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Magengeschwür: Welche Behandlung hilft


Magengeschwür – diese Behandlung hilft

Von Wiebke Posmyk

Aktualisiert am 28.11.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ältere Frau im Gespräch mit einem Arzt.
Die Behandlung eines Magengeschwürs ist vor allem von der Ursache abhängig. (Quelle: ljubaphoto/Getty Images)
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In den meisten Fällen heilt ein Magengeschwür folgenlos ab, wenn es richtig behandelt wird. Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich nach der Ursache.

Das Wichtigste im Überblick


  • Behandlung abhängig von der Ursache
  • Behandlung ohne Nachweis von Helicobacter pylori
  • Behandlung bei Befall durch Helicobacter pylori
  • Magengeschwür: Wann eine OP nötig ist
  • Magengeschwür: Was Sie selbst tun können

Ist in der Magenschleimhaut eine tiefe Wunde entstanden, sprechen Fachleute von einem Magengeschwür oder Ulcus ventriculi. Es entsteht, wenn die Schleimhaut in ihrer Funktion gestört oder beschädigt ist, sodass die aggressive Magensäure und Keime die Magenwand angreifen.

Ein Magengeschwür heilt manchmal ohne spezielle Behandlung von selbst. Allerdings ist das Risiko für einen Rückfall hoch. Darüber hinaus beschleunigt eine Therapie die Heilung. Daher wird eine Ärztin oder ein Arzt in der Regel empfehlen, das Geschwür gezielt zu behandeln. Lesen Sie, was zu tun ist, um ein Magengeschwür dauerhaft loszuwerden.

Behandlung abhängig von der Ursache

Ein Magengeschwür kann verschiedene Ursachen haben. Besonders häufig entsteht es im Zusammenhang mit einem Magenkeim: dem Bakterium Helicobacter pylori. Aber auch die langjährige Einnahme von Schmerzmitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika – etwa Ibuproben oder Diclofenac – löst häufiger ein Magengeschwür aus. Darüber hinaus kommen zahlreiche weitere Ursachen infrage. Welche, lesen Sie hier.

Magengeschwüre, die auf dem Boden einer Helicobacter-pylori-Infektion entstanden sind, werden etwas anders behandelt als solche, bei denen sich der Keim nicht nachweisen lässt.

Behandlung ohne Nachweis von Helicobacter pylori

Bei einem Magengeschwür, das nicht durch Helicobacter pylori verursacht wurde, kommen Medikamente zum Einsatz, die die Magensäureproduktion hemmen. Je weniger aggressive Magensäure im Magen vorhanden ist, desto besser kann das Geschwür abheilen.

In der Regel verschreibt die Ärztin oder der Arzt Medikamente aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI). Dazu zählen zum Beispiel die Wirkstoffe Pantoprazol und Omeprazol. Die Medikamente nimmt die erkrankte Person meist als Tabletten vier bis acht Wochen lang ein. Normalerweise reicht dieser Zeitraum aus, damit das Magengeschwür abheilt. In bestimmten Fällen kann eine längere Behandlung mit Protonenpumpenhemmern nötig sein.

Personen, deren Geschwür durch lange Schmerzmitteleinnahme entstanden ist, sollten die Schmerzmittel nach ärztlicher Absprache absetzen, sofern dies möglich ist. Gegebenenfalls wird die Ärztin oder der Arzt zu anderen Medikamenten raten, die den Magen weniger stark belasten.

Behandlung bei Befall durch Helicobacter pylori

Lässt sich der Magenkeim Helicobacter pylori nachweisen – etwa durch eine Stuhlprobe oder eine Gewebeprobe im Rahmen einer Magenspiegelung –, wird die Ärztin oder der Arzt eine Therapie vorschlagen, welche die Bakterien bekämpft. Diese Behandlung wird Eradikationstherapie genannt.

Gut zu wissen

Viele Menschen tragen das Bakterium Helicobacter pylori in sich, ohne dass dies zu Problemen führt. Dann ist keine Behandlung nötig. Hat der Magenkeim jedoch ein Magengeschwür verursacht, ist eine Therapie anzuraten.

