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Madenwürmer behandeln: Welche Mittel helfen?


Madenwürmer behandeln – diese Mittel helfen

Von Geraldine Nagel

17.08.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Um Madenwürmer zu behandeln, stehen verschiedene Mittel zur Verfügung.
Um Madenwürmer zu behandeln, stehen verschiedene Mittel zur Verfügung. (Quelle: Dr_Microbe/Getty Images)
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Gegen Madenwürmer helfen Mittel, die diese bekämpfen. Lesen Sie, worauf bei der Einnahme zu achten ist und welche Rolle Hygiene bei der Behandlung spielt.

Das Wichtigste im Überblick


  • Madenwürmer behandeln: Diese Medikamente helfen
  • Madenwürmer behandeln: Hygienetipps beherzigen
  • Madenwürmer: Händehygiene nach der Behandlung

Ein Madenwurm-Befall beim Kind oder in der ganzen Familie lässt sich in vielen Fällen effektiv mit Wurmmitteln (Antihelminthika) behandeln. Dennoch ist es ohne zusätzliche Maßnahmen nicht unwahrscheinlich, sich erneut anzustecken. Damit Madenwürmer verschwinden, ist es deshalb wichtig, einerseits die Medikamente weisungsgemäß einzunehmen und andererseits zusätzlich auf verstärkte Hygiene zu achten.

Gut zu wissen

Madenwürmer kommen vor allem bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter häufig vor, können jedoch auch Erwachsene befallen. Als typisches Symptom gilt ein starker nächtlicher Juckreiz im Analbereich – dort legen die Würmer ihre Eier nachts in den Hautfalten ab. Allerdings geht ein Befall nur in etwa zwei Drittel der Fälle mit spürbaren Beschwerden einher. Die klebrigen Wurmeier haften gut an Händen und Gegenständen und können so leicht auf andere übertragen werden.

Weist der Arzt oder die Ärztin bei einem Kind oder Erwachsenen Madenwürmer nach, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch andere in der Familie oder enge Kontaktpersonen befallen sind. Da nicht alle Infizierten Symptome entwickeln, kann ein Madenwurm-Befall zudem unbemerkt bleiben, aber zur Verbreitung der Wurmeier und zu erneuten Ansteckungen beitragen. Dann kann es passieren, dass Madenwürmer scheinbar einfach nicht weggehen wollen.

  • Typische Symptome: Madenwurm-Befall erkennen
  • Madenwürmer: Gehen sie von alleine weg?
  • Ansteckung: So werden Madenwürmer übertragen

Deshalb empfehlen Fachleute oft, vorsichtshalber immer gleich die ganze Familie gegen Madenwürmer zu behandeln. So lässt sich vermeiden, dass es innerhalb der Familie ständig zu Wiederansteckungen untereinander kommt und der Befall aufrechterhalten wird.

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Madenwürmer behandeln: Diese Medikamente helfen

Um Madenwürmer bei Kindern oder Erwachsenen zu behandeln, stehen rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente zur Verfügung. Dabei handelt es sich vor allem um Wurmmittel mit den Wirkstoffen Mebendazol, Pyrantel oder Pyrvinium. Auch ein Madenwurm-Befall während der Schwangerschaft oder Stillzeit lässt sich (ärztlich begleitet) medikamentös behandeln.

Während Medikamente mit Mebendazol und Pyrantel verschreibungspflichtig sind, gibt es Mittel mit Pyrvinium frei erhältlich in der Apotheke. Pyrvinium wirkt im Vergleich zu anderen Wirkstoffen jedoch weniger gut gegen Madenwürmer und ist deshalb nur bedingt zur Behandlung geeignet.

Vor einer Selbstbehandlung mit rezeptfreien Pyrvinium-Präparaten oder dem Einsatz solcher Mittel bei Kindern bei bloßem Verdacht auf Madenwürmer ist jedoch immer eine ärztliche Rücksprache zu empfehlen. Für Ärzte und Ärztinnen ist meist Mebendazol das Mittel der Wahl, da es sowohl gegen ausgewachsene Madenwürmer als auch gegen deren Eier wirkt. Pyrantel und Pyrvinium bekämpfen hingegen nur erwachsene Madenwürmer.

Mittel gegen Madenwürmer gibt es in verschiedenen Darreichungsformen – etwa als Tabletten, Dragees, Kautabletten oder Saft – und sind in der Regel gut verträglich. Die Einnahme ist bei allen Wirkstoffen ähnlich: Meist genügt eine einmalige Einnahme oder eine Einnahme über wenige Tage, die je nach Wirkstoff dann nach zwei sowie teils nach vier Wochen wiederholt werden muss.

Die wiederholte Einnahme in bestimmten Abständen ist wichtig, um Madenwürmer vollständig wegzubekommen, und sollte unbedingt beachtet werden. Denn nur so lassen sich auch Madenwürmer erwischen, die sich zwischenzeitlich im Darm durch eine versehentliche Selbst- oder Wiederansteckung neu entwickelt haben.

Bei hartnäckigem Madenwurm-Befall empfiehlt es sich unter Umständen, die gesamte Familie – und gegebenenfalls auch andere enge Kontaktpersonen, wie etwa enge (Spiel-)Freunde, Mitbewohnende, Sexualpartner oder -partnerinnen – mit dem Wurmmittel über einen längeren Zeitraum zu behandeln: Empfohlen wird etwa alle zwei Wochen eine einmalige Einnahme von Mebendazol über insgesamt 16 Wochen.

Madenwürmer behandeln: Hygienetipps beherzigen

Neben den Medikamenten spielt bei einem Madenwurm-Befall zudem die Hygiene eine wichtige Rolle. Sie soll verhindern, dass die klebrigen Wurmeier weiter verbreitet werden und zu neuer Ansteckung führen.

Wichtig ist vor allem eine gute Händehygiene. Das bedeutet regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife nach dem Toilettengang (insbesondere nach dem Stuhlgang) beziehungsweise nach dem Windelwechseln und vor dem Essen. Die Fingernägel sollten außerdem kurzgehalten und beim Händewaschen mit einer Nagelbürste gereinigt werden.

Um Madenwürmer sicher loszuwerden, ist es außerdem ratsam, neben der medikamentösen Behandlung auf folgende Hygienetipps zu achten:

  • Möglichst nicht im Analbereich kratzen – bei kleinen Kindern passiert dies häufig unbemerkt im Schlaf. Lässt es sich nicht verhindern, danach die Hände waschen. Bei kleineren Kindern können nachts gegebenenfalls Baumwollhandschuhe ratsam sein, damit keine Wurmeier unter die Fingernägel gelangen.
  • Po und Analbereich bzw. Intimbereich täglich nach dem Aufwachen waschen (dabei "von vorn nach hinten" waschen); betrifft der Befall Kinder, vorerst nicht gemeinsam baden.
  • Täglich frische Unterwäsche anziehen; Schlafanzüge regelmäßig wechseln.
  • Finger nicht in den Mund nehmen, Daumen- oder Fingerlutschen sowie Nägelkauen vermeiden.
  • Betten häufiger neu beziehen und die benutzte Bettwäsche nach dem Abziehen sofort waschen; insbesondere in den Tagen nach der Wurmmittel-Einnahme die Bettwäsche wechseln.
  • Handtücher und Waschlappen nicht gemeinsam benutzen.
  • Körpernahe Wäsche wie Unterwäsche oder Schlafanzüge heiß bei 60 bis 95 Grad Celsius waschen, ebenso Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche und gegebenenfalls Kuscheltiere.
  • Bettzeug vorerst nicht aufschütteln, um Wurmeier nicht zu verteilen.
  • Spielsachen oder andere Gegenstände, an denen Wurmeier haften könnten, unter fließend heißem Wasser mit Seife abspülen; alternativ in Spülmaschine oder Waschmaschine geben.
  • Türklinken regelmäßig reinigen, ebenso Toilette und Oberflächen in Bädern; in Schlafzimmern staubsaugen.

Madenwürmer: Händehygiene nach der Behandlung

Um das Risiko für einen erneuten Madenwurm-Befall gering zu halten, sollten betroffene Erwachsene und Kinder auch nach der Behandlung eine gute Händehygiene fortführen. Wichtig ist, die Hände weiterhin häufiger mit Wasser und Seife zu waschen – vor allem nach dem Toilettengang (sowie nach dem Wechseln von Windeln) und vor dem Essen. Kinder sollten außerdem (soweit möglich) Finger nicht in den Mund nehmen. Eine gute Händehygiene senkt nicht nur das Risiko für Madenwürmer, sondern kann zudem vor Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten schützen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie: www.embryotox.de (Abrufdatum: 17.8.2022)
  • Online-Informationen von Rote Liste: www.rote-liste.de (Abrufdatum: 17.8.2022)
  • Online-Informationen von Stiftung Warentest: www.test.de (Abrufdatum: 17.8.2022)
  • "Würmer bei Kindern". Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: www.gesundheitsinformation.de (Stand: 3.11.2021)
  • "Oxyuriasis". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 16.9.2019)
  • Wendt. S., et al.: "Diagnostik und Therapie des Madenwurmbefalls". Deutsches Ärzteblatt, Jg. 116, Heft 13, S. 213-219 (2019)
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