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Risiken und Chancen: Wie gefährlich ist eine Knie-OP?

Von Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 03.08.2022Lesedauer: 4 Min.
Arzt klärt über künstliches Kniegelenk auf: Eine Knie-OP ist immer mit Risiken verbunden und sollte gut überlegt sein. Das gilt auch beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks.
Eine Knie-OP ist immer mit Risiken verbunden und sollte gut überlegt sein. Das gilt auch beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks. (Quelle: sittithat tangwitthayaphum/getty-images-bilder)
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Wenn eine Arthrose im Knie fortschreitet, stellt sich die Frage, ob eine OP notwendig ist, um die Schmerzen zu lindern. Welche Risiken der Eingriff birgt.

Das Knie wird durch Sport und körperliche Anstrengung häufig belastet. Im Alter, aber auch immer wieder in jungen Jahren, entstehen dabei Beschwerden wie Knieschmerzen, Gelenkentzündungen oder Arthrose. Viele Betroffene entscheiden sich für den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks. Sie wünschen sich Schmerz- und Bewegungsfreiheit zurück. Doch risikofrei ist die Knie-Operation nicht. Welche Auswirkungen sie auf Betroffene haben kann.


Fotoserie: Die zehn besten Lebensmittel bei Arthrose

1. Obst und Gemüse sollten bei Arthrose-Patienten ganz weit oben auf dem Ernährungsplan stehen. Sie sollten möglichst bunt essen und ihre Grundlage aus Obst und Gemüse schaffen. Denn diese liefern wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, welche dem Entzündungsprozess entgegensteuert.
2. Nüsse und Samen. In Nüssen und Samen befinden sich nicht nur wertvolles Vitamin E, sondern vor allem die gesunden Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken entzündungshemmend und können Gelenkschmerzen und Gelenksteife reduzieren.
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Wann Knie-OP bei Knie-Arthrose?

Bevor operiert wird, sind konservative Behandlungsmethoden das Mittel der Wahl. Mit Bewegungstherapie, Schmerzmitteln und Gewichtsreduktion lassen sich die durch eine Knie-Arthrose (Gonarthrose) verursachten Knieschmerzen oft längere Zeit gut kontrollieren. Auch Verbände, Einlagen sowie andere Behandlungsmaßnahmen können häufig eine Weile Linderung verschaffen. Doch mit fortschreitender Degeneration des Kniegelenks nehmen auch die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen zu. Dann kommt ein Gelenkersatz infrage.

"Eine Knie-Operation kommt dann infrage, wenn die Betroffenen seit Monaten starke Knieschmerzen haben, die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist und konservative Therapien die Beschwerden nicht ausreichend lindern können", sagt Professor Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie sowie leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen. "Eine eingeschränkte Lebensqualität und der Nachweis einer fortgeschrittenen Gonarthrose sind die beiden Hauptargumente, die für ein künstliches Kniegelenk sprechen."

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Wie haltbar ist das künstliche Kniegelenk?

Eine Knie-Arthrose führt häufig früher oder später zu einem künstlichen Kniegelenk, denn der Gelenkverschleiß verläuft chronisch. Eine Heilung des zerstörten Knorpels und der umliegenden knöchernen Strukturen ist nicht möglich, da sich das Gelenk nicht regenerieren kann. Ein weiterer Verschleiß lässt sich nur bedingt bremsen.

Die Erfolgsquote der Knie-OP ist gut: Nach zehn Jahren sind noch etwa 90 Prozent der erfolgreich implantierten künstlichen Kniegelenke intakt. Bei etwa 80 Prozent der Operierten kann der Knieersatz die Beschwerden spürbar verbessern. Die Knie-OP selbst ist allerdings ein großer Eingriff und mit Risiken verbunden. Bevor sich Betroffene mit einer Knie-Arthrose für den Gelenkersatz entscheiden, sollten sie Vor- und Nachteile gut abwägen.

Knie-OP: Im Zweifel eine zweite Meinung einholen

Die aktuelle S2k-Leitlinie "Gonarthrose" weist darauf hin, dass der Operationserfolg nicht vorhergesagt werden kann. Bei 15 bis 20 Prozent der operierten Patienten würden Schmerzen, Funktionseinbußen und eine Unzufriedenheit zurückbleiben. Bei Unsicherheiten kann vor der Operation des Knies das Einholen einer zweiten Meinung hilfreich sein. Möglicherweise gibt es Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich der Eingriff noch etwas hinauszögern lässt. Bei hohem Leidensdruck entscheiden sich die Betroffenen in der Regel für die Operation.