Bis vor Kurzem galt eine Kombination aus einem Protonenpumpenhemmer und zwei Antibiotika als bestmögliche Behandlung von Magengeschwüren durch Helicobacter pylori. Häufig wirkt diese Medikamentenkombination jedoch nicht mehr ausreichend. Der Grund: In den letzten Jahren ist Helicobacter pylori zunehmend gegen bestimmte Antibiotika resistent geworden. In den aktualisierten Behandlungsleitlinien zum Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür empfehlen Fachleute daher eine sogenannte Vierfachtherapie (Quadrupeltherapie) mit Bismut-Kalium-Salz. Diese besteht aus

  • einem Protonenpumpenhemmer,
  • zwei Antibiotika und
  • einem Bismut-Kalium-Salz.

Sowohl die Antibiotika als auch das Bismut-Kalium-Salz bekämpfen die Bakterien. Der Protonenpumpenhemmer sorgt zusätzlich dafür, dass die verletzte Magenwand weitgehend vor Magensäure geschützt ist.

Die Patientin oder der Patient nimmt die Medikamente über mindestens zehn Tage hinweg regelmäßig ein. Der Protonenpumpenhemmer kann bei Beschwerden noch länger zum Einsatz kommen.

In den meisten Fällen reicht diese Behandlung aus, um Helicobacter pylori zu beseitigen. Frühestens vier Wochen nach der letzten Antibiotikaeinnahme testet die Ärztin oder der Arzt, ob das Bakterium noch nachweisbar ist, etwa im Zuge einer erneuten Magenspiegelung. Zwei Wochen vor dem Test dürfen keine Protonenpumpenhemmer mehr eingenommen werden.

Ist das Bakterium trotz Behandlung noch nachweisbar, wird die Ärztin oder der Arzt gegebenenfalls testen lassen, gegen welche Antibiotika es resistent ist, und die Therapie entsprechend anpassen. Eine Alternative zur Standardbehandlung ist dann eine sogenannte Dreifachtherapie (Tripletherapie). Diese besteht aus einer Kombination aus drei Medikamenten. Dazu zählen meist ein Protonenpumpenhemmer, das Antibiotikum Clarithromycin sowie wahlweise das Antibiotikum Metronidazol oder das Antibiotikum Amoxicillin. Die Medikamente nimmt die betroffene Person 14 Tage lang ein.

Die verordneten Medikamente können zu verschiedenen Nebenwirkungen führen. Dazu zählen zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden. Die Ärztin oder der Arzt wird daher im Einzelfall abwägen, welches Medikament am besten geeignet ist.

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Wichtiger Hinweis

Personen, die auf Penicillin allergisch reagieren, bekommen in der Regel kein Amoxicillin, da dies zu den Penicillinen zählt.

Magengeschwür: Wann eine OP nötig ist

Hat ein Magengeschwür zu Komplikationen geführt, kann ein operativer Eingriff nötig werden. Das ist etwa der Fall, wenn

  • das Geschwür starke Blutungen verursacht.
  • die Magenwand durchgebrochen ist.
  • sich aufgrund des Geschwürs eine Verengung am Magenausgang gebildet hat (Stenose).

Welche OP-Methode geeignet ist und wie umfangreich die Operation ist, ist von Person zu Person verschieden.

Magengeschwür: Was Sie selbst tun können

Wer ein Magengeschwür hat, sollte alles, was den Magen zusätzlich reizt und die Säureproduktion anregt, zumindest vorübergehend meiden. Dazu zählt vor allem, auf das Rauchen zu verzichten. Diese Maßnahme beugt häufig auch einem neuen (nicht durch Bakterien oder Schmerzmittel ausgelösten) Magengeschwür vor.

Zudem sollten Betroffene möglichst wenig Alkohol und Kaffee zu sich nehmen. Da Stress die Säureproduktion ankurbeln kann, empfiehlt sich zudem, möglichst auf Ruhe zu achten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Herold, G.: "Innere Medizin 2023". Eigenverlag, Köln 2022
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): "Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulcuskrankheit" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021/001 (Stand: Juli 2022)
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