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Madenwürmer in der Scheide: Selten, aber möglich


Madenwürmer in der Scheide – selten, aber möglich


Aktualisiert am 28.11.2023Lesedauer: 2 Min.
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Eine Ärztin spricht mit ihrer Patientin.Vergrößern des Bildes
Bei Mädchen und Frauen kommen Madenwürmer gelegentlich auch im Intimbereich vor. (Quelle: FatCamera/getty-images-bilder)

Madenwürmer sind Darmparasiten. Bei Mädchen und Frauen tauchen sie manchmal aber auch in der Scheide auf. Wie kommt es dazu und was sind die Anzeichen?

Ein Befall mit Madenwürmern betrifft vor allem Kinder zwischen vier und elf Jahren häufiger. Aber auch Erwachsene können sich mit den Parasiten anstecken. Als typisches Anzeichen gilt ein nächtlicher Juckreiz im Analbereich. Bei Mädchen und Frauen können Madenwürmer zudem gelegentlich in der Scheide auftreten.

Gut zu wissen

Ein Madenwurm-Befall geht nicht immer mit spürbaren Beschwerden einher: In etwas mehr als einem Drittel der Fälle fehlen Symptome, sodass eine Madenwurm-Infektion auch unbemerkt bleiben kann.

Wie gelangen Madenwürmer in die Scheide?

Normalerweise leben Madenwürmer im Dickdarm. Dorthin gelangen sie, wenn Eier über den Mund aufgenommen und verschluckt wurden. Nachdem die Eier den Magen passiert haben, schlüpfen daraus die Larven und reifen zu erwachsenen Madenwürmern heran.

Nach der Befruchtung wandern die Weibchen in Richtung Darmausgang und legen in den Hautfalten des Analbereichs klebrige Eier ab. Die Eiablage erfolgt normalerweise nachts, wenn der Körper in Ruhe ist. Später ziehen sie sich wieder in den Darm zurück. Die Bewegung der Madenwürmer kann starken nächtlichen Juckreiz am After hervorrufen.

Sind Mädchen oder Frauen befallen, kann es in sehr seltenen Fällen passieren, dass Madenwürmer sich versehentlich in den äußeren Schambereich (Vulva) oder in die Scheide (Vagina) verirren. Dann zeigen sich neben den eigentlichen typischen Symptomen wie nächtlichem Juckreiz im Analbereich möglicherweise auch Beschwerden im Intimbereich.

Madenwürmer in der Scheide: Symptome

Zu den möglichen Anzeichen für Madenwürmer im Genitalbereich zählt ein Juckreiz in der Scheide und/oder im Schambereich, der vor allem nachts auftritt. Auch schleimiger oder blutiger Ausfluss aus der Scheide kann auftreten.

Aufgrund des starken Juckreizes im Genitalbereich fällt es den betroffenen Mädchen oder Frauen oft schwer, nicht zu kratzen. Wird beim Kratzen die Haut verletzt, können Bakterien eindringen und diese infizieren. Als Folge können sich im Schambereich Entzündungen oder auch eitrige Ansammlungen (Abszesse) bilden.

Verschleppen die Madenwürmer zudem Bakterien aus dem Darm in den Genitalbereich, kann das unter Umständen Harnwegsinfekte begünstigen und Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen hervorrufen.

Madenwürmer in der Scheide loswerden

Madenwürmer in der Scheide werden genauso behandelt wie Madenwürmer im Darm, nämlich mit Wurmmitteln. Zusätzlich sind verschiedene Hygienemaßnahmen wichtig, insbesondere Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • "Madenwürmer (Oxyuriasis)". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 20.3.2023)
  • "Oxyurasis (Madenwürmer)". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 9.1.2023)
  • Rawla, P., et al.: "Enterobius Vermicularis". Online-Informationen von StatPearls (Stand: 8.1.2023)
  • "Würmer bei Kindern (Madenwürmer)". Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: www.gesundheitsinformation.de (Stand: 3.11.2021)
  • "Pinworms". Online-Informationen von Dermnet NZ: dermnetnz.org (Stand: September 2021)
  • Wendt, S., et al.: "Diagnostik und Therapie des Madenwurmbefalls". Deutsches Ärzteblatt, Jg. 116, Heft 13, S. 213-219 (2019)
  • "Wurmbefall & Wurmkrankheit bei Kindern". Online-Informationen des öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Stand: 29.3.2019)
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