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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Pflaster oder frische Luft bei Wunden?

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 19.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Pflaster: Sie unterst├╝tzen die Wundheilung, da sie Keime und Bakterien von der Wunde fernhalten.
Pflaster: Sie unterst├╝tzen die Wundheilung, da sie Keime und Bakterien von der Wunde fernhalten. (Quelle: Piyapong Thongcharoen/getty-images-bilder)
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Die richtige Versorgung von Verletzungen ist wesentlich f├╝r eine ideale Wundheilung. Sie sch├╝tzt vor Infektionen und Entz├╝ndungen. Jedoch kursieren rund um das Thema eine Menge Ratschl├Ąge und auch Mythen. Wir kl├Ąren f├╝nf davon auf.

Das Wichtigste im ├ťberblick


H├Ąufig wird angenommen, dass Wunden an der Luft am besten heilen. Welche Tipps der verletzten Haut wirklich helfen und welche man in das Reich der Mythen verbannen kann, lesen Sie hier.


Diese f├╝nf Arten von Narben gibt es

Fibr├Âse Narben: Diese unauff├Ąlligen Narben sind nicht abgesunken oder erhaben, sondern unterscheiden sich nur farblich von der umliegenden Haut.
Atrophe Narben: Sie entstehen durch eine mangelnde Produktion an Bindegewebe und Kollagen. Es kommt zu einer Narbenvertiefung, die wie eine eingesunkene Narbe aussieht. Atrophe Narben treten h├Ąufig bei Akne oder Windpocken sowie kleineren Platz- oder Sch├╝rfwunden auf.
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Wund-Mythos 1: Wunden heilen an der Luft am besten

Eine Sch├╝rfwunde nach einem Sturz, ein Schnitt mit dem Messer, ein tiefer Kratzer bei der Gartenarbeit: Eine Verletzung ist schnell passiert. Damit sich die verletzte Haut nicht entz├╝ndet, sollte diese zuerst mit klarem, kaltem Wasser abgesp├╝lt und anschlie├čend mit einem Wunddesinfektionsspray behandelt werden. So werden Bakterien und Keime abget├Âtet. Kaltes Wasser sorgt zudem daf├╝r, dass sich die Gef├Ą├če zusammenziehen. Blutungen k├Ânnen so verringert werden. Zudem wirkt das k├╝hle Wasser schmerzstillend.

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Anschlie├čend muss die Wunde versorgt werden. "Trockene Wunden heilen schlechter. Ein feuchtes Milieu ist f├╝r die Wundheilung das A und O", sagt Dr. Christoph Liebich, Facharzt f├╝r Haut- und Geschlechtskrankheiten der Hautarztpraxis Dermazent in M├╝nchen und Medienexperte des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD).

"Kleine Verletzungen k├Ânnen auch an der Luft heilen, vor allem, wenn die Anwendung eines Pflasters an der verletzen Stelle ung├╝nstig ist, etwa im Gesicht. Wunden an den H├Ąnden und Wunden, an denen Kleidung reiben k├Ânnte, sollten immer durch ein Pflaster gesch├╝tzt sein und feucht heilen. Spezielle Wundsalben, d├╝nn aufgetragen, unterst├╝tzen den Heilungsprozess. Sie wirken antiseptisch und heilungsf├Ârdernd."

Wund-Mythos 2: Auf Pflaster verzichten ÔÇô sie sind ein Keimrisiko

Eine Wunde sollte immer gr├╝ndlich gereinigt und desinfiziert werden, bevor das Pflaster aufgebracht wird. Regelm├Ą├čig gewechselt, sind Pflaster alles andere als Brutst├Ątten f├╝r Keime: "Ein Pflaster sch├╝tzt die Wunde vor ├Ąu├čeren Einfl├╝ssen wie St├Â├čen und dem Eindringen von Erregern und bieten der Wunde eine gesch├╝tzte Umgebung f├╝r die Wundheilung", sagt Liebich. Damit das Wundsekret nicht mit dem Pflaster verklebt, ist es ratsam, das Pflaster so aufzukleben, dass etwas Freiraum zwischen Wunde und Pflaster ist. Eine d├╝nn aufgetragene Wundsalbe kann ebenfalls einem Verkleben vorbeugen.

├ťbrigens heilen Schnittwunden besser, wenn die Wundr├Ąnder eng aneinander liegen. Ein Pflaster ist hier eine gute Hilfe und sch├╝tzt die Haut zugleich vor einem erneuten Einrei├čen.

Wund-Mythos 3: Die Wunde ablecken oder dr├╝berpinkeln ÔÇô das desinfiziert

Dieser Wund-Tipp geh├Ârt in das Reich der Mythen. Wer sich unterwegs verletzt und Wasser dabei hat, sollte dieses zur ersten Wundreinigung nutzen. "Sowohl im Urin als auch im Speichel k├Ânnen sich Erreger befinden, welche das Entz├╝ndungsrisiko erh├Âhen", warnt Liebich. "Besser ist es, wenn Sie Pflaster und Desinfektionsmittel zum Ausflug mitnehmen. Speichel und Urin eignen sich nicht f├╝r die Wundversorgung."

Ist Schmutz in die Wunde gelangt, der sich nicht aussp├╝len l├Ąsst, sollte ein Arzt aufgesucht und die Wunde professionell gereinigt werden. "Bei verschmutzten Wunden oder bei Tierbissen ist es zudem wichtig, zu schauen, ob die Tetanus-Impfung noch Schutz bietet oder ob eine Auffrischungsimpfung gegen Wundstarrkrampf notwendig ist", sagt der Dermatologe.

Wund-Mythos 4: Wenn die Wunde juckt, heilt sie

Es stimmt: W├Ąhrend des Heilungsprozesses ist es nicht ungew├Âhnlich, wenn die Wunde juckt. Aufmerksam werden sollte man, wenn die Wunde sich r├Âtet, zu pochen beginnt oder wei├čliches Sekret absondert. "Das sind Hinweise auf eine Infektion. Die Wunde sollte dann von einem Arzt versorgt werden", so der Experte.

Die Intensit├Ąt des Wundschmerzes hat nichts mit der Tiefe der Wunde zu tun. Besonders oberfl├Ąchliche Verletzungen, etwa Sch├╝rfwunden, sind sehr schmerzhaft. Der Grund: In der Oberhaut liegen besonders viele Nerven.

(Quelle: Privat)


Dr. med. Christoph Liebich ist Facharzt f├╝r Haut- und Geschlechtskrankheiten mit der eigenen Hautarztpraxis Dermazent in M├╝nchen sowie Medienexperte des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD).

Wund-Mythos 5: Der Schorf muss von selbst abfallen, sonst gibt es Narben

Auch dieser Wund-Tipp stimmt. Wird der Wundschorf von der Wunde gekratzt, kann die neue, d├╝nne, nachgewachsene Haut einrei├čen und unsch├Ân wieder zusammenwachsen. Es k├Ânnen Narben entstehen. "Um Narben vorzubeugen, ist das Wichtigste, die Wunde m├Âglichst ruhig und feucht zu halten", r├Ąt Liebich.

Bewegungen, h├Ąufiger Kontakt mit Wasser oder gar Seife, St├Â├če und das Reiben von Kleidung k├Ânnen die Wundheilung st├Âren und die Narbenbildung beg├╝nstigen. Zudem sollte eine frisch verheilte Wunde vor der Sonne gesch├╝tzt werden. Die neue Haut ist empfindlich und hat keinen Eigenschutz gegen UV-Strahlung.

Wann mit einer Verletzung zum Arzt gehen?

Egal ob Sch├╝rfwunde, Schnittwunde oder Kratzer: Mit einer Hautverletzung sollte man dem Experten zufolge immer dann zum Arzt gehen, wenn:

  • die Wunde durch ein Tier entstanden ist (hohe Infektionsgefahr).
  • die Wunde gro├č, klaffend oder tief ist.
  • die Wunde stark blutet.
  • die Blutung nicht zu stoppen ist.
  • Schmutz in die Wunde gelangt ist, der sich nicht aussp├╝len l├Ąsst.
  • die Wunde pocht, ger├Âtet ist, eitert oder schmerzt.
  • kein Impfschutz gegen Tetanus besteht oder man unsicher ist, was den Impfschutz angeht.
  • die Wunde in der N├Ąhe der Augen oder im Bereich der Genitalien ist.
  • Fieber auftritt.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Andrea Goesch
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