"Es ist wichtig, im Rahmen von Voruntersuchungen zu schauen, welche gesundheitlichen Gründe möglicherweise gegen eine Knie-OP sprechen könnten beziehungsweise das Operationsrisiko erhöhen – etwa Herz- und Lungenkrankheiten oder fortgeschrittener Knochenschwund (Osteoporose)", sagt Ostermeier. "Welches Operationsverfahren Anwendung findet und welcher Gelenkersatz implantiert wird, also eine Teil- oder eine Vollprothese, ist abhängig vom Gelenkverschleiß."

Teil- oder Vollprothese?

Orthopäden unterteilen den Krankheitsverlauf einer Arthrose in vier Phasen: In der ersten und zweiten Stufe sind die Knorpelschäden noch relativ unauffällig. Im dritten Stadium weist die Knorpeloberfläche bereits bis zum Knochen reichende Risse oder Krater auf. Im vierten Stadium liegen sehr schwerwiegende Knorpelschäden vor. Im dritten Stadium kann häufig eine Teilprothese die intakten Anteile des Kniegelenks erhalten. Im vierten Stadium geht meist kein Weg an einer Vollprothese vorbei.

Infektionsrisiko und Thrombosen: Welche Risiken birgt die Knie-OP?

Die Knie-OP birgt, wie jeder operative Eingriff, Risiken. "Beispielsweise geht mit einer Operation immer ein erhöhtes Thrombose- und Infektionsrisiko einher", sagt Ostermeier. "Um das Thromboserisiko zu senken, erhalten die Patienten für mindestens zwei Wochen gerinnungshemmende Medikamente. Steriles und hygienisches Operieren sowie regelmäßige Verbandswechsel und Nachuntersuchungen helfen, das Entzündungsrisiko zu senken."

Bildet sich nach der Knie-OP eine Entzündung im neuen Gelenk und lässt sich diese nicht in den Griff bekommen oder wird sie zu spät erkannt, kann es notwendig werden, die Prothese auszutauschen – auch, um eine Blutvergiftung (Sepsis) mit potenziell tödlichem Verlauf zu verhindern.

(Quelle: privat)


Professor Dr. Sven Ostermeier ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin und Chirotherapie. Der Schulter- und Knieexperte arbeitet als leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Außerdem ist er Instruktor der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie.

Nachblutungen und Vernarbungen nach der Knie-OP

Auch sind Nachblutungen sowie Vernarbungen möglich, die zu Bewegungseinschränkungen führen können. "In sehr seltenen Fällen kann es auch zu Abstoßungsreaktionen kommen. Jedes Fremdmaterial, das in den Körper eingebracht wird, kann grundsätzlich mit dem Körper reagieren. Wie bei jeder OP muss deshalb die Materialverträglichkeit im Vorfeld geprüft werden", erklärt der Facharzt für Orthopädie.

Auch kann es sein, dass das Knie nach der Operation steif wird. Das Risiko ist besonders beim Einsetzen einer Vollprothese erhöht: "Das ist bei etwa fünf Prozent der Operationen der Fall", sagt Ostermeier. "Dann ist eine weitere Behandlung notwendig. Schwerwiegende Komplikationen im Rahmen der Knie-OP sind aber eher selten."

Nach der Knie-OP: Wie lange dauert die Heilung?

Nach der Knie-Operation dauert es in der Regel mehrere Monate, bis alles gut verheilt ist und sich der Operierte an das künstliche Gelenk gewöhnt hat. Unterstützt wird dieser Prozess im Rahmen der Nachbehandlung, die neben regelmäßigen Kontrollen unter anderem auch Bewegungstherapien beinhaltet. Das heißt: Die Schmerzen sind nicht sofort nach der Knie-OP weg, werden aber im Laufe des Heilungsprozesses in der Regel zunehmend besser.

Wenn nach der Knie-OP die Schmerzen bleiben

Auch wenn etwa 80 Prozent der am Knie operierten Menschen zufrieden sind: Etwa 20 Prozent der Menschen mit einem künstlichen Kniegelenk haben auch nach dem Eingriff Schmerzen im Knie oder mit Bewegungseinschränkungen zu tun. Manchmal wird ein erneuter Eingriff notwendig, etwa wenn sich Teile der Prothese lockern oder mit der Zeit abnutzen. Ein erneuter Eingriff kann auch dann notwendig sein, wenn die Prothese schlecht sitzt. Teilprothesen werden etwas häufiger ausgetauscht als Vollprothesen.

"Die Chancen, aber auch die möglichen Risiken, die mit der Knie-OP im Zusammenhang stehen, und mögliche Beschwerden, die mit dem künstlichen Kniegelenk auftreten können, sollten Patienten im Vorfeld ausführlich mit ihrem behandelnden Arzt besprechen", rät Ostermeier. "Die Knie-OP ist ein großer Eingriff. Eine ausführliche Aufklärung ist unverzichtbar."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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