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Corona-Mutationen: Diese Länder schließen jetzt wieder ihre Grenzen

Wegen Corona-Mutationen  

Diese Länder schließen jetzt wieder ihre Grenzen

24.02.2021, 10:57 Uhr
Corona-Mutationen: Diese Länder schließen jetzt wieder ihre Grenzen. Grenzkontrollen zwischen Portugal und Spanien: Einige Länder innerhalb der EU haben ihre Grenzen jetzt wieder geschlossen.  (Quelle: imago images/Globallmagens)

Grenzkontrollen zwischen Portugal und Spanien: Einige Länder innerhalb der EU haben ihre Grenzen jetzt wieder geschlossen. (Quelle: Globallmagens/imago images)

Seit bald einem Jahr sind Reisen nur noch sehr eingeschränkt möglich. Weil sich jetzt auch Virusmutationen weiter ausbreiten, lassen immer mehr Länder gar keine Touristen mehr einreisen. 

Nachdem die Grenzen vieler Länder bereits im vergangenen Jahr geschlossen wurden, sorgen jetzt die neuen Mutationen des Coronavirus abermals für Schließungen. Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7, die zunächst in Südafrika aufgespürte Mutation B.1.351 und die aus Brasilien stammende Variante B.1.1.28 P.1 verbreiten sich offenbar schneller als das Ursprungsvirus. Die ersten Länder riegeln sich deshalb zum Schutz vor noch mehr Infektionen nach außen hin ab. Auch Deutschland hat bereits Einreisesperren erlassen, die EU will Reisen insgesamt eingrenzen. Diese Länder ergreifen zusätzliche Maßnahmen (Stand: 24. Februar 2021):  

Portugal

Mittlerweile ist Portugal schwer von der Corona-Krise betroffen, das Gesundheitssystem ist überlastet und das Land gilt als Virusvarianten-Gebiet. Wer aus Portugal nach Deutschland reist muss daher zusätzlich zur Anmelde- und Quarantänepflicht auch einen negativen Corona-Test vorweisen können. Zusätzlich gilt ein Beförderungsverbot im grenzüberschreitenden Verkehr von deutscher Seite.

Bereits seit dem 31. Januar hat Portugal seine Grenzen auf dem Landweg geschlossen, hier darf nur noch einreisen, wer einen Wohnsitz in Portugal oder andere dringende Gründe hat. Zudem gibt es wieder Grenzkontrollen nach Spanien, auch die Nachbarn dürfen nur noch in Notfallsituationen einreisen. Die Kontrollen an den Häfen und Flughäfen hat Portugal ebenfalls verschärft. Wer auf dem Luftweg einreisen möchte, muss einen negativen Corona-Test vorweisen, zudem wird die Körpertemperatur gemessen, bei erhöhter Temperatur droht eine Quarantäne. Diese Beschränkungen gelten zunächst bis zum 1. März. 

Tschechien

Noch strenger sieht es in Tschechien aus: Deutsche dürfen nur noch in dringenden Fällen einreisen, beispielsweise für Dienstreisen, Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen oder Behördenbesuche. Auch Touristen, die selbst ein Ferienhaus in Tschechien haben, dürfen nicht mehr einreisen.

Deutschland gilt zudem in Tschechien als Corona-Risikogebiet und ist der sogenannten roten Kategorie zugeordnet. Das bedeutet, dass bereits seit Mitte Dezember Einreisen nur noch aus triftigen Gründen erlaubt waren sowie ein Einreiseformular und ein negativer PCR-Test vorgelegt werden mussten. Auf der anderen Seite warnt auch das Auswärtige Amt vor Reisen nach Tschechien, das Robert Koch-Institut hat den Staat als Hochinzidenzgebiet eingestuft, weshalb unter anderem ein Beförderungsverbot gilt.  

Frankreich

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Frankreich, gleichzeitig gilt das Land als Corona-Risikogebiet. 

Frankreich hat seine Grenzen seit dem 31. Januar geschlossen. Allerdings zunächst nur für Reisende aus Ländern außerhalb der EU. Wer innerhalb der EU, also auch aus Deutschland, nach Frankreich reisen möchte, benötigt einen negativen PCR-Test. Die Einreise aus Deutschland ist somit zwar noch möglich, wird aber stark kontrolliert. Wer aus dem nicht-europäischen Ausland nach Frankreich einreisen möchte, muss zwingende persönliche, familiäre, gesundheitliche oder berufliche Gründe nachweisen. 

Paris: Auch Frankreich schließt seine Grenzen zum Schutz vor Coronavirus-Mutationen.  (Quelle: imago images/Hans Lucas)Paris: Auch Frankreich schließt seine Grenzen zum Schutz vor Coronavirus-Mutationen. (Quelle: Hans Lucas/imago images)

Norwegen

Wer nicht in Norwegen lebt, steht auch hier seit 29. Januar vor verschlossenen Grenzen. Ausnahmen gelten nur für Dienstreisen, Warentransport und Gesundheitspersonal aus Schweden und Finnland. Die Flughäfen sind zwar geöffnet, es ist derzeit aber nicht auszuschließen, dass Flugverbindungen ausgesetzt werden. 

Deutschland hat für Norwegen eine Reisewarnung ausgesprochen, einige Regionen sind zudem als Corona-Risikogebiete eingestuft worden. Schweden hat die Grenze zu Norwegen geschlossen und auch eine Durchfahrt über Schweden nach Norwegen ist derzeit nicht möglich. Der Fährverkehr von Deutschland mit der Colorline von Kiel nach Oslo ist bis einschließlich 23. März eingestellt. 

Finnland

Bereits seit dem 27. Januar hat Finnland seine Einreiseregeln verschärft. Deutschland rät von Reisen ab und hat einige Regionen als Risikogebiete eingestuft. Finnland verhängt für alle Schengen-Staaten scharfe Einreisebeschränkungen. Die Einreise hängt davon ab, ob die Inzidenz von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen überschritten wird. Das gilt aktuell für Deutschland. 

Daraus resultiert, dass nicht notwendige, touristische Reisen in das Land nicht erlaubt sind. Ausnahmen gelten nur für Finnen und ihre Angehörigen bei einer Aufenthaltsgenehmigung, und für Personen, die persönliche oder berufliche Gründe nachweisen können. Auch dann gilt allerdings zunächst eine zehntägige Quarantänepflicht. 

Belgien

Wie auch Finnland hat Belgien bereits seit dem 27. Januar bis mindestens 1. April ein Einreiseverbot verhängt: Alle nicht notwendigen Reisen von und nach Belgien sind verboten. Ausnahmen gelten laut Auswärtigem Amt nur für berufliche Reisen, Besuche bei Partnern oder Kindern sowie aus anderen wichtigen familiären oder medizinischen Gründen. 

Das Land kündigte zudem Kontrollen im Straßen-, Luft-, Schiffs- und Bahnverkehr an. Um nachzuweisen, dass eine Reise dringend notwendig ist, wird eine schriftliche eidesstattliche Versicherung verlangt, gegebenenfalls benötigen Sie zudem Unterlagen, die den Reisezweck belegen. Außerdem muss grundsätzlich 48 Stunden vor Einreise ein "Passenger Locator Form" ausgefüllt und versandt werden. 

Deutschland hat Belgien zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen. 

Dänemark

Schon am 9. Januar hat Dänemark seine Einreisebedingungen verschärft. Seitdem dürfen nur noch Menschen einreisen, die einen triftigen Grund sowie einen negativen Corona-Test haben. Das gilt unter anderem für Einwohner der Grenzregionen in Schleswig-Holstein. Touristische Einreisen sind grundsätzlich nicht erlaubt, auch dann nicht, wenn Sie ein Ferienhaus oder Boot in Dänemark besitzen.

Deshalb hat Dänemark auch seine Grenzkontrollen wieder verschärft. Die Durchreise ist allerdings erlaubt, sofern Sie einen triftigen Grund für die Reise zum Zielort haben. Deutschland warnt vor nicht notwendigen Reisen nach Dänemark und rät von Reisen nach Grönland ab. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Robert Koch-Institut
  • Auswärtiges Amt
  • RND: "Einreiseverbot: Diese Länder in Europa schließen ihre Grenze für Touristen", 1. Februar 2021.
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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