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Lufthansa und Co.: Bei diesen Airlines gibt es noch kostenloses Essen

Große Unterschiede  

Bei diesen Airlines gibt es noch kostenloses Essen

10.01.2020, 13:18 Uhr | Michael Zehender, dpa-tmn, t-online, msc

Lufthansa und Co.: Bei diesen Airlines gibt es noch kostenloses Essen. Hauptspeise, Salat, Brötchen, Nachspeise, Wasser: So sieht bei vielen Airlines wie hier bei Lufthansa auf der Langstrecke das Essen aus. (Quelle: dpa/tmn/Dominik Mentzos/Lufthansa)

Hauptspeise, Salat, Brötchen, Nachspeise, Wasser: So sieht bei vielen Airlines wie hier bei Lufthansa auf der Langstrecke das Essen aus. (Quelle: Dominik Mentzos/Lufthansa/dpa/tmn)

Bei den Airlines tobt ein erbitterter Kampf um die Passagiere. Oft über den Preis. Die Zeiten kostenloser Mahlzeiten im Flieger sind dagegen vorbei. Wir sagen Ihnen, wo es überhaupt noch gratis Essen im Flieger gibt. Und bei welchen Fluggesellschaften Sie sich besser selbst verpflegen.

Air Berlin, Germania und Thomas Cook sind Pleite, Condor sucht einen neuen Investor. 2019 meldeten weltweit rund 20 Airlines Insolvenz an. Eine regelrechte Pleitewelle durchzog die Luftfahrtbranche. Der Wettbewerb im Luftverkehr ist so hart wie seit Jahren nicht.

Noch vor dem Start den ersten Champagner trinken und nach dem Abheben gleich ein paar leckere Häppchen genießen? Diese Zeiten sind vorbei, seitdem aus dem Fliegen ein Massengeschäft geworden ist und in Europa die Billigflieger mit Niedrigpreisen dominieren. Champagner gibt es nur noch in der First Class. Doch welchen Service bieten die Fluggesellschaften in der Economy? Die Unterschiede bei der Verpflegung sind hier riesig. Ein Überblick.

Lufthansa: Bei der größten deutschen Fluggesellschaft gibt es auf nahezu allen Routen und auf allen Klassen von Economy light bis First Class kostenlose Getränke und Speisen. Was aufgetischt wird, hängt von der Länge des Fluges ab. So werden auf Kurz- und Mittelstreckenflügen kleine Snacks oder warme Mahlzeiten und Getränke serviert. Auf der Langstrecke bietet Lufthansa in der Economy-Klasse nach einem Begrüßungscocktail ein Drei-Gänge-Menü mit zwei Hauptgerichten zur Auswahl sowie im weiteren Flugverlauf ein zweites Essen an.

Auf Fernflügen können Economy-Passagiere gegen Aufpreis und bei Vorbestellung auch Spezial-Menüs bekommen. Gerichte für Gäste mit speziellen Ernährungsvorlieben müssen bis 24 Stunden vor Abflug ebenfalls vorbestellt werden. In der Business Class können Passagiere den Lufthansa-Restaurant-Service nutzen, der laut Airline "delikate Speisen, erlesene Weine, edles Geschirrdesign" bietet.

Condor: In der Economy-Klasse der Tochter der insolventen Thomas Cook Group ist die Bordverpflegung innerhalb Europas und nach Nordafrika nicht im Reisepreis inbegriffen. Passagiere können aber Getränke (zum Beispiel Kaffee für 1,50 Euro oder Bier für 3 Euro) und kleine Snacks ab 4,49 Euro kaufen oder bis 24 Stunden vor Abflug ein Menü vorbestellen (auch vegan, gluten- oder laktosefrei). Auf Langstreckenflügen gibt es eine kostenlose Mahlzeit sowie vor der Landung eine weitere Mahlzeit. Auch nicht alkoholische Getränke sind hier kostenlos. In der Business und Premium Class ist die komplette Bordverpflegung kostenfrei.

Eurowings: Bei allen Kurz- und Mittelstreckenflügen der Lufthansa-Tochter sind in den höchsten Tarifen Best und BizClass ein Wunsch-Snack aus dem "Catering à la carte" und Getränke inklusive. Es besteht außerdem freie Auswahl aus der Bistro-Karte mit verschiedenen Premium-Menüs sowie Snacks. Zudem sind hier alkoholische und nicht-alkoholische Getränke im Preis enthalten. Der Basic- und Smart-Tarif von Eurowings enthält dagegen keine kostenlosen Speisen und Getränke.

Easyjet: Die Low-Cost-Airline bietet an Bord prinzipiell keine kostenlosen Speisen und Getränke. Passagiere können jedoch neben Getränken auch Sandwiches und andere Snacks kaufen. Passagiere im Flexi-Tarif erhalten einen Bistro-Gutschein über 7,50 Britische Pfund (rund acht Euro), den sie an Bord für den Kauf von Speisen und Getränken einlösen können. Ab 30 Tage vor Abflug lassen sich auch Mahlzeiten online zu etwas günstigeren Preisen vorbestellen.

