. Ursache ist oft ein geschwächter Beckenboden. Beispielsweise setzen Übergewicht, Schwangerschaften, Geburten, Verletzungen und Operationen im Becken, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sowie dauernde Verstopfung dem Beckenboden zu.

Bei der Dranginkontinenz hingegen, auch als Reizblase bezeichnet, versp√ľren Betroffene pl√∂tzlich einen extrem starken Harndrang ‚Äď obwohl die Blase noch nicht voll ist. Viele schaffen es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette. Der Urin geht schwallartig, in gr√∂√üeren Mengen ab. Die Blase sendet bereits bei geringem "F√ľllstand" f√§lschlicherweise das Signal "voll". Ursache der gereizten Nerven k√∂nnen unter anderem neurologische Erkrankungen, Diabetes mellitus, Blasensteine, Harnwegsinfekte sowie psychosomatische Faktoren sein.

Dranginkontinenz und Stress können zusammenhängen

"Es ist m√∂glich, dass die Dranginkontinenz Stress und psychische Belastungen als m√∂gliche Ausl√∂ser hat. Das sind im Vergleich zu anderen Harninkontinenz-Ursachen aber eher seltenere F√§lle", erkl√§rt die Fach√§rztin f√ľr Urologie. "Die psychogene Blase zeigt sich meist √ľber eine h√§ufige Drangsymptomatik sowie Blasenschmerzen. Es muss nicht zwingend zu Harnverlust kommen. Dann sprechen Mediziner von einer 'trockenen √ľberaktiven Blase'. Kommt es hingegen zum Urinverlust, ist von einer 'nassen, √ľberaktiven Blase' die Rede."

Die Blase und Stress

Emotionaler Stress kann die Blasenfunktion beeinflussen. Die zust√§ndigen Nervenzellen in der Blase senden abh√§ngig vom F√ľllstand der Blase bestimmte Signale an die Blasenmuskulatur. Stress, √Ąrger, √Ąngste und psychische Probleme k√∂nnen auf diesen Ablauf einwirken. Die Blase kann "nerv√∂ser" werden und immer wiederkehrenden intensiven Harndrang, Blasenschmerzen und manchmal auch Harninkontinenz ausl√∂sen.

"Der Beckenboden und die Sexualorgane k√∂nnen durchaus auf psychogene Einfl√ľsse reagieren. Darauf spielen auch Sprichw√∂rter wie 'Die Blase ist der Spiegel der Seele' oder 'Urin statt Tr√§nen' an", sagt Schultz-Lampel. "Viele Menschen kennen es, dass besonders unter Stress und in belastenden Situationen st√§ndig die Blase dr√ľckt. Frauen sind h√§ufiger von der stressbedingten √ľberaktiven Blase betroffen als M√§nner."

Wenn Stress auf die Blase schlägt: Was hilft?

Wer pl√∂tzlich mit einer empfindlichen Blase zu k√§mpfen hat oder gar ungewollt Harn verliert, sollte immer einen Urologen aufsuchen und die Ursache kl√§ren lassen. Es sei zum einen wichtig, dass ernstere Ursachen ausgeschlossen w√ľrden, etwa eine unerkannte neurologische Erkrankung. Zum anderen k√∂nne unter √§rztlicher Therapie in den meisten F√§llen eine Linderung oder die komplette Heilung der Harninkontinenz erreicht werden, so die Urologin.

Besteht der Verdacht, dass seelische Faktoren die Ursache der Dranginkontinenz sind, können verschiedene Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert werden:

  • Medikamente, sogenannte Antimuskarinika, hemmen √ľber das Nervensystem die √ľberaktive Blase.
  • Toilettentraining und Harnhaltestrategien trainieren die Blase dahingehend, dass sie mehr Harn halten kann.
  • Elektrotherapie oder Akupunktur k√∂nnen der Blase helfen, zu entspannen.
  • Entspannungsmethoden, wie Meditation oder Autogenes Training, k√∂nnen dahingehend unterst√ľtzen, mit seelischem Druck besser umzugehen. Hier sollten Betroffene ausprobieren, mit welchem Entspannungsverfahren sie sich am wohlsten f√ľhlen.
  • Eine Botox-Behandlung kann helfen, wenn die pl√∂tzliche Verkrampfung der Blase immer wieder zu schwallartigem Harnverlust f√ľhrt. Botox kann die Blasenmuskulatur entspannen.
  • Beckenbodentraining st√§rkt die Blasenmuskulatur und unterst√ľtzt die Blasenkontrolle.
(Quelle: Privat)


Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel ist Direktorin des Kontinenzzentrums S√ľdwest am Klinikum Schwarzwald-Baar in Villingen-Schwenningen und Mitglied im Expertenrat der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft bietet umfangreiche Informationen zu Harn- sowie Stuhlinkontinenz sowie √∂rtliche Adressen von anerkannten √§rztlichen Beratungsstellen sowie zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentren.

Richtig essen und trinken bei Harninkontinenz

"Ebenfalls hilfreich kann es sein, blasenreizende und harntreibende Getr√§nke und Speisen zu reduzieren oder ganz zu verzichten, etwa Kaffee, Alkohol, Schwarztee und scharfe Gew√ľrze", r√§t Schultz-Lampel. "Oft sind es saure Speisen und Getr√§nke, welche die Blasenwand reizen k√∂nnen. Meist ersp√ľren die Betroffenen von selbst, welche Nahrungsmittel und Getr√§nke bei ihnen den Harndrang verst√§rken und reizend wirken."

Wann kann eine Psychotherapie helfen?

Unter bestimmten Umständen kann eine psychotherapeutische Begleitung empfehlenswert sein. "Merken Betroffene, dass bestimmte Belastungssituationen die Beschwerden verstärken oder vermutet der behandelnde Arzt einen Zusammenhang zwischen bestimmten Lebenssituationen und der Harninkontinenz, kann eine Psychotherapie eine Option sein", sagt die Expertin.

"Ratsam ist es zudem auch, zu schauen, ob sich psychische Auffälligkeiten möglicherweise aufgrund der Harninkontinenz beziehungsweise der belastenden Harnsymptomatik ausgebildet haben."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Ann-Kathrin Landzettel
Von Nicole Sagener
HustenVillingen-Schwenningen

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