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Kümmel und Kreuzkümmel: Unterschied, Wirkung & Anwendung


Häufig verwechselt
Kümmel und Kreuzkümmel: Wo liegt der Unterschied?

Von t-online, sah

Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Aus Kümmel gewonnen: Carvon macht typisch deutsche Gerichte verdaulicher, zum Beispiel Sauerkraut, fette Fleischspeisen oder bayerischen Obazda.Vergrößern des BildesAus Kümmel gewonnen: Carvon macht typisch deutsche Gerichte verdaulicher, zum Beispiel Sauerkraut, fette Fleischspeisen oder bayerischen Obazda. (Quelle: Science Photo Library/imago-images-bilder)
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Kümmel und Kreuzkümmel werden häufig miteinander verwechselt oder für ähnliche Gewürze gehalten. Dabei ist der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel recht groß. Wir erklären, wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen.

Im Gewürzregal finden sich neben Kümmel auch Kreuz- und Schwarzkümmel. Die Samen schmecken aber unterschiedlich und werden für verschiedene Gerichte verwendet.

Unterschied: Kümmel und Kreuzkümmel

Kümmel (Carum carvi) und Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) gehören zur Familie der Doldenblütler und sind botanisch nah miteinander verwandt. Doch auch wenn der Name es vermuten lässt, ist der Kreuzkümmel, oder Cumin, keine Unterart des Kümmels. Spätestens in der Küche beziehungsweise auf der Zunge werden die großen geschmacklichen Unterschiede deutlich.

Dies zeigt sich auch an der Verteilung der Gewürze auf dem Globus. Kümmel findet sich vorwiegend auf europäischen Speiseplänen zwischen den Niederlanden und Sibirien. Kreuzkümmel hingegen ist beliebt in den Küchen Indiens, Asiens, Südamerikas, Nordafrikas sowie im Nahen Osten, in der Türkei und in Griechenland.

Kümmel hat ein herbes Aroma, ist aber deutlich milder als Kreuzkümmel, wodurch man ihn ideal mit anderen Gewürzen kombinieren kann. Gerichte wie Kohl, Suppen, Brot, Braten und andere Fleischgerichte eignen sich beispielsweise gut, um sie mit Kümmel zu verfeinern. Auch veredelt er Käse oder Spirituosen.

Kreuzkümmel hat im Vergleich zu Kümmel einen stärkeren Eigengeschmack und ist daher nicht gut mit anderen Gewürzen kombinierbar. Für sein Aroma ist das ätherische Öl Cuminaldehyd verantwortlich, das süßlich-bittere und warm-erdige Noten mit einer gewissen Schärfe vereint. Es passt gut zu Gerichten wie Couscous, Hummus und Falafelbällchen, aber auch zu Hülsenfrüchten wie Linsen und Bohnen. Häufig ist er ein Bestandteil von Gewürzmischungen für Chili con Carne, Currys und Garam Masala.

Trick: Aroma des Kümmels entschärfen

Am derb-würzigen Aroma von Kümmel scheiden sich die Geister. Dabei gibt es einen Trick: Wem das Aroma von Kümmel zu aufdringlich ist, kann mit etwas geriebener Zitronenschale Abhilfe schaffen.

Im Handel sind Kümmel und Kreuzkümmel gemahlen und als ganze Samen erhältlich. Da das Aroma schnell verfliegt, ist es sinnvoll, die Früchte erst kurz vor der Verwendung zu mahlen oder mit der flachen Messerseite anzudrücken. Das Aroma von Kreuzkümmel lässt sich intensivieren, indem man die Samen zuvor in einer Pfanne ohne Fett kurz anröstet.

Wirkungen als Heilpflanzen

Der Geschmack von Kümmel und Kreuzkümmel unterscheidet sich sehr, die Wirkung weniger. Kümmel ist eine Heilpflanze, Kreuzkümmel ebenso. Beide Gewürze wirken gleich: Sie verbessern die Verdauung und kurbeln den Stoffwechsel an. Neben der Hilfe bei Verdauungsbeschwerden regen beide den Appetit an und sind gut gegen Blähungen und Krämpfe. Insbesondere in Form von magenfreundlichen Tees finden sich beide Gewürze in vielen deutschen Haushalten wieder.

Schwarzkümmel

Und was ist mit Schwarzkümmel (Nigella sativa)? Diese Pflanzenart ist weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Besonders im asiatischen Raum wird Schwarzkümmel als pfefferartiges Gewürz verwendet. Die dunklen Samen werden hierzulande auch "Brotwurz" genannt, da sie zum Beispiel Fladenbrot würzen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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