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Blindbacken: So funktioniert die Backtechnik

Für einen knusprigen Boden  

Blindbacken: So funktioniert die Backtechnik

04.10.2020, 10:45 Uhr | hm (CF), t-online, AM

Blindbacken: So funktioniert die Backtechnik. Blindbacken: Die Backtechnik soll verhindern, dass die feuchte Füllung den Teig, der ja knusprig und mürbe sein soll, durchweicht.  (Quelle: Getty Images/imagebroker)

Blindbacken: Die Backtechnik soll verhindern, dass die feuchte Füllung den Teig, der ja knusprig und mürbe sein soll, durchweicht. (Quelle: imagebroker/Getty Images)

Unter Blindbacken versteht man das Vorbacken eines Teigs, der später noch gefüllt werden soll. Sinn und Zweck dieser Backtechnik ist das Stabilisieren des Teigs damit der Boden durch die Füllung nicht durchweicht.

Was bringt Blindbacken?

Blindbacken kommt vor allem bei Quiches, Tartes und Pies zum Einsatz – also meistens, wenn es um Mürbeteig geht. Aber auch bei Hefeteig kommt die Technik zur Anwendung.

Die Backtechnik soll verhindern, dass die feuchte Füllung den Teig, der ja knusprig und mürbe sein soll, durchweicht oder in ihn eindringt. Der Teig wird durch das Blindbacken schon einmal in seine endgültige Form gebracht und stabilisiert. Damit dies gelingt, wird die Füllung beim Backen durch eine "blinde" Füllung aus getrockneten Linsen, Erbsen, Bohnen oder ähnlichem ersetzt. Nach dem Backen wird diese Blindfüllung wieder entfernt.

Blindbacken: So wird's gemacht

Zunächst rollen Sie den Teig aus und legen die gewünschte Backform damit aus. Den ausgebreiteten Teig stechen Sie mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen ein, um die Entstehung von Luftblasen zu vermeiden. Dann folgt der Teil, der namensgebend für diese Backtechnik ist: die Blindfüllung.

Legen Sie eine Lage Backpapier oder Pergament auf dem Teig aus und füllen Sie die getrockneten Hülsenfrüchte darauf. Dadurch wird der Teigboden beschwert und kann keine Blasen werfen, außerdem wird der Teigrand durch die Füllung in Position gehalten.

Danach geht der Teig samt Blindfüllung für zehn bis 15 Minuten zum Blindbacken in den vorgeheizten Ofen. Dann werden die Hülsenfrüchte und das Papier entfernt und der Teig ist bereit für die Weiterverarbeitung. Bekommt der Boden lediglich eine kalte Füllung, die nicht noch einmal in den Ofen muss, können Sie ihn noch einmal ohne Füllung in den Ofen schieben. Dadurch erhält der Boden eine schöne goldbraune Farbe und wird noch ein wenig knuspriger.

Aber auch für Rezepte, bei denen auch die Füllung gebacken werden muss, eignet sich diese Backtechnik. In solchen Fällen wird der Boden nach dem Blindbacken wie üblich belegt und wandert dann noch einmal in den Ofen.

Was ist eine Kette zum Blindbacken?

Wer keine Hülsenfrüchte für die Backtechnik verwenden möchte, kann sich auch eine Kette zum Blindbacken kaufen. Die Ketten haben den Vorteil, dass das anschließende Entfernen leichter von der Hand geht. Schließlich muss man nicht die zahlreichen Erbsen aufsammeln. Die Blindback-Ketten gibt es aus Edelstahl und Silikon. 

Kann man die Hülsenfrüchte nach dem Blindbacken noch essen?

Die verwendeten Hülsenfrüchte sollten Sie zwar nicht mehr zum Kochen benutzen, doch als Füllung beim Blindbacken lassen sie sich gut mehrfach verwenden. Bewahren Sie sie am besten gut gekennzeichnet in einem Schraubglas auf. Falls Sie keine getrockneten Hülsenfrüchte zur Hand haben, können Sie bei dieser Backtechnik stattdessen auch Reis verwenden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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