Ryanair: Kostenlose Speisen und Getränke gibt es auch bei der irischen Billig-Fluggesellschaft Ryanair nicht. An Bord können Passagiere beides kaufen. Als Beispiele nennt Ryanair ein Croissant mit Kaffee für fünf Euro oder ein Panini mit Getränk und Chips für zehn Euro. Auf verschiedenen Flügen können Passagiere zudem diverse Frühstücksvarianten gegen Bezahlung vorbestellen.

Tuifly: Im Perfect-Tarif sind ein kleiner Snack sowie ein alkoholfreies Getränk inklusive, in anderen Tarifen des Ferienfliegers können Passagiere verschiedene Snacks und Getränke ab 6,90 Euro kaufen. Aufwendige Speisen müssen bis 48 Stunden vor Abflug vorbestellt werden.

British Airways: Bei der britischen Fluggesellschaft werden nur noch auf Langstrecken kostenlose Mahlzeiten angeboten. Dafür aber in allen Klassen, sowohl im Basic- als auch Standard-Tarif, wo, genau wie in der First Class, auch ein Barservice enthalten ist. Auf Kurzstrecken gibt es ein relativ günstiges Angebot mit Speisen, die alle unter fünf Pfund kosten.

Emirates: Der Golfcarrier ist seit Jahren eine der beliebtesten Airlines. Er bietet auf allen Flügen und in allen Klassen ein mehrgängiges Menü an. In der Economy Class stehen meist zwei Hauptgerichte zur Auswahl. Zu jedem Menü gibt es heiße oder kalte Getränke, auch Wein und Bier. Wer ein Spezialmenü möchte, kann dieses bis 24 Stunden vor Abflug buchen. Dazu gehören zum Beispiel Gerichte für Allergiker, Menüs für Angehörige bestimmter Religionen sowie vegetarische Speisen. Kinder erhalten automatisch spezielle Menüs.

Air France: Auf Interkontinentalflügen haben Passagiere nach einem Aperitif mit Salzgebäck die Wahl zwischen zwei warmen Hauptgerichten. Je nach Flugdauer gibt es einen weiteren Imbiss oder ein Frühstück. Auf den längsten Flügen steht ein Selbstbedienungsbüfett zur Verfügung. Auf dem gesamten Flug werden zudem kalte und warme, alkoholfreie und alkoholische Getränke ausgeschenkt. Neben den kostenlosen Menüs besteht in der Economy und Premium Economy die Möglichkeit, ein À-la-carte-Menü zu kaufen. Sondermenüs müssen bis 48 Stunden vor Abflug bestellt werden. Innerhalb Europas und nach Nordafrika gibt es eine warme Mahlzeit nur auf längeren Strecken, auf Kurzstrecken gibt es einen kostenlosen Snack und Getränke.

KLM: Die niederländische Airline, die 2004 mit der Air France fusionierte, bietet auf Interkontinentalflügen in der Economy Class ein Menü inklusive Dessert an. Auf kürzeren Interkontinentalflügen wird vor der Landung noch ein Snack serviert, auf längeren Flügen ein zweites warmes Gericht. Zu den Speisen werden alkoholische und nicht alkoholische Getränke serviert. Während des restlichen Fluges gibt es stündlich etwas zu trinken. Spezialgerichte wie vegetarisch oder vegan müssen mindestens 24 Stunden vor Abflug bestellt werden. Bei innereuropäischen Flügen gibt es je nach Abflugzeit und der Flugdauer einen Snack, ein Sandwich oder ein warmes Menü. In der Business Class serviert KLM wechselnde Drei-Gänge-Menüs, die von Spitzenköchen zusammengestellt wurden.

Reiseveranstalter: Viele Flüge werden nicht direkt bei der Airline, sondern im Rahmen einer Pauschalreise über Reiseveranstalter gebucht. Was dann serviert wird, hängt von mehreren Faktoren ab. So verweist Tui Deutschland darauf, dass die klassischen Ferienflieger dazu übergegangen seien, keine kostenlose Verpflegung mehr anzubieten. Getränke und Snacks könnten hinzugebucht werden. "So bezahlt jeder Fluggast nur das, was er wirklich wünscht", so Sprecherin Anja Braun.

Unterschiedlicher Service bei den Reiseveranstaltern

Auch DER-Touristik-Urlauber bekommen eine kostenfreie Verpflegung nur auf der Fernstrecke, beispielsweise bei Flügen mit Condor und Eurowings. Auf kürzeren Strecken gibt es laut dem Leiter Flugeinkauf, Jörgen Bongartz, nur bei einigen wenigen Airlines noch gratis Getränke und Snacks. Dazu zählen zum Beispiel Nouvelair Tunisie oder Bulgarian Air Charter. Bei letzterer bekommen Fluggäste kostenlos nicht alkoholische Getränke und Snacks. Alkoholische Getränke kosten im Schnitt um die 3 Euro.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Eigene Recherche

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