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Reisewarnung für Türkei – das sollten Sie beachten

Reisewarnung fürs gesamte Land  

Was Türkei-Urlauber jetzt wissen sollten

28.10.2020, 17:28 Uhr | sms, dpa

Reisewarnung für Türkei – das sollten Sie beachten. Strand von Ölüdeniz: Die Türkei zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. (Quelle: imago images/McPHOTO)

Strand von Ölüdeniz: Die Türkei zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. (Quelle: McPHOTO/imago images)

Anfang August wurde die Reisewarnung für die Türkei zumindest teilweise aufgehoben. Jetzt tritt sie wieder in Kraft. Was bedeutet das für Urlauber und können Sie trotzdem dorthin reisen?

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Muğla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt mit.

Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung Anfang August nach langem Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept, zu dem die Vorlage eines negativen Corona-Tests bei Ausreise zählt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Tests sind von den Rückreisenden auf eigene Kosten zu veranlassen (zwischen 15 und 30 Euro).

Was gilt aktuell für die Türkei?

"Bei einer Verschlechterung der pandemischen Lage kann die Reisewarnung auch für die genannten vier Provinzen wieder eingeführt werden", hatte die Bundesregierung schon im August erklärt. Die vier Urlaubsregionen in der Türkei sind im Moment die einzigen außerhalb Europas, für die nicht vor Reisen gewarnt oder von ihnen abgeraten wird.

Die Deutschen sind nach den Russen die zweitwichtigste Urlaubergruppe an den türkischen Mittelmeerstränden. Im vergangenen Jahr kamen etwa fünf Millionen Touristen aus Deutschland in die Türkei. Die Türkei ist für deutsche Urlauber das drittbeliebteste Reiseland nach Spanien und Italien.

Besonders der südtürkische Urlaubsort Antalya ist bei deutschen Urlaubern angesagt. Nahe der westtürkischen Metropole Izmir liegt der Badeort Cesme, in Mugla zieht es Touristen vor allem nach Bodrum, das bekannt ist für sein türkisblaues Wasser und Wassersport. Auch in Aydin liegen beliebte Urlaubsorte wie Kusadasi und Didim.

Türkische Riviera: Bis Urlauber wieder unbeschwert in die Türkei reisen können, könnte noch viel Zeit vergehen.  (Quelle: imago images/Shotshop)Türkische Riviera: Bis Urlauber wieder unbeschwert in die Türkei reisen können, könnte noch viel Zeit vergehen. (Quelle: Shotshop/imago images)

Seit wann können Sie wieder in die Türkei reisen?

Die Türkei hat das Einreiseverbot für deutsche Staatsangehörige am 11. Juni 2020 aufgehoben. Grundsätzlich könnten Sie seither wieder in die Türkei einreisen. Allerdings besteht nun wieder für die gesamte Türkei eine offizielle Reisewarnung der Bundesregierung sowie die Einstufung der Türkei als Risikogebiet.

Die Reisewarnung gilt zwar nicht als Reiseverbot, Sie können allerdings nicht mit einer staatlichen Rückholung rechnen, wenn Sie trotzdem reisen. Auch Ihr Versicherungsschutz könnte durch die Reisewarnung aufgehoben sein. Zusätzlich müssen Sie eine 14-tägige Quarantäne sowie eine Testpflicht in Kauf nehmen, wenn Sie aus Ihrem Türkei-Urlaub zurück nach Deutschland reisen.

Wie können Sie einreisen?

Es bestehen wieder regelmäßige Flüge aus der Türkei nach Deutschland und umgekehrt. Sie können beispielsweise mit Turkish Airlines von Berlin nach Istanbul fliegen. Auch die Land- und Seegrenzen der Türkei sind wieder offen, mit Ausnahme der Landgrenze zum Iran.

Für innertürkische Flüge, Bus- und Zugfahrten ist bei der Reservierung ein Genehmigungscode ("HES-Code") erforderlich. Dieser kann per SMS oder mittels einer App erlangt werden. Hinweise hierzu erteilen die jeweiligen Fluggesellschaften.

Können Sie wieder Hotels und Unterkünfte buchen?

Ja, Hotels in der Türkei sind wieder geöffnet, es gelten wie fast überall besondere Auflagen zu Hygiene und Belegung. Reisen könnten allerdings durch die Reiseanbieter auch kurzfristig abgesagt werden. Das Gute: Durch die Reisewarnung können Sie Pauschalreisen, die Sie vielleicht auch schon vor der Corona-Krise gebucht haben, in der Regel kostenlos stornieren. Informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrem Reiseveranstalter.

Welche Beschränkungen erwarten Sie in der Türkei?

Wenn Sie in die Türkei einreisen, müssen Sie zunächst mit Gesundheitsuntersuchungen rechnen. Bei Symptomen kann auch ein Test auf das Coronavirus folgen. Ist dieser positiv, wird eine medizinische Behandlung und in einigen Fällen auch eine Quarantäne angeordnet. 

Türkische Riviera: Die Bundesregierung hat die Türkei zu einem Risikogebiet des Coronavirus ernannt. Das hat auch Auswirkungen auf Urlauber.  (Quelle: imago images/Shotshop)Türkische Riviera: Die Bundesregierung hat die Türkei zu einem Risikogebiet des Coronavirus ernannt. Das hat auch Auswirkungen auf Urlauber. (Quelle: Shotshop/imago images)

In der Türkei gilt zudem weiterhin eine Ausgangssperre zwischen 20 und 10 Uhr für Personen über 65 Jahren. Auf Marktplätzen, in Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr gilt zudem eine Maskenpflicht. In einigen Städten und Regionen gilt die Maskenpflicht zudem überall im öffentlichen Raum. Das gilt zum Beispiel für:

  • Istanbul
  • Ankara
  • Ismir
  • Antalya

Auch das Abstandhalten ist Pflicht und wird kontrolliert. Das öffentliche Leben läuft allerdings weitestgehend wieder: Märkte und Geschäfte sind wieder geöffnet, auch Restaurants und Cafés dürfen wieder Gäste empfangen. 

Im gesamten öffentlichen Raum, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht.

Wie ist die aktuelle Zahl der Infektionen?

Ausschlaggebend für die Einstufung als Risikogebiet ist die Zahl der Neuinfektionen. Sind es mehr als insgesamt 50 auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, gilt ein Land als Risikogebiet. Aber auch wenn die Infektionszahl niedriger liegt, kann ein Land zum Risikogebiet erklärt werden, zum Beispiel bei mangelnden Testkapazitäten oder unzureichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. "Ebenso wird berücksichtigt, wenn keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten vorliegen", heißt es auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Laut Johns Hopkins University (Stand: 28. Oktober 2020) gab es bisher insgesamt 366.208 bestätigte Coronavirus-Infektionen in der Türkei, fast 10.000 Menschen starben an Covid-19. Während mehr als 317.000 Menschen genesen sind, gibt es in dem Urlaubsland noch fast 39.000 aktive Fälle.

Verwendete Quellen:

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