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Hilfe bei Potenzstörung: Fünf Gründe für Impotenz

Sexualität  

Fünf Gründe für Impotenz

03.11.2011, 18:02 Uhr | wve

Hilfe bei Potenzstörung: Fünf Gründe für Impotenz. Impotenz ist der Albtraum vieler Männer. (Quelle: zoonar)

Impotenz ist der Albtraum vieler Männer. (Quelle: zoonar)

Männer, die unter Impotenz leiden, trauen sich häufig nicht mit der Partnerin oder dem Arzt über das Problem zu reden. Viele empfinden es als unmännlich und verschweigen die Probleme, obwohl man in vielen Fällen etwas gegen die Potenzstörung tun kann.

Schlafapnoe kann eine Ursache sein

Eine Ursache von Impotenz kann Schlafapnoe sein. So bezeichnet man ein Phänomen, bei dem im Schlaf der Atem aussetzt. In schweren Fällen kann Betroffenen bis zu 100 Mal pro Stunde der Atem stocken. Dadurch reicht die Sauerstoffversorgung im Blut nicht mehr aus. Betroffene leiden meist an Tagesmüdigkeit. Das ist nicht nur für die Gesundheit gefährlich, sondern wirkt sich auch auf die Potenz aus.

Erektionsstörungen als Indiz für hohen Blutdruck

Ein weiterer Grund für Impotenz kann eine schlechte Blutversorgung sein, die bei den Herzarterien einen Herzinfarkt begünstigt und bei den Hirnarterien das Risiko für einen Schlaganfall erhöht. Bei den Penisarterien kann sie zu Erektionsstörungen führen. Denn durch die Gefäßverengung verringert sich die Blutzufuhr in die Schwellkörper. Die Folge: "Der Penis kann nicht mehr richtig steif werden", erklärt der Kardiologe Professor Bernhard Schwaab. Dieses Problem beginnt jedoch bereits bevor die Gefäße verengt sind, also bevor eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) nachweisbar ist. Also kann eine Potenzstörung auch auf einen drohenden Schlaganfall oder Herzinfarkt deuten.

Stress ist ein Potenzkiller

Bei jüngeren Männer spielen eher psychische Faktoren eine Rolle: So können Stress, Depressionen oder Versagensängste Impotenz auslösen. Hier entsteht leicht ein Teufelskreis: Hat es im Bett einmal nicht geklappt, steigt der Leistungsdruck beim Mann - und das kann beim nächsten Mal wieder Erektionsprobleme auslösen. Außerdem müssen für eine Erektion bestimmte Muskeln am Penis erschlaffen, damit genug Blut in den Schwellkörper fließen kann, erläutert Prof. Uwe Hartmann von der Medizinischen Hochschule Hannover. Steht ein Mann unter Stress, funktioniert das nicht: "Den nötigen Entspannungszustand für eine sexuelle Reaktion wird er schwer erreichen", sagte der Psychologe gegenüber der Fachzeitung "Ärztliche Praxis". Oft kann es schon helfen, das Thema beim Partner offen anzusprechen und gezielten Stressabbau mit Hilfe von Sport und Entspannungsübungen zu betreiben. Unter Umständen ist auch eine Psychotherapie sinnvoll.

Übergewicht schwächt Manneskraft

Bei älteren Männern ist Impotenz oft körperlich bedingt. Studien haben ergeben, dass Übergewicht das Risiko für Erektionsstörungen erhöht. Gerade Fett in der Bauchgegend sorgt dafür, dass der Testosteronspiegel sinkt - und damit auch die Manneskraft nachlässt. So fanden amerikanische Wissenschaftler in einer 14-jährigen Studie an der Harvard Universität in Boston heraus, dass Männer, die zu Beginn der Studie fettleibig waren, mit einer um 90 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit eine erektile Dysfunktion entwickelten als Normalgewichtige. Italienische Forscher an der Uniklinik Neapel haben umgekehrt bewiesen, dass Gewichtsverlust durch mehr Sport und gesunde Ernährung die Potenz wiederstellen kann.

Risiko Prostata-OP

Probleme mit der Potenz treten häufig in Folge einer radikalen Prostata-OP auf. Dabei wird die Vorsteherdrüse komplett entfernt - und häufig werden Nerven beschädigt. Das Risiko, nach dem Eingriff unter Impotenz zu leiden, liegt bei 80 Prozent. Wird der Krebs frühzeitig entdeckt, kann er schonend therapiert werden. Eine nervenerhaltende Operation ist zum Beispiel das Da Vinci Verfahren. Über ein Endoskop oder einen Roboterassistenten wird das Karzinom entfernt. Der Erhalt der Erektion wird in 90 Prozent er Fälle ermöglicht. Werden die Nervenbahnen jedoch während der OP beschädigt, bleibt noch die Möglichkeit einer Injektion in den Penis. Sie nennt sich "Schwellkörper-Auto-Injektionstherapie" und wird vom Patienten selber durchgeführt. Der Einstich soll kaum spürbar sein. Vor dem Sex wird das Mittel in das Glied gespritzt, ein Reflex wird ausgelöst und der Penis schwillt an. Für viele Betroffene ist diese Prozedur die einzige Möglichkeit, noch eine Erektion zu bekommen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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