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Ist Leberzirrhose heilbar? Das sollten Sie wissen


Ist eine Leberzirrhose heilbar?

Von Lydia Klöckner

Aktualisiert am 29.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ein Arzt erklärt seinem Patienten etwas.
Eine rechtzeitige Behandlung kann die Zerstörung der Leber aufhalten. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Bei einer Leberzirrhose ist das Organ so stark beschädigt, dass es nicht mehr richtig funktioniert. Was dann: Ist eine vernarbte Leber noch zu retten? Wir erklären, was sich Betroffene von der Behandlung erhoffen können.

Verschiedene Lebererkrankungen können, wenn sie zu spät behandelt werden, in eine Leberzirrhose münden: Durch die dauerhafte Entzündung, die diese Erkrankungen hervorrufen, geht immer mehr vom gesunden, elastischen Lebergewebe zugrunde. Irgendwann kann es sich nicht mehr erholen.


Stoffwechselzentrale: So bleibt die Leber gut in Schuss

Hier liegt die Leber: Das Organ ist unverzichtbar und erfüllt viele lebenswichtige Aufgaben.
Das metabolische Syndrom ist eine Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen.
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Stattdessen werden die zerstörten Anteile des Organs durch Bindegewebe ersetzt, dieses vernarbt also. Fachleute bezeichnen die krankhafte Vermehrung des Bindegewebes auch als Fibrose.

Die Fibrose lässt sich häufig durch eine wirksame Therapie bremsen. Je früher die Behandlung beginnt, umso mehr gesundes Lebergewebe lässt sich dadurch retten. Manchmal kann sich die Fibrose durch eine rechtzeitige Behandlung sogar wieder teilweise zurückbilden.

Schreitet sie fort, kommt es jedoch irgendwann zur Leberzirrhose. Sie ist das Endstadium der Fibrose, in dem das Organ bereits so schwer beschädigt ist, dass es nicht mehr richtig funktioniert. Für eine Heilung ist es dann zu spät.

Leberzirrhose ist nicht heilbar – aber oft behandelbar

Ist die Leber schon zu stark vernarbt, besteht also nicht mehr die Chance, dass sie sich regeneriert und ihre Aufgabe wieder vollumfänglich erfüllt. Die Therapie zielt dann vor allem darauf ab, die verbliebenen noch funktionstüchtigen Anteile des Lebergewebes vor dem Niedergang zu bewahren. Dazu muss die Ursache der Zirrhose schnellstmöglich behandelt werden.

Erkrankte, bei denen eine chronische Infektion mit Hepatitis-Viren der Auslöser war, erhalten meist Medikamente, die sich gegen die Viren richten. Ist eine Alkoholabhängigkeit der Grund für die Zirrhose, müssen die Betroffenen einen Entzug machen. Dabei können verschiedene medizinische und psychotherapeutische Maßnahmen helfen.

Darüber hinaus sollte die Behandlung der Zirrhose Maßnahmen beinhalten, die tödlichen Komplikationen vorbeugen. Gerade bei einer fortgeschrittenen Leberzirrhose kann es etwa zu Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre oder des Magens (Varizenblutungen) kommen. Eine weitere lebensbedrohliche Folge der Zirrhose ist eine größere Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle, auch Aszites genannt. Im Falle solcher Komplikationen sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer dekompensierten Leberzirrhose.

Die Überlebenschancen für die darauffolgenden Jahre hängen maßgeblich davon ab, wie viel vom gesunden Lebergewebe die Therapie retten kann und wie gut sie vor gefährlichen Folgen – also einer Dekompensation – schützt.

Chance auf Heilung durch Transplantation?

Eine Leberzirrhose ist zwar nicht heilbar – zumindest nicht in dem Sinn, dass die Leber wieder gesund wird. In manchen Fällen besteht dennoch die Aussicht auf eine Genesung, nämlich durch eine Lebertransplantation.

Meist erhält die oder der Erkrankte dabei die Leber eines verstorbenen Menschen, der der Organspende zu Lebzeiten zugestimmt hat. Seltener kommt eine sogenannte Leberlebendspende infrage, bei der die erkrankte Person einen Teil der Leber eines gesunden Menschen gespendet bekommt.

Die Transplantation verschafft vielen Betroffenen Jahrzehnte zusätzlicher Lebenszeit. Allerdings steht diese Option keineswegs allen Menschen mit einer Leberzirrhose offen, weil dafür nicht genug Spenderorgane zur Verfügung stehen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 14.4.2022)
  • Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Abrufdatum: 14.4.2022)
  • Online-Informationen des öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Abrufdatum: 14.4.2022)
  • Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 6.4.2022)
  • Die Lebertransplantation. Online-Informationen des Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.organspende-info.de (Abrufdatum: 13.4.2022)
  • Herold, G.: Innere Medizin 2022. Eigenverlag, Köln 2021
  • Leberzirrhose. Online-Informationen des Berufsverbandes Deutscher Internistinnen und Internisten: www.internisten-im-netz.de (Stand: 29.9.2021)
  • Roehlen, N. et al.: Liver Fibrosis: Mechanistic Concepts and Therapeutic Perspectives. Cells, Vol. 8, Iss. 4, p. 875 (April 2020)
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