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Sträucher und Hecken zurück schneiden: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Pflege im Herbst  

Sträucher im Herbst schneiden: Tipps für ein optimales Ergebnis

23.10.2018, 13:11 Uhr | sc (CF), t-online.de

Sträucher und Hecken zurück schneiden: Wann ist der beste Zeitpunkt?. Kirschbaum und Astschere (Quelle: Getty Images)

Gartenarbeit: Nicht alle Bäume vertragen einen Schnitt im Herbst. Kirschbäume sollten beispielsweise erst im März geschnitten werden. (Quelle: Getty Images)

Im Winter legen viele Pflanzen eine Ruhepause ein. Damit Ihr Garten im Sommer wieder schön aussieht, sollten Sie Ihre Sträucher schneiden – am besten im Herbst. Mit den richtigen Tipps können Sie dabei auch nichts verkehrt machen.

Ist der Spätsommer vorbei, steht noch einmal richtig viel Gartenarbeit an. Dazu gehört unter anderem auch der Rückschnitt von Hecken, Sträuchern und auch Bäumen. Werden alte und abgestorbene Äste sowie Blätter vor der Winterruhe entfernt, können Sie sich auf eine üppige Pracht im Frühling und Sommer freuen.

Was bei Werkzeug für den Gehölzschnitt im Herbst wichtig ist

Der Herbst ist die ideale Zeit, Ihren Garten auf Vordermann und die Sträucher in Form zu bringen. Ihre Sträucher schneiden Sie am besten mit scharfem Werkzeug. Das spart Kraft und schont die Pflanzen, zudem gelingt die Gartenarbeit dann umso schneller.

Ein Schnitt mit einer stumpfen Schere kann hingegen zu Verletzungen der Äste führen und so Bakterien einladen. Ein weiterer wichtiger Tipp für den Herbstschnitt: Stutzen Sie nie an frostigen Tagen. Warten Sie lieber einen milden Herbsttag ab. Bei Frost könnte das Holz splittern – eine willkommene Brutstätte für Schädlinge und eine zusätzliche Belastung für Bäume und Sträucher.

Welches Werkzeug Sie benötigen

Als Werkzeug für den Rückschnitt Ihrer Sträucher und Hecken benötigen Sie eine Ratschenschere. Sie ist besonders bei dickeren Ästen sehr hilfreich. Die Klinge rastet ins Holz ein, wenn Sie den Scherengriff loslassen. So können Sie immer wieder neu ansetzen und dennoch einen sauberen Schnitt machen.

Wenn Sie auch hochwachsende Sträucher im Garten haben, könnte eine Baumsäge mit Teleskopstiel ein guter Tipp sein. Durch den Teleskopmechanismus haben Sie einen größeren Aktionsradius und können die Arbeit bequem vom Boden aus erledigen.

Für jeden Strauch den richtigen Schnitt

Wenn Sie das richtige Werkzeug zur Hand haben, sollten Sie aber nicht wild drauf losschneiden. Nicht alle Sträucher vertragen einen Kahlschnitt.

Bei Exemplaren wie Holunder oder Haselnuss – also Pflanzen, die sich von der Basis aus verjüngen – empfiehlt es sich, etwa ein Drittel der alten Triebe an der Basis zu entfernen. So erhalten später alle Zweige genügend Licht. Ein Schnitt alle zwei bis drei Jahre sollte bei diesen Sträuchern reichen.

Das brauchen Wildrosen und Forsythien

Forsythien oder Wildrosen verjüngen sich hingegen von der Mitte aus. Daher sollten Sie abgestorbene Triebe oder solche, die nur wenig Blüten treiben, als Erstes entfernen. Anschließend können Sie die älteren Triebe ebenfalls bis zu einem Drittel herausschneiden.

Unser Tipp
Zweige, die zum Boden ragen, kürzen Sie so weit, bis diese wieder aufwärts austreiben. So ebnen Sie auch neuen Schösslingen den Weg.

Bei Beerensträuchern ist es ebenfalls ratsam, die alten Triebe zu entfernen und für das nächste Jahr auf die neuen zu setzen. Die jungen Zweige tragen meist schon in ihrem ersten Jahr frische Früchte.

Sonderbehandlung für Frühjahrsblüher

Selbstverständlich werden nicht alle Pflanzen im Herbst beschnitten: Sträucher, die im Frühling blühen, sollten Sie im Frühjahr schneiden – nach der Blüte. Gleiches gilt auch bei Heidepflanzen. Lediglich besonders verwilderte Sträucher schneiden Sie ebenfalls im Herbst – auch wenn es Frühjahrsblüher sind. Diese treiben dann pünktlich zum kommenden Frühling neu aus.

Die wilden Triebe können Sie bis auf Kniehöhe stutzen. So ein Radikalschnitt ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie den Strauch neu in Form bringen wollen. Sollten Sie sich einmal nicht ganz sicher sein, wie Sie Ihre Sträucher schneiden sollen, gilt stets folgender Tipp: Schneiden Sie lieber etwas weniger als zu viel ab.

Rückschnitt für Pappeln, Obstbäume und Ahorn

Gartengehölz, wie beispielsweise Obstbäume, Birken oder Pappen sollten Sie auch zurückschneiden, ehe die Temperaturen dauerhaft unter den Gefrierpunkt sinken. Dieser darf jedoch nicht zu radikal ausfallen. Die Wunden müssen noch verheilen – alternativ können Sie die Wunden auch verschließen. Dies ist allerdings nur nötig, wenn die Schnittwunde mehrere Zentimeter groß ist.

Der Rückschnitt für Obstbäume ist sinnvoll, da sie hierdurch im Frühjahr besser und stärker austreiben können. Bei Apfel-, Kirsch-, Birnen- oder Quittenbäumen sollten Sie mit dem Zurückschneiden allerdings noch warten. Führen Sie diesen im Winter (Februar/März) durch, empfehlen Experten.


Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche
  • Mein schöner Garten


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