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Brot richtig aufbewahren: Achtung, Schimmelgefahr! So bleibt Brot länger frisch

Achtung, Schimmelgefahr  

Brot lagern: Diese Fehler sollten Sie nicht machen

24.08.2020, 12:18 Uhr | akl, sah, t-online, jb

Brot richtig aufbewahren: Achtung, Schimmelgefahr! So bleibt Brot länger frisch . Brot: Wie lange es frisch bleibt, ist auch abhängig von der Sorte. (Quelle: Kai Remmers/dpa-tmn)

Brot: Wie lange es frisch bleibt, ist auch abhängig von der Sorte. (Quelle: Kai Remmers/dpa-tmn)

Gerade erst beim Bäcker gekauft und schon ist es innen trocken und die Kruste zäh: Wird Brot falsch aufbewahrt, ist es bald nicht mehr genießbar. Mit ein paar einfachen Tricks bleibt Brot länger frisch.

Frisch schmeckt Brot am besten – das Aroma verfliegt allerdings nach einigen Stunden. Doch dagegen können Sie etwas tun.

1. Auf die Brotsorte kommt es an

Wenn Sie schon beim Kauf wissen, dass Sie den Laib in den nächsten Tagen nicht verbrauchen, sollten Sie gezielt zu folgendem Brot greifen:

  • Roggen schlägt Weizen: In Sachen Haltbarkeit haben Roggenmischbrote die Nase vorn. Sie bleiben in der Regel fünf bis sieben Tage frisch, Weizenmischbrote nur drei bis fünf Tage.
  • Vollkorn gewinnt: Diese Brotsorte bleibt besonders lange lecker, bis zu neun Tage. Worauf Sie achten sollten: Das Brot mit vielen Mineral- und Ballaststoffen erkennen Sie an seinem Namen, nicht an seiner Farbe. Nur was Vollkornbrot heißt, muss auch 90 Prozent Vollkornmehl enthalten. Die dunkle Farbe kann das Brot dagegen auch durch Karamellsirup oder Malz bekommen.

Tipp: Kaufen Sie ganze oder halbe Brotlaibe. Schnittbrot schimmelt schneller. Darüber hinaus sollten Sie das Brot und die Scheiben nur mit sauberen Händen anfassen. Dadurch übertragen Sie weniger Keime auf das Lebensmittel.

2. Die richtige Lagerung: Nicht in der Papiertüte

Beim Bäcker wird Brot meist in Papiertüten verkauft. Zu Hause sollten Sie den Laib allerdings umpacken. Da Papier Feuchtigkeit aufsaugt, trocknet das Brot schneller aus. Am besten geben Sie es in einen Plastikbeutel. Da dieser luftundurchlässig ist, hält sich das Brot länger, wird aber schneller weich. Zusätzlich können Sie noch die Luft aus der Kunststofftüte saugen. So verlängert sich die Haltbarkeit zusätzlich.

Doch Vorsicht: Sie sollten immer wieder überprüfen, ob sich Feuchtigkeit am Beutel ablagert. Denn durch diese kann das Brot schneller schimmeln. Dann die Verpackung kurz offen lassen, bis die überflüssige Feuchtigkeit verdunstet ist.

Tipp: Sie können das Brot in der Papiertüte lassen und diese dann in eine Plastiktüte legen. Achten Sie dabei aber auf den Feuchtigkeitsgehalt des Brotes. Bestimmte Brotsorten können trotz Papiertüte anfangen zu schimmeln.

Ein Steingut- oder Tontopf ist allerdings die beste Wahl. Diese Behälter nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und geben sie wieder an das Brot zurück, wenn es trocken zu werden droht. Ähnlich ist der Effekt von Brotkästen, die nicht luftdicht abschließen.

Am besten legen Sie das Brot zudem auf die Schnittfläche. Sie können auch ein Stück Apfel oder Sellerie in den Brotkasten geben. Diese geben nach und nach ihre Feuchtigkeit ans Brot ab. Achten Sie jedoch darauf, dass im Brotkasten keine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. In diesem Fall sollten Sie weder Apfel noch Sellerie mit in die Box legen – diese könnten andernfalls die Schimmelbildung fördern.

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3. Brotbehälter richtig reinigen

Wenn Sie Brot in einem Brotkasten oder -topf aufbewahren wollen, sollten Sie den Behälter regelmäßig reinigen und Brotkrümel und Brotreste entfernen, um Schimmel vorzubeugen. Achten Sie schon beim Kauf auf ein Material, das sich gut säubern lässt. Holzbehälter sind deshalb nicht so gut geeignet. Wichtig ist auch, dass der Brotkasten ausreichend belüftet ist, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und sich kein Schimmel bilden kann. 

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Der Brotbehälter sollte alle ein bis zwei Wochen gereinigt werden. Nur Wasser oder trockenes Auswischen nützt dabei wenig, Essig oder Essigessenz ist gut für die Reinigung geeignet. Danach den Brotbehälter sorgfältig mit einem Papiertuch trockenreiben.

4. Brot nicht im Kühlschrank lagern

Ein aufgeschnittenes Brot auf einem Holzbrett. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Szakaly)Die richtige Lagerung verlängert die Haltbarkeit von Brot. (Quelle: Szakaly/Thinkstock by Getty-Images)

Brot fühlt sich bei Zimmertemperatur am wohlsten. In den Kühlschrank gehört es nicht. Dort ist es oft feucht und das Backwerk kann so schneller schimmeln. Außerdem nimmt Brot leicht andere Gerüche auf. Die kalte Temperatur lässt das Brot zudem schneller "alt" und trocken werden.

Ausnahme: Wenn es im Sommer extrem schwül ist, ist eine kurzzeitige Lagerung im Kühlschrank sinnvoll, um das Brot vor Schimmelbildung zu schützen. Legen Sie es dann am besten luftdicht verpackt ins Gemüsefach.

Tipp: Haben Sie das Brot im Kühlschrank gelagert und wurde es hierdurch trocken, bekommen Sie es mit einem einfachen Trick wieder saftiger: Toasten. Viele Brotsorten werden nach dem kurzen Rösten beziehungsweise Aufbacken im Toaster wieder richtig lecker. Der Trick funktioniert auch im Backofen. Wichtig ist eine Temperatur von 60º Celsius. 

5. Einfrieren für lange Haltbarkeit

Die Gefriertruhe eignet sich im Gegensatz zum Kühlschrank sehr gut zur längeren Aufbewahrung. Im verschlossenen Tiefkühlbeutel hält es sich bis zu drei Monate.

Ganze Brotlaibe sollten Sie bei Raumtemperatur auftauen. Am besten nehmen Sie es am Vorabend aus dem Gefrierfach. Denn bis das Brot essbar ist, dauert es mindestens fünf Stunden.

Alternativ können Sie das Brot auch schon in Scheiben schneiden und portionsweise einfrieren. Dann lässt es sich binnen kurzer Zeit im Toaster oder in der Mikrowelle auftauen. Gefrorene Brötchen können Sie im Ofen wieder aufbacken.

6. Finger weg von verschimmeltem Brot

Verschimmeltes Brot ist übrigens nicht mehr genießbar und sollte entsorgt werden. Die verschimmelte Stelle nur abzuschneiden, bringt nicht viel. Denn das Brot kann, wenn auch nicht sichtbar, bereits mit dem Pilz durchzogen sein. Schmeckt das Brot bitter und riecht es seltsam fruchtig, kann das auch schon ein Warnzeichen sein